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  <title>Protéines à  la Une</title>
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  <modified>2011-02-11T14:30:33Z</modified>
  <tagline>Publication électronique du groupe Swiss-Prot de l&apos;Institut Suisse de Bioinformatique (ISSN 1660-9824)</tagline>
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  <copyright>Copyright (c) 2011, Vivienne Baillie Gerritsen</copyright>
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    <title>Die Reise in eine kleine Welt - Die Abenteuer von Globin und Poetin</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://web.expasy.org/prolune/creations/proluneDie_Reise.shtml" />
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    <issued>2011-02-11T17:51:44+01:00</issued>
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    <created>2011-02-11T16:51:44Z</created>
    <summary type="text/plain">Conte scientifique
&quot;Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge&quot; a été traduit en allemand.
[pdf]







Durant l&apos;année 2010, les aventures de Globine et de Poïétine - relatées dans Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge - ont été traduites en allemand par l&apos;équipe du portail suisse SimplyScience, dédié aux sciences de la vie et de la technique. Ce site s&apos;adresse aux enfants et adolescents curieux du monde scientifique. Ainsi les enfants ont pu suivre les aventures des deux compères de manière épisodique. Le premier épisode étant publié en septembre 2009 et le dernier en novembre 2010.

Globine et Poïétine poursuivent donc leur chemin. Crée en 2001 et joué devant de nombreux enfants tout au long de cette décennie, le conte existe aujourd&apos;hui en trois langues - français, anglais et allemand - et a été publié sous forme de livre en français et en anglais.


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    <author>
      <name>Vivienne Baillie Gerritsen</name>
      
      <email>spotlight@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>creations</dc:subject>
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      <![CDATA[<div class="blogimgright">
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<p><b>Conte scientifique</b><br>
"Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge" a été traduit <b>en allemand</b>.
[<a href="http://www.expasy.org/prolune/pdf/0_G&P_Die Reise_Feb2011.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank"><b>pdf</b></a>]</p>
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<p>Durant les années 2009 et 2010, les aventures de Globine et de Poïétine - relatées dans <a href="http://movabletype.expasy.org/prolune/creations/conte_2ed/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank"><b>Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge</b></a> - ont été traduites en allemand par l'équipe du portail suisse <a href="http://www.simplyscience.ch/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">SimplyScience</a>, dédié aux sciences de la vie et de la technique. Ce site s'adresse aux enfants et adolescents curieux du monde scientifique. Ainsi les enfants ont pu suivre les aventures des deux compères de manière épisodique. Le <a href="http://www.simplyscience.ch/desktopdefault.aspx/tabid-274/7_read-5637/admin-1/7_page-2/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">premier épisode</a> a été publié en septembre 2009 et le dernier en novembre 2010.

<p>Globine et Poïétine poursuivent donc leur chemin. Crée en 2001 et joué devant de nombreux enfants tout au long de cette décennie, le conte existe aujourd'hui en trois langues - français, anglais et allemand - et a été publié sous forme de livre en <a href="http://www.lulu.com/items/volume_66/6405000/6405088/7/print/6405088.pdf" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">français</a> et en <a href="http://www.lulu.com/items/volume_66/7512000/7512794/1/print/7512794.pdf" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">anglais</a>.</p>
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<p><b>Die Reise in eine kleine Welt, Die Abenteuer von Globin und Poetin</b>

<p><em>Text und Illustrationen: Vivienne Baillie Gerritsen und Sylvie Déthiollaz</em>

<p><em>Meine ersten Gedanken gehen an Sylvie, die dieses Märchen mit mir schrieb, und an das Lachen und den Spaß, den wir während des Jahres 2002 hatten. Sie gehen auch an unsere liebe Freundin Ariane Bourjault, die mit ihrem Vorlesen viele Kinder erfreute, und die Schönheit und Magie in Globin und Poetin einflößte. </em>

<p><em>Ein Danke geht an Ursula Hinz, die die Übersetzung sorgfältig durchlas, und die alle Vorschläge machte, die ich brauchte.</em>


<p><em>Übersetzt ins Englische von Vivienne Baillie Gerritsen
Übersetzt vom Englischen ins Deutsche von CVB International
Originaltitel: « Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge »
© 2003 Vivienne Baillie Gerritsen, Sylvie Déthiollaz, Swiss-Prot Group, Swiss Institute of Bioinformatics,
ISBN 2-9700405-2-2</em>

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<p><b>Lili wird bald zehn Jahre alt sein.</b> Die meisten Kinder würden aufgeregt sein und die Tage zählen, die viel zu langsam gehen. Oder sie bereiten eifrig ihre Geburtstagsfeier vor und schreiben eine lange Liste von Geschenken, die sie bekommen möchten. Aber Lili hat dieses Jahr ihr Interesse verloren. Es geht ihr nicht gut. Es geht ihr schon seit Wochen nicht gut. Sie sitzt auf einer kleinen Mauer und schaut ihren Freunden beim Spielen im Schulhof zu. „Wenn es mir nicht bald besser geht, wird Niko es schaffen, auf seinen Rollschuhen besser zu sein, und Mara wird schneller Seilspringen können als ich." Seit einigen Tagen geht es ihr noch schlechter. Die kleinste Anstrengung erschöpft sie. Wenn sie aus aus dem Bett steigt oder aufsteht, wird ihr ganz  schwindelig im Kopf und ihr Herz fängt an zu schlagen, als ob sie gerade einen Marathonlauf gelaufen ist.

<div class="blogimgright">
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</div>

<p>„Komm spielen, Lili!“ rufen ihre Freunde. Aber sie kann nicht. Ihre Beine fühlen sich an wie Gummi und ihr Körper fühlt sich so schwer ... so schwer wie ... so schwer wie ... oh! So schwer wie der Montblanc, den sie so gerade eben über den Dächern sehen kann.
 
<p>Sie ist schon seit Wochen nicht zum Turnen gegangen. Und ihr Schulzeugnis ist auch nicht sehr gut ... Sie hat noch nie so richtig gute Noten bekommen, aber ihre letzten Ergebnisse waren besonders schlecht. Kurzum, ihr Leben ist zu einem Albtraum geworden.<br>
Als sie an so einem Tag nach Hause kam, plumpste sie in den Sessel und weinte und weinte.<br>
„Ich bin sooo müde, ich will nichts mehr machen, “ weinte sie.<br>
Ihre Mutter kniete sich neben sie nieder. Lili sah sehr blass aus. Sogar ihre Sommersprossen waren verschwunden. Und jetzt aß sie auch nicht. Es war Zeit, um Doktor Neumann wieder zu besuchen. „Wir werden heute Nachmittag zum Arzt gehen, Lili, “ sagte ihre Mutter." Das geht jetzt schon zu lange so." 

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<p><b>Lili saß im Wartezimmer von Doktor Neumann</b> mit ihren Ellbogen auf den Knien und ihrem Kopf zwischen den Händen, und starrte an die Wand. Sie rührte sich nicht. Und ihre Zöpfe, die so schlaff aussahen wie sie sich fühlte, auch nicht. Sie war so unglücklich, dass ein kleiner Junge anfing, zu kichern und ihr gegenüber Fratzen schnitt. Seine Mutter griff ihn am Ohr und flüsterte ihm ein paar scharfe Worte zu, und er spielte weiter  mit einem kleinen roten Auto auf dem Fußboden und blickte Lili nur hin und wieder flüchtig an. Unter anderen Umständen hätte Lili ihre Zunge rausgesteckt und ihn so angestarrt, dass der kleine Junge zusammengezuckt wäre. Aber alles, was sie machen konnte, war ihre Nase zu verziehen.<br>
“Lili!”<br>
Sie war dran. Sie nahm ihre schwachen Beine, stand auf und schleppte sich in das Behandlungszimmer.
 
<div class="blogimgleft">
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</div>

<p>„So, Lili. Ich hör, dir geht’s nicht gut?” fragte der Arzt und sah, wie blass sie aussah.
„Erzähl‘ mir, was los ist.” Lili war normalerweise so eine Quasselstrippe, dass es schwer war auch mal zu Wort zu kommen, aber heute sagte sie kaum etwas. Der Arzt war besorgt.<br>
„Wir müssen ihr erst mal Blut abnehmen,“ sagte er zu Lilis Mutter über seinen Brillenrand hinweg. „Und du musst morgen für das Ergebnis zurückkommen.“ Lili wurde immer blasser, als sie sich vorstellte, wie die große Spritze sie tief in den Arm stechen würde. Doktor Neumann konnte ihre Gedanken erraten.“Mach dir keine Sorgen, du spürst gar nichts,“ beruhigte er sie. „Meine Assistentin ist eine richtige Zauberkünstlerin.“

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<p><b>Am nächsten Tag gingen Lili und ihre Mutter wieder zum Arzt.</b><br>
„Du bist blutarm, Lili,“ erklärte der Doktor. Lili verstand es nicht. „Blutarmut bedeutet, dass du nicht genug rote Blutzellen in dir hast.“ Lili drehte sich um zu ihrer Mutter and brach in Tränen aus. „Du brauchst nicht weinen. Wir machen dich wieder gesund. Es ist nur, dass deine Nieren im Moment sehr faul sind.“<br>
„Was hat das mit meinem Blut zu tun?“ schniefte Lili.<br>
„Deine Nieren stellen die roten Blutzellen her.“<br>
„Rote Blutzellen?“ fragte Lili und putzte sich die Tränen weg.<br>
„Ja. Normalerweise ist dein Körper voll mit roten Blutzellen. Das sind die Zellen, die den Sauerstoff aus der Luft auffangen, die du einatmest. Und Sauerstoff ist wie Holz, dass man auf’s Feuer legt. Es lässt uns immer weitermachen.“<br>
„Und wenn wir rennen, atmen wir deshalb schneller?“ Lili fing an, wieder ihr gewöhnliches Interesse an Dingen zu haben.<br>
„Ja ... das kannst du so sagen. Weil dein Körper dann härter arbeitet, brauchst du mehr Sauerstoff in deinem Körper.“<br>
„Mmm.“ Lili putze sich die Nase ganz laut.<br>
„Wenn deine roten Blutzellen einmal den Sauerstoff erfasst haben, muss er in allen Teilen deines Körpers verteilt werden. Vom Kopf bis zu deinen Zehen. Und ...“<br>
„Und meine Blutadern sind wie Autobahnen, die den Sauerstoff zu den verschiedenen Stellen bringt!“ fiel Lili ihm ins Wort.<br>
„Ganz genau!“ rief Doktor Neumann vor Freude, dass Lili es verstanden hatte.<br>
„So kommt der Sauerstoff zu deinem Gehirn, zu deinen Muskeln, deinem Herzen und sogar zu deinen Nieren.“<br>
„Aber was macht mein Körper mit all dem Sauerstoff?“ fragte Lili.<br>
„Wie ich dir gesagt habe, Lili. Sauerstoff ist für uns so wie das Holz, dass du auf’s Feuer legst. Es lässt uns weiterleben.“<br>
„Aber Essen lässt uns auch weiterleben,“ fügte Lili hinzu.<br>
„Ja, wir müssen auch essen. Wir brauchen Essen und Sauerstoff, um weiterzuleben.“<br>
 
Lili lehnte sich zurück und war mit Doktor Neumanns Erklärung zufrieden. „Du siehst, wenn du nicht genug rote Blutzellen hast, kann der Sauerstoff, den du einatmest, seinen Weg in deinem Körper nicht finden, und alles wird langsamer.“<br>
„Und deshalb bin ich im Moment so müde...“<br>
„Ja. Deshalb macht dich alles, was du tust, so müde.“<br>
„Wie werden Sie mich wieder gesund machen, Doktor? Werden Sie mich mit roten Blutzellen voll füllen?“<br>
„Ja, aber du musst sie herstellen.“<br>
„Wie?“<br>
„Ich werde dir Medizin geben und die wird dir helfen, mehr herzustellen.“<br>
 „Oh?“ Lili sah Doktor Neumann mit großen Augen an.<br>
„Aber es ist Medizin, die wir dir jeden Tag als Spritze geben müssen.“<br>
Der Doktor nahm Lilis Hand. „Und du musst eine Weile im Bett bleiben.“<br>
Lili sagte nichts.  Nicht zur  Schule zu gehen, war keine schlechte Idee, aber tägliche Spritzen waren nicht so gut.<br>
„Wie heißt die Medizin?“<br>
„E-ry-thro-po-ietin,” sagte der Arzt langsam. „Es ist ein Molekül. Ein ganz kleines.<br>
Normalerweise stellen deine Nieren es her, aber im Moment tun sie das nicht. Erythropoetin wird deinem Körper helfen, mehr rote Blutzellen herzustellen, und dann kannst du zur Schule höher und weiter springen und hüpfen, wie du es vorher nicht konntest!“<br>
„Toll!!!“ Lili klatschte in die Hände.

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<p><b>Anstatt, dass es ihr besser ging, </b>schien es ihr nur schlechter zu gehen. Vor drei Tagen war Lili zuletzt beim Arzt. Sie hatte schon drei tägliche Spritzen und sie war immer noch genauso müde und niedergeschlagen wie vorher. Ihre Freunde besuchten sie jeden Tag und brachten Geschenke und Gelächter mit. Merlin – ihr Kater – verbrachte seine Zeit ausgestreckt auf ihrem Bett. Er schnurrte und schmiegte sich an sie, gerade so, wie sie es mag ... aber nichts schien sie aufzuheitern. Sie döste den ganzen Tag  nur so vor sich hin und träumte wilde, bunte Träume.

<p>Sie konnte es kaum abwarten, sich wieder besser zu fühlen. Sie wollte unbedingt wieder mit Susi Gummitwist spielen. Sie hatte versprochen, Leon an einen Baum zu binden, und sie vermisste das Reden und das Kichern mit ihren Freunden hinter dem Rücken der Lehrer. Aber sie saß fest im Bett. Die Medizin, die ihr Doktor Neumann gegeben hatte, stand auf ihrem Nachttisch. So wie sie das sah, wirkte die Medizin überhaupt nicht. Bestimmt hätte er ihr mehr geben müssen... 

<p>Das Schlimmste war, dass sie darauf warten musste, dass er sie ihr geben würde. „Du kannst sie nicht runterschlucken,“ hatte er ihr gesagt. „Weil das Molekül ein Protein ist, würde dein Magen es nur verdauen und das würde dir nichts nützen. Wir müssen es direkt in dein Blut einspritzen.“<br>
Wirklich…? Was wäre, wenn sie einen Schluck nehmen würde? Nur einen? Das würde ihr doch nicht schaden, oder? Und es würde ihr viel schneller besser gehen ... Lili warf einen Blick auf die Flasche. Nur einen Schluck ...

<p>Es war ganz ruhig im Haus. Sie saß auf, schnappte sich die Flasche und schluckte alles auf einmal runter...

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<p><b>Dieser kurvenreiche, enge, total dunkle Tunnel, in den Poetin fiel</b>, schien überhaupt kein Ende zu nehmen. Sie konnte die schleimigen Wände spüren, die sie immer weiter runter schubsten. Dann wurde der Tunnel plötzlich weit und sie landete mit einem Bums kopf stehend auf einer flachen, feuchten Fläche. Verblüfft schaute sie sich um. Sie war anscheinend in einer Höhle gelandet. Eine riesige, feuchte Höhle ... die sehr warm war und ... sehr muffig ...

<p>„Wo bin ich?“ fragte sie sich, nahm alle Sinne zusammen und hielt ihre Nase.<br>
„Dies ist überhaupt nicht der Weg, den ich doch nehmen sollte.“ Sie stand auf und machte irgend so ein klebriges Zeug von ihrem Bein ab.<br>
„So! Jetzt hab’ ich keine Zeit zum Träumen. Ich hab’ einen Auftrag zu erledigen!“ Und sie rutschte zum zweiten Mal aus und fiel mit einem Klacks auf den Po. Wütend stand sie auf und rieb sich die blauen Flecken.<br>
„Wer ist da?“ rief eine donnernde Stimme.<br>
„Wer ist da? Wer ist da?“ wiederholte ein Echo.<br>
Poetin hatte viel zu viel Angst, um zu antworten. <br>
Eine Weile lang rührte sich nichts. Und dann hörte sie ein hackendes Geräusch ... hack ... hack ... hack. Auf Zehenspitzen ging sie auf das Geräusch zu, das scheinbar von hinter einem Hügel kam. Als sie fast da war, wurde das Geräusch lauter und lauter. Sie schaute über den Hügel ... und war erleichtert, ein anderes Protein zu sehen. Ganz so wie sie. Ein riesiges, aber sie war sich sicher, auch ein freundliches. „Vielleicht zeigt er mir den Weg,“ dachte sie sich als sie über den Hügel kletterte und ihm entgegen hüpfte. Aber ihr sorgenfreies Hüpfen wurde schnell zu einem Sprung mit Panik, als sie merkte, was der Riese da machte: er zerhackte ein anderes Protein. Albumin!<br>
Sie lag ausgestreckt auf dem Tisch! Lili muss wohl heute Morgen ein Ei gegessen haben. Albumin wohnt im Eiweiß von einem Ei und hier ist das Schlachter-Protein und schneidet sie in klitzekleine Teilchen!<br>

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<p>Poetin wusste nicht, was sie tun sollte. Bleiben? Weglaufen? Wenn sie noch länger bliebe, würde er sie vielleicht auch zerhacken! Aber wo könnte sie hinrennen? Sie wusste überhaupt nicht, wo sie war. Sie zitterte vor lauter Angst, aber sie schaffte ein „Hallo ...“ Die einzige Antwort, die sie bekam, war ein  Grunzen. Und das Schlachter-Protein machte weiter mit seiner grausigen Aufgabe. Vielleicht ist das ja seine Art und Weise hallo zu sagen, dachte Poetin. Also räusperte sie sich und redete weiter:“Entschuldigung, könnten Sie mir sagen, wo ich hier bin?“<br>
Er grunzte zum zweiten Mal. Poetin beobachtete wie er systematisch weiter hackte und fragte sich, was sie tun sollte. Dann probierte sie es noch einmal. „Entschuldigen Sie ...  Herr, ähem ... Ich habe einen Auftrag zu erfüllen ... einen sehr Wichtigen .... Lilis Leben hängt schließlich davon ab...“<br>
 
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</div>

Der Schlachter hörte auf zu hacken, hielt seine Axt hoch über seinen Kopf und drehte sich um, damit er Poetin sehen konnte.<br>
Sie schluckte, denn außer den kleinen Überresten von Albumin auf dem Tisch ... und dem Schlachter ... da war nur noch sie da. Sie fühlte sich plötzlich nicht sehr wohl und ging ganz langsam zurück, denn sie hatte Angst, dass er sie vielleicht auch zerhacken wollte.<br>
„Ach, Sie haben viel zu viel zu tun ... Vielleicht sollte ich ...“<br>
Der Schlachter bewegte sich in ihre Richtung und Poetin rannte weg, so schnell wie sie konnte, um sich irgendwo zu verstecken. Aber die einzige Stelle zum Verstecken war von dem riesigen Protein versperrt, und bei dem Gedanken, wieder in den schleimigen Tunnel zurückzugehen, wurde ihr schlecht. „Ich muss mich verstecken. Ich muss etwas finden, wo ich mich verstecken kann,“ keuchte sie. Zack! Die Axt des Schlachters ging ganz nah an ihr vorbei und schlug auf den Boden, wo sie stand.

<p>„Oooooooooooooooooooooh“, schrie Poetin, als sie sich bückte um die scharfe Kante zu vermeiden. Zum zweiten Mal zischte die Axt an ihr vorbei, und zum dritten und vierten Mal, als das Monster immer näher kam. Es gab nichts, wo sie sich verstecken konnte. <br>

Sie war in einer Sackgasse gelandet und konnte der Axt des Schlachters nicht entweichen! Jeden Moment würde auch sie gehacktes Protein werden!<br>
Genauso wie Albumin! Die Axt war jetzt direkt über ihr. „Das ist mein Ende!“ schrie Poetin. Sie machte ihre Augen zu und wartete darauf, dass die Axt sie zerhackte...<br>
 
<div class="blogimgright">
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<p>... als sie etwas ergriff, hoch hob and durch etwas Sanftes und Weiches zog. Poetin hatte viel zu viel Angst, um die Augen aufzumachen und zitterte vor Schrecken.<br>
„Mach die Augen auf, du Dummchen!“ sagte eine fröhliche Stimme. Also öffnete Poetin die Augen. Ganz langsam. Sie stand in einem dämmrigen, engen Tunnel; noch viel enger als der, durch den sie gefallen war. „Hallo!“ sagte diese fröhliche Stimme wieder. „Ich bin Globin!“

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<p><b>Ein hübsches, rundliches Protein begrüßte Poetin.</b> „Mann! Du bist gerade rechtzeitig gekommen!“ Poetin schnappte nach Luft. „Danke! Ohne dich würde ich jetzt auch zerbröckelt sein... Wer war dieses schreckliche Protein überhaupt?“ fragte sie Globin, als sie Klumpen aus schleimigen Modder, die an ihr hingen, abmachte.<br>
„Oh, das war Pepsin,“ antwortete Globin unbekümmert. „Das ist sein Job. Er verbringt den ganzen Tag damit, Lebensmittel zu zerhacken.“<br>
„Aber warum?“ fragte Poetin.<br>
„Er gehört zu dem Teil, den du Verdauung nennst. Keiner kann ohne ihn leben. Wenn etwas zu Essen in Lilis Magen ankommt, dann ist es er derjenige, der alles zerhackt...“<br>
„ ... wie die arme Albumin ...“<br>
„Ja ... wie Albumin ... Und die verschiedenen zerhackten Teile werden an verschiedene Stellen im Körper verschickt.“<br>
„Warum?“<br>
 
„Sie werden wie Bausteine benutzt ...“ Poetin verstand das nicht, also erklärte Globin weiter.<br>
„Sie werden entweder benutzt, um Teile zu ersetzen, die erneuert werden müssen, oder um neue Teile herzustellen.“<br>
„Ah ... jetzt verstehe ich ...“ Poetin verstand es eigentlich nicht, aber sie dachte an etwas anderes.<br>
Sie hatte sich noch nicht so richtig erholt von dem Schrecken, fast selbst so ein Teil zu werden.<br>
Globin wollte auch nicht mehr weiter erklären und schaute sich Poetin gut an.<br>
„Wer bist du eigentlich? Du hast ganz schön Glück gehabt, dass ich da war!“<br>
„Ich bin Poetin. Und ... ich habe ... einen Auftrag  ... Einen ganz besonderen Auftrag!“ sagte sie wichtig. Globin schien das überhaupt nicht zu interessieren, also redete Poetin weiter. „Ich bin hier hingeschickt worden,  um das Knochenmark zu finden, wo Lili die roten Blutzellen herstellt, denn sie stellt scheinbar nicht genug her.“<br>
„Na, das wurde aber auch Zeit!“ rief Globin. „Ich hab schon auf dich gewartet! Ich bin schon TOTAL erschöpft!“<br>
„Oh, wieso?“ fragte Poetin.<br>
„Weißt du denn nicht, wer ich bin?“ fragte Globin ärgerlich. Das wusste Poetin nicht und sagte gar nichts. „Ich bin Hämoglobin,“ sagte Globin nachdrücklich und sie drehen sich einmal ganz schnell um, um sich zu zeigen. Poetin versuchte, beeindruckt zu sein. „Ich wohne in den roten Blutzellen und ich fange die Sauerstoffmoleküle auf, die in Lilis Lungen ankommen. Und dann begleite ich sie zu anderen Teilen ihres Körpers.“<br>
 
<div class="blogimgleft">
<img src="/prolune/images/025_Lili_Die Reise_s.jpg" alt="[ Lili_Die Reise ]" width="200" height="269" border="0" />
</div>

„Schau mal!“ sagte Globin und sie dreht sich langsam herum, um Poetin einen Rucksack voll Sauerstoff zu zeigen.<br>
„Toll!“ sagte Poetin. „Du trägst ja vier von denen. Sind die nicht schwer?“<br>
„Die sind so leicht wie Luft!“ lachte Globin und sie tanzte eine zweite Pirouette. Dann wendete sie sich wieder an Poetin und sagte ganz ernst: “Du bist überhaupt nicht da, wo du sein musst, weißt du das? Das Knochenmark, dass du angeblich finden sollst, ist Millionen von Molekülen entfernt von hier. Du machst dich mal lieber auf den Weg ... In der Zwischenzeit bin ich mal weg! Ich muss auch arbeiten! Es war schön, dich zu treffen! Wirklich! Viel Glück!“<br>
„Hey, du kannst doch nicht weggehen!“<br>
„Was!“<br>
„Du kannst mich doch nicht einfach hierlassen!“<br>
„Warum denn nicht?“<br>
„Hilf mir, das Knochenmark zu finden!“ Poetin wollte nicht wieder allein gelassen werden und sagte noch mal ganz freundlich „Bitte!“ um höflich zu sein.<br>
„Tut mir Leid, das kann ich nicht. Ich habe keine Zeit. Du musst den Weg alleine finden,“ erwiderte Globin herablassend.<br>
„Willst du nun Lili helfen oder nicht?“ flehte Poetin.<br>
„Natürlich will ich ihr helfen! Was für eine dumme Frage!“<br>
„Nun, dann denk nach. Du lieferst den Sauerstoff, richtig?“ Globin nickte. „Also, wenn du mir hilfst das Knochenmark zu finden, dann kann ich die roten Blutzellen herstellen und du kannst sogar dann noch mehr Sauerstoff liefern ...“ Globin hörte aufmerksam zu, während Poetin weiter drüber nachdachte: „dann könntest du eine Heldin sein ...“<br>
„Mmmm ... da hast du vielleicht Recht,“ überlegte Globin und wirbelte immer mehr herum. „Und alle werden über mich reden ...Und ich werde überall hin eingeladen ... Werde Feste eröffnen und Autogramme geben ...in lila Tinte ...Und ich bin im Fernsehen ... und im Radio ... und Journalisten werden über mich in Zeitschriften schreiben, und in Zeitungen ...Und irgend jemand wird bestimmt meine Autobiografie schreiben ... und ...“<br>
Poetin unterbrach sie: „Und wenn wir nicht bald losgehen, wird Lili ganz schwer krank ...“<br>
„Na, dann los!“ rief Globin. „Wir dürfen keine Zeit verlieren!“ Sie nahm Poetin an der Hand und die beiden verschwanden durch eine Blutader.<br>

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<p><b>„Was ist denn das für ein Klopfen</b>, dass wir da hinten hören können?“ fragte Poetin. <br>
Globin lauschte. „Oh, das ... Das ist Lilis Herz, das schlägt. Es ist fleißig dabei, Blut in die Arterien und Blutadern zu pumpen. So sind wir nämlich hierhin gekommen. Toller Transport, findest du nicht?“<br>
Poetin antwortete nicht; sie hörte sich das rhythmische Klopfen an. „Das ist mir zu unheimlich ...“ Sie zitterte.<br>
„Nein, ich finde es beruhigend,“ antwortete Globin. „Ich fühle mich sicher solange ich das Herz schlagen höre, Poetin. Ohne Lilis Herzschlag wäre es hier totenstill. Ehrlich!“ Globin setzte sich hin, um die Aussicht zu genießen und um sich anzuhören, wie Lilis Blut durch ihr Herz rauscht.<br>
„Weißt du auch wirklich, wie wir zum Knochenmark hinkommen, Globin?“ Poetin fing an, an Globins Zuversicht zu zweifeln.<br>
„So ziemlich ...“ Globin saß immer noch und machte die Augen zu.<br>
„Sie ziemlich ja oder so ziemlich nein?“ fragte Poetin ungeduldig.<br>
„Ich kenne mich mit vielen von Lilis Knochen aus ...“ antwortete Globin. „Aber ...“<br>
„Aber was!?“ unterbrach sie Poetin.<br>
„Aber ich weiß nicht genau, ob die das Knochenmark haben, das wir suchen ...“ Poetin verlor ihre Geduld und stampfte mit den Füßen. „Ich bin noch jung, weißt du, “ fuhr Globin gelassen fort. „Ich muss noch viel lernen ... Ein Körper ist ein großer Ort ... riesen, riesen groß ...“ <br>Poetin setzte sich hin und schmollte. „Weißt du was?“ sagte Globin nach einer Weile.
„Was?“<br>
 
„Komm, wir besuchen Insulin. Sie wohnt in Lilis Bauchspeicheldrüse. Ich bin mir sicher, dass sie weiß, wo wir hin müssen. Sie ist dauernd unterwegs!“<br>
Globin führte Poetin Richtung Bauchspeicheldrüse, die – wie Poetin feststellte – wie ein Komma aussah. Bevor Globin darauf antworten konnte, kam ein Protein platschend runter und bespritzte beide mit Blut.<br>

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</div>

„Igitt!“ rief Poetin geekelt und wischte die Tropfen ab, die sie abbekam.<br>
„Oh, toll! Gut gemacht, Insulin! Vielen Dank! Was für ein Willkommen!“ kreischte Globin verärgert.<br>
„Was?“ fragte Insulin. „Oh, Tschuldigung ... hab euch nicht gesehen ...“ Sieversuchte, nicht zu kichern.<br>
„Ja, ja ...“ meckerte Globin.<br>
„Oh Mann, ich wollte doch nur ein bisschen Spaß machen! Hier ist es im Moment nicht sehr lustig, wie ihr wisst! Schaut euch meine Anlage an; es wird immer schlimmer. Ich mach mir richtig  Sorgen, wisst ihr ...“ Insulin stubste Globin an. „Und deshalb suche ich mir Spaß, wo ich ihn finden kann ...“<br>
„Und genau deshalb sind wir hier, Insulin! Hier! Nimm ein Molekül von meinem Sauerstoff für die Anlage. Mehr kann ich dir leider nicht  geben ... Tut mir Leid ... ich muss es aufteilen.“ <br>
Globin nahm eine Sauerstoffblase aus ihrem Rucksack und gab sie an Insulin. „Und schau mal wer hier ist ...“ Globin zeigte auf Poetin und war sich sicher, dass Insulin sie sofort erkennen würde. Das tat sie aber nicht. „Es ist Poetin ...“ drängte Globin. Insulin reagierte nicht. „Poetin ... Insulin ... Du weißt doch, wer Poetin ist, nicht?“ Insulin schüttelte den Kopf. „Sie ist hier, um unser Problem zu lösen ...“ Insulin zog die Augenbrauen hoch, aber sagte nichts. Poetin fing nicht nur an, sich zu schämen, sondern sie fühlte sich auch ein wenig fehl am Platz. „Poetin muss zum Knochenmark. Ich habe ihr natürlich sofort meine Dienste angeboten und ihr gesagt, dass ich sie dorthin bringe ...“ Poetin konnte es kaum glauben, dass Globin so etwas sagten würde, aber die machte einfach weiter: „...und du musst uns jetzt nur sagen, ob wir in die richtige Richtung gehen.“<br>
 „Was würdet ihr nur ohne mich machen?!“ rief Insulin aus, während sie vorsichtig in einer Blutpfütze rumplantschte. <br>
Poetin schnappte sich Globin. Sie wollte von dieser Arroganz nichts mehr hören. „Los, komm! Wir fragen jemanden anderes. Was glaubt sie denn, wer sie ist!“<br>
 „Mein Name ist Insulin! IN-SU-LIN ...“ wiederholte Insulin langsam und verbeugte sich vor die beiden Proteine. „Ich bin das Molekül, das den Zucker im Blut sammelt, und deshalb, “ fügte sie ganz professorenhaft hinzu „bin ich G-A-N-Z wichtig.<br>
“ Poetin zerrte Globin, weil sie schnell weg wollte. „Poetin ...“ zischte Globin. „Warte! Sie ist ein unheimlich aufgeblasenes Protein, aber sie wird uns sagen, wo wir das Knochenmark finden, das wir suchen ... hab ein bisschen Geduld.“ Globin wandte sich an Insulin und lächelte ihr bestes Lächeln.<br>
„Und,“ sagte Insulin weiter, „wenn Lili den Zucker runtergeschluckt hat, geht er direkt von ihrem Magen in ihr Blut. Und ich, ich öffne dann die Türen, damit der Zucker direkt in Lilis Leber geht, und ihre Muskeln und alle anderen Gewebe, wo es Fett gibt ...“<br>
„Müssen wir uns das wirklich alles anhören?“ fragte Poetin, der total langweilig war. Globin nickte. „Warte nur ein bisschen ... Sie redet immer so lange...“ <br>
Insulin runzelte die Stirn. Poetin stöhnte. „Der Zucker,“ fuhr Insulin fort, „...wird dann benutzt, um Lilis Körper alle Energie zu geben, den er braucht ... oder  ...“ sagte sie ganz theatralisch, „er wird an die Seite gelegt und später benutzt. Schon mal was von Zuckerkrankheit gehört?“ Insulin schniefte mächtig.<br>
„Nein. Nein, hab ich nicht. Und ich weiß auch nicht, ob ich dir danken soll,“ antwortete Poetin ganz schnell und zog Globin mit sich. „Wir müssen jetzt wirklich los, weißt du ...“<br>
„Nun,“ fuhr Insulin fort und ignorierte Poetin wieder, „... Diabetes ist eine Krankheit, die passiert, wenn man zu viel Zucker im Blut hat.“<br>
 
„Wieso? Hast du den Schlüssel für die Türen verloren?“ wollte Poetin wissen.
Insulin ignorierte den Kommentar, stoppte, machte einen ihrer Nägel sauber und sagte dann: „Wie auch immer, welches Knochenmark sucht ihr denn? Es gibt nämlich in jedem Knochen Knochenmark. Und egal, welches ihr sucht, hier gibt es keins. Ich würde ja mit euch gehen, aber ich gehe nicht in die gleiche Richtung ...“ Globin und Poetin sagten nichts und warteten darauf, dass Insulin weitersprach, was sie auch tat: „Vielleicht solltet ihr erst einmal den Weg zu Lilis Herzen finden und von dort aus wird’s schon weitergehen.“<br>
„Klasse! Los, komm! Lasst uns gehen!“ Poetin hatte es so eilig, dass sie über Globin stolperte. „Wir dürfen keine Zeit verlieren. Tschüs! Bis dann!“ Globin rappelte sich wieder auf, zuckte die Schultern zu Insulin und rannte, um Poetin einzuholen.<br>
„Das ist nicht der richtige Weg, Poetin!“ rief Globin hinter ihr her. „Wir müssen eine Ader nehmen. Nur eine Ader wird uns zu Lilis Herzen bringen. Wenn wir in eine Arterie rutschen, kämpfen wir gegen eine zu starke Strömung und sind dann hundemüde!“<br>
„Was für ein Irrgarten ...“ meckerte Poetin. „Ich verstehe gar nicht, wie sich hier jemand auskennt ...“<br>
„Es ist nur eine Frage der Gewohnheit,“ antwortete Globin. „Wie wär’s wenn wir den Bus nehmen?“<br>
„Den Bus?“<br>
„Genau. Den Bus. Viele gibt’s hier im Moment nicht, aber da kommt bestimmt gleich einer.“ <br>
Globin führte Poetin zu einer Blutzellenhaltestelle. „Weißt du, Poetin, du hättest nicht so ungeduldig sein müssen mit Insulin. Wir sind alle ein bisschen nervös im Moment ...“  Poetin spielte mit irgendwas Klebrigem, das sie gerade von ihrem Bein abgenommen hatte. Sie rollte es in einen kleinen Ball und schmiss es an Globin, die sie freundlich schubste. Die beiden Proteine setzten sich hin und warteten darauf, dass eine rote Blutzelle vorbei kam. Sie mussten lange warten, aber als dann endlich eins kam, war zum Glück genug Platz für sie und sie sprangen rein und machten es sich bequem.<br>
„Alles festhalten! Nächster Stop: Lilis Herz!“<br>

<br>
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<p><b>Das Klopfen von Lilis Herzschlag war ohrenbetäubend.</b> „Pass auf! Wir sind da!“ rief Globin.<br>
„Das kann ich hören!“ quietschte  Poetin und hielt sich die Hände an den Ohren. „Das ist ja wie in einer großen Glocke!“<br>
Sie hielten sie so gut wie möglich an der Blutzelle fest; der Lärm war fast nicht auszuhalten.<br>
„Hast du keine Ohrenstöpsel?“ kreischte Poetin. „Das ist ja wie ... “ Sie stoppte.<br>
„Oooooooh!“ rief sie aus. Sie war so angetan bei dem, was sie sah, dass sie das Klopfen, dass sie regelmäßig schüttelte, ganz vergaß.<br>
Die beiden Proteine stiegen aus der Blutzelle aus und bewunderten die Aussicht. Hoch über ihnen ragte eine riesige Kuppel, die im Rhythmus zitterte. Hunderte von verflochten Seilen hingen an den riesigen Säulen, die die Kuppel säumten. Alles schien sich zu krümmen und zu biegen und kam dann in der Mitte der Kuppel zusammen.<br>
„So was habe ich noch nie gesehen ...“ flüsterte Poetin.<br>
„Noch nie...“<br>
„Wer ist da?“ sangen zwei Stimmen – eine niedrige, eine hohe – im Chor. Poetin und Globin sahen sich an. Keiner von den beiden wusste, wo die Stimmen herkamen.<br>
Dann kamen plötzlich aus dem Nichts zwei Proteine und rutschten eine der Säulen runter. Eins war ganz groß und das andere ganz klein. Das große landete auf Globins Fuß.<br>
 
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</div>

„Aua! Kannst du nicht besser aufpassen, Myosin?“ quietschte Globin.<br>
„Weißt du, wer die sind?“ fragte Poetin erstaunt.<br>
„Natürlich weiß ich das.“ Globin saß und wiegte ihren Fuß.<br>
„Das da,“ sie zeigte auf das große Protein, „ist Myosin. Und Actin,“ Globin nickte zum kleinen Protein hin, „ist sein Cousin.“ Poetin fand das kleine Protein ganz nett und winkte ihm zu.<br>
„Wir sind unzertrennlich!“ sangen die beiden Cousins.<br>
„Unzertrennlich?“ wiederholte Poetin.<br>
Myosin und Actin nickten energisch.<br>
„Sie arbeiten zusammen, Poetin,“ erklärte Globin. „Actin und Myosin wohnen in Lilis Herz. Sie gehören zu den Muskeln, die das Herz schlagen lassen und sie schieben das Blut durch ihre Aterien.“<br>

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</div>

„Oh...“ Poetin sah ganz enttäuscht aus.<br>
„Was ist los? Warum bist du plötzlich so betrübt?“ fragte Globin.<br>
„Ach ...nichts ...“ Sie setzte sich hin und machte mir irgend so einem Schleim Knoten.
„Globin?“ wollte Myosin wissen.<br>
„Mmm,“ antwortete  Globin abgelenkt und immer noch ein wenig um Poetin besorgt.
„Du hast nicht zufällig eine Blase Sauerstoff dabei, oder?“<br>
„Ja, hab‘ ich!“<br>
„Danke... vielen, vielen Dank. Hört ihr Lilis Herzschlag. Er ist so langsam. Er ist so schwach, dass das Blut kaum noch im Körper rumgeschoben wird.“<br>
 
„Ach... Mann, Myosin!“ jaulte Globin abweisend. „Betrachte das Leben doch von der heiteren Seite!“<br>
„Was? Die heitere Seite des Lebens! Und wie lange musstet ihr auf eine Blutzelle warten? War sie  pünktlich? War sie es?“<br>
„Ja, das war sie, nicht war, Poetin? Globin wandte sich an Poetin. „Wir mussten nicht lange warten, oder?“ Poetin wusste nicht, was sie antworten sollte. Sie erinnerte sich, dass sie ewig lange auf die Ankunft der roten Blutzelle warten mussten. „Tatsache ist, “ sagte Globin weiter, „dass wir sogar eine rote Zelle schneller als geplant bekamen, nicht war?“ fügte Globin dazu, als sie Myosin ein bisschen Sauerstoff gab. Poetin, die von Globins Unehrlichkeit ganz benommen war, sagte nichts. Stattdessen wandte sie sich an Myosin.<br>
„Myosin?“<br>
„Ja?“<br>
„Wir müssen das Knochenmark finden, das die roten Blutzellen herstellt. Weißt du, wo es ist?“<br>
Myosin und Actin schüttelten die Köpfe. Keiner von beiden wusste es. Sie schlugen aber vor, dass Globin und Poetin die Aorta nehmen sollten und dann die Halsschlagader, die sie zum Gehirn führen würde.<br>
„Und wenn es nur eins gibt, das euch Rat geben kann, dann ist es doch sicher das Gehirn!“  riefen die beiden Moleküle. „Da geht’s lang!“ Actin und Myosin zeigten zu einem Korridor, dessen Eingang gesperrt war von etwas, das wie eine Klapptür aussah.<br> 
Bevor jemand reagieren konnte, kam eine große Welle roter Blutzellen in ihre Richtung gerutscht. Myosin und Actin schafften es, sich an einer Säule festzuhalten, aber Globin und Poetin wurden von der starken Strömung mitgerissen und hörten gerade noch wie Myosin rief als sie in die Arterie geschleudert wurden:“Lasst euch von der Welle führen!“<br>

<br>
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 <p><b>Die beiden Moleküle zogen sich an einer Zelle hoch</b> und plumpsten rein.
„Und?“<br>
„Und was?“ fragte Poetin.<br>
„Na, wie findest du diesen Transport?“ wollte Globin wissen. „Cool, was?“<br>
„Vielleicht ... mir ist aber ein bisschen Zellen-schlecht ...“<br>
„Das kommt, weil du das nicht gewöhnt bist.“ Globin reckte und entspannte sich. „Schön bequem auch ...“ Sie gähnte laut. „Ich könnte ein Nickerchen brauchen. Du auch?“ Poetin, die immer noch etwas blass war, nickte kleinlaut.<br>
„Pass auf!“ schrie Poetin.<br>
„Was!?“<br>
Aber bevor Globin wusste, was los war, kamen sie zu einer Kreuzung, wo sich von der Aorta in kleine Adern abzweigten. Globin konnte sich an der Zelle festhalten, aber Poetin wurde rausgeschmissen und verschwand. Kurz darauf kam sie wieder, schnappte nach Luft und wurde in eine enge Ader gerissen. Globin, die immer noch in der Zelle war, verschwand in der Aorta. „Poetin!“ schrie sie. „Poetin!“ Aber sie bekam keine Antwort. Entsetzt rannte sie hinter ihr her und sprang von Zelle zu Zelle gegen den Strom. Ganz außer Atem erreichte sie die Kreuzung, an der Poetin zum ersten Mal verschwand, und schaffte es, auf die andere Seite der Kreuzung zu springen und sich von der Strömung durch die kleinerer Ader tragen zu lassen.<br>
Hier war es dunkel. Einsam. Und eng. Und die Reise schien unendlich.<br>
„Hey!“<br>
Globin drehte sich um, von wo die Stimme herkam.<br>
„Hier! Ich bin hier!“<br>
Es war Poetin. Globin konnte sie nicht sehen, aber ihre Stimme schien von einem blendenden Licht zu kommen. Sie fand Poetin sitzend auf dem Rand von etwas, das  rosa und weich war. Ihre Füße hingen über einer Kluft, die umgeben war von langen, schlanken Pfeilern, die in der kühlen Brise wehten. „Das ist doch wunderhübsch, Globin?“ staunte Poetin. „Nicht war?“<br>
 
„Ja... und eine kühle Brise dazu ... Wir bleiben hier lieber nicht zu lange. Poetin ...“ kündigte Globin an.<br>
„Warum denn nicht? Du musst immer den Spaß ver...“<br>
Eine tiefe, bedrohliche Stimme unterbrach sie und brüllte: „Hey, ihr beiden! Dies ist doch kein Platz zum Sonnenbaden! Ihr seid auf einer Baustelle! Haut ab! Schnell!“<br>
„Wer...?“ schluckte Poetin.<br>

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</div>

„Sei ruhig und renn!“ zischte Globin. „Wir haben jetzt keine Zeit zum Fragenstellen!“
Aber Poetin war fasziniert. Was auch immer es war, es war dreimal so hoch wie sie und kam in einem angsteinjagendem Tempo auf sie zu. „Beweg dich, Poetin!“ schrie Globin. „Das ist Collagen! Der hat nie gute Laune. Das heißt, eigentlich hat er immer ganz schlechte Laune.“<br>
„Aber was ist denn los mit ihm?“ fragte Poetin. „Stören wir ihn denn, oder was?“<br>

„Ja, guck doch mal, beweg dich und ich beantworte deine Frage, wenn wir in Sicherheit vor ihm sind.“<br>
„Was baut er denn?“ Poetin wollte nicht weg.<br>
Entnervt marschierte Globin wieder zurück dorthin, wo Poetin immer noch saß.<br>
„Hast du denn keine Ahnung, wo wir sind?“ Poetin schüttelte den Kopf. „Du sitzt am Rande einer Wunde.“ Poetin sprang auf. „Das war also das helle Licht. Das ist das Licht auf der anderen Seite von Lilis Haut. Das ist Tageslicht ... Wir stehen auf der Außenseite von Lili ...“
„Wow ... das ist cool ...“<br>
„Cool oder nicht, Poetin, es ist gefährlich hier ...“<br>
 
„Was ist mit den hängenden Seilen?“ fragte Poetin, die immer noch nicht auf Globins Warnung hörte.<br>
„Das sind keine Seile. Das sind Haare... und dies hier ...“ Globin berührte das Weiche, auf dem sie eben noch saßen. „Dies ist Lilis Haut.“<br>
„Oooooh... die ist so schön weich und sanft. Ich wünschte, ich wäre aus Haut gemacht.“<br>
„Das ist doch nur, weil es Lilis Haut ist. Nicht jede Haut ist so schön und glatt wie ihre.“<br>
„Warum nicht?“<br>
„Darum nicht!“<br>
„Welche Haut ist denn nicht so glatt?“<br>
„Die von einem Elefanten zum Beispiel. Oder sogar die von Lilis Mutter, je älter man wird, um so weniger weich wird sie. Und dann vergiss nicht die Falten ...“<br>
„Falten?“<br>
„Ja, Falten. Die sind wie kleine Graben, die deine Haut durchlöchern. Geh bloß nicht in einer Falte verloren, Poetin. Da kommst du nie wieder raus!“<br>
„Ach so ...“ Poetin verstand es nicht, glaubte aber, dass es egal war. „Was macht Collagen denn hier?“<br>
„Nun, wegen ihm ist Lilis Haut stark und widerstandsfähig. Wenn sie ein Loch in ihre Haut bekommt ...“<br>
„Ein Loch? Wieso würde sie sich ein Loch holen?“<br>
„Das macht sie doch nicht mit Absicht! Aber wenn sie vom Fahrrad fällt und sich das Knie verletzt, dann gibt das eine Wunde. Und eine Wunde muss man so schnell wie möglich wieder reparieren.“<br>
„Warum?“<br>
Globin rollte die Augen. „Wenn eine Wunde nicht verheilt, dann läuft zu viel Blut raus.“<br>
„Aha, und Lilis Haut ist nur da, um zu verhindern, dass das Blut ausläuft?“<br>
„Nicht nur das... Es sorgt auch dafür, dass eklige Wesen nicht rein können, so wie die Bakterien, die liebend gerne ihr Blut infizieren. Und Lilis Haut ist voll davon.“<br>
„Igitt!“<br>
 
„Solange sie außerhalb von Lilis Haut bleiben, ist sie okay. Nur, wenn sie unter die Haut kommen, kann sie sehr krank werden. Deshalb muss die Wunde so schnell wie möglich zugemacht werden!“<br>
„Ich verstehe ...“ Poetin schaute sich herum. „Und ich sehe Collagen ...“<br>
„Raus hier! “dröhnte Collagen. „außer, natürlich, ihr wollt hier mit uns festbleiben ...“<br>
„O nein!! Schnell Poetin! Oder wir bleiben in der Kruste stecken!“ schrie Globin voller Angst und sie schnappte sich Poetin.<br>
„Das ist wahrscheinlich keine gute Zeit, um zu fragen ...“ sagte Poetin ganz lieb.
„Fragen, was?“ fragte Globin ärgerlich.<br>
„... um Collagen nach dem Weg zu Lilis Gehirn zu fragen ...“<br>
„Das kann doch wohl nicht war sein, Poetin!“ Globin wandte sich an Collagen. „Hilf uns bitte, Collagen!“ Collagen hob beide Proteine auf und warf sie weit weg von der Wunde in eine andere Blutader.<br>
„Puh, das war knapp!“seufzte Globin erleichtert auf. „Wir hätten auch für immer gefangen sein können!“<br>
Poetin war verwirrt. „Wie denn? Ich verstehe das nicht!“<br>
„Verstehst du überhaupt was?“ meckerte Globin. „Hast du noch nie was gelernt, Poetin?“<br>
„Doch, aber nicht das, was du gelernt hast, “ antwortete Poetin verärgert.<br>
„Das stimmt ...“ sagte Globin nachdenklich. „Verstehst du, wenn die Haut eine Wunde hat, muss sie nicht nur ganz schnell geflickt werden, sondern das Blut muss auch koagulieren, sonst verliert Lili zu viel.“<br>
„Und was bedeutet ‚gulieren‘?“<br>
„Nicht ‚gulieren‘ du Dummchen! Koagulieren, oder Blutgerinnung, das passiert, wenn das Blut härter und härter wird und wie ein Korken wird, so dass kein Blut mehr aus der Wunde fließen kann.“<br>
„Und wie ‚ko...a...gult ‘ das Blut?“<br>
„Koagulation ist wie ein großes Netz, das sich im Blut formt und alle roten Blutzellen einfängt.“<br>
„Und wo kommt das Netz her?“<br>
 
„Oh, das ist Fibrin, der das Netz macht. Und wenn wir hier noch länger geblieben wären, dann hätten wir in Fibrins Netz festgesessen.“<br>
„Und würden nicht flüchten können?“<br>
„Nein, niemals.“ Globin überlegte, „da kriegste Gänsehaut, was?“<br>
„Was für Haut?“<br>
„Ist auch egal, “ sagte Globin ungeduldig.<br>
„Glaubst du, das wir es überhaupt schaffen, Globin?“ Poetin war jetzt nicht mehr so zuversichtlich.<br>
„Weiß nicht ... Wir haben es nicht mal geschafft, Collagen zu fragen, wo das Knochenmark ist...“<br>
„Und wo gehen wir jetzt hin?“ fragte Poetin.<br>
„Wenn wir weiter in diese Richtung gehen, kommen wir bei Lilis Gehirn an.  Das ist das beste Informationszentrum, das wir je zu sehen bekommen.“ Poetin nickte und die beiden Proteine gingen stillschweigend los.<br>

<br>
<br>


<p><b>Kurze Zeit später hörten sie das schrille Geräusch einer Trillerpfeife.</b> Und bevor sie aus dem Weg gehen konnten, eilte ein Geschwader von Proteinen vorbei und rannte sie beide um, weil sie anscheinend hinter einer kleinen Kreatur her waren, das wie ein Seeigel aussah.

<div class="blogimgright">
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„Was war denn das schon wider?“ Poetin schnappte nach Luft.<br>
„Das? Oh... Das waren die Immunoglobulin...“ Globin hielt ihre Hand über Poetins Mund. <br>„Versuch gar nicht erst, das auszusprechen ...“ Poetin schüttelte den Kopf. „Die rennen hinter dem kleinen, spitzen Ball da vorne her.“<br>
„Warum?“<br>
„Weil sie Viren und Bakterien bekämpfen.“<br>
„Die, die in Lilis Körper reinkommen, wenn sie verletzt ist?“<br>
 
„Ja... Obwohl die viele Wege haben, reinzukommen.<br>
Wunden sind nur ein Weg. Der spitze Ball, den du gerade vorbeiflizen gesehen hast, ist ein Grippevirus. Eigentlich nichts Gefährliches ... Aber es ist besser, wenn sie ihn erwischen, denn es ist jetzt keine gute Zeit für Lili, eine Erkältung zu bekommen.“<br>
„Ich wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Proteine gibt!“<br>
„Da hast du noch gar nicht alles gesehen. Es gibt Tausende und Abertausende!“<br>
„Tausende?“<br>
„Richtig... tausende... in Lili. In ihrer Mutter. In allen Menschen, die sie kennt....“<br>
„In jedem also? Hat jeder tausende von Proteinen?“ sagte Poetin.<br>
„Ja, das haben sie. Und Tiere und Pflanzen auch, “ fügte Globin hinzu. „Und keins sieht aus wie das andere. Sie haben alle eine andere Form und Größe und machen viele verschiedene Sachen. Weißt du, wir sind alle eine große Familie.“<br>
„Was? Sind wir Kusinen?“ quietschte Poetin ängstlich.<br>
„Ähem... nicht Kusinen... nicht so richtig...aber wir sind aus dem gleichen Zeug hergestellt.“<br>
„Zeug?“ <br>
„Ja, Zeug.“ Poetin hatte eine etwas bessere Erklärung erwartet.<br>
„Was denn für’n Zeug, Globin?“<br>
„Müssen wir darauf jetzt wirklich genau eingehen?“<br>
„Ich will das jetzt wissen. Das ist mein Recht, oder?“<br>
„Ich kann es nicht fassen, dass du es bis hierher geschafft hast mit dem kleinen bisschen, das du weißt...“<br>
„Du hast mir immer noch nicht gesagt, aus was für’nem Zeug wir gemacht sind.“<br>
„Das willst du gar nicht wissen, Poetin. Dann wird alles nur noch komplizierter.“<br>
 
„Ich warte...“<br>
„Na gut. Aminosäuren.“<br>
„Was?“<br>
„Ich hab’s dir doch gesagt, oder?“<br>
„Du hast mir was gesagt?“<br>
„Das du’s nicht wissen willst.“<br>
„Das ich was nicht wissen will?“<br>
„Sei doch nicht so dickköpfig!“ Globin stampfte mit dem Fuß.<br>
„Ja, ja. Wir sind aus Aminosäuren gemacht. Und ich frage auch gar nicht, was das ist ...aber ich will wissen, wo all diese Proteine hergestellt werden ...“<br>
„In Lilis Zellen.“<br>
„Was ist denn eine Zelle?“<br>

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<img src="/prolune/images/030_Lili_Die Reise_s.jpg" alt="[ Lili_Die Reise ]" width="240" height="148" border="0" />
</div>

Mutlos nahm Globin Poetin bei der Hand. „Komm mal mit. Wir gehen jetzt zurück zu einer roten Blutzelle und ich erklär‘ dir dann mal ein paar Dinge, okay?“ Poetin folgte Globin, weil sie unbedingt mehr lernen wollte.<br>
 Nachdem sie es sich bequem gemacht hatten, führte Globin fort. „Also, alle Organe von Lili, so wie ihr Herz, ihre Nieren und ihre Leber sind aus Zellen gemacht. Zellen sind für einen Körper so wie Bausteine sind für ein Haus.“ Poetin hörte ganz gespannt zu. „In jeder Zelle, hat es Maschinen, die all die verschiedenen Proteine herstellen, von denen ich dir erzählt habe.“<br>

„Aber woher wissen die Maschinen, welches Protein sie herstellen müssen?“ unterbrach sie Poetin.<br>
 
„Das wollte ich dir ja gerade erklären, “sagte Globin und versuchte ihr Bestes, ruhig zu bleiben. „Jede Maschine liest so ein Rezept, das sie von einem Buch bekommen, das DNS heißt.“<br>
„DNS?“<br>
„Ja...DNS...schon mal von DNS gehört?“ Poetin schüttelte den Kopf.<br>
„Ich gebe dir ein Beispiel. Du bist doch ein Protein, richtig?“ Poetin nickte. „Und du bist in Lilis Nieren hergestellt, okay?“ Poetin nickte wieder. „Das Problem mit Lili ist, dass ihre Nieren nicht so funktionieren wie sie sollen, und sie stellt nicht genug von euch her. Deshalb musste sie dich runterschlucken ...“ Poetin verstand das nicht. „Du warst in der Medizin, die sie runterschluckte, weißt du nicht mehr?“<br>
„Ach ja! Sie musste mich als Medizin nehmen, weil sie mich im Moment nicht herstellen kann!“
„Richtig!“<br>
„Jetzt verstehe ich ... Ich wusste, dass ich zum Knochenmark muss. Ich wusste, dass ich hier bin, um Lili zu helfen rote Blutzellen herzustellen. Aber ich wusste nicht, wie ...“<br>
„Sie hat im Moment nicht genug ...“<br>
„Aber vorher hatte sie genug... Wo sind die alle?“<br>
„Trotz deiner schrecklichen Unkenntnis bist du ganz schön clever, was?“<br>
„Warum, glaubst du, haben die mich hier hingeschickt?“ antwortete Poetin pikiert.
„Die Sache mit den roten Blutzellen dauert kein ganzes Leben. Deshalb müssen sie ersetzt werden.“<br>
„Und deshalb...“ Poetin fing an, zu verstehen, nicht nur, warum diese Aufgabe wichtig war, sondern auch warum sie wichtig war.<br>
„Ja. Du bist auf dem Weg, um...“<br>
„Stammzellen in Lilis Knochenmark zu finden ...“ unterbrach Poetin, „... die sich vermehren und dann rote Blutzellen werden.“<br>
„Genau. Gott sei Dank, das haben wir jetzt klargestellt ...“<br>

<br>
<br>

 
<p><b>„Es ist ganz schön ruhig hier,“</b> flüsterte Poetin. „Wo sind wir?“<br>
„Wir sind ganz Nahe bei Lilis Hypothalamus, “ flüsterte Globin zurück.<br>
„Hippie was?“<br>
„Hypo! Hypothalamus! Der gehört zu Lilis Gehirn.“<br>
„Warum ist er denn so ruhig?“<br>
„Weil er wohl schläft. Hypothalamus ist ein ganz wichtiger Teil von ihrem Gehirn.“<br>
„Das muss er ja wohl sein mit so einem Namen ...“<br>
„Das ist der Teil, der sagt, wenn sie müde ist oder wenn sie Hunger hat. Es hat sogar damit was zu tun, ob sie fröhlich oder traurig ist.“<br>
„Cool ...“ Poetin schaute sich um. „Er sieht aus wie ein Blumenkohl ...“<br>
„Oh, hier ist Orexin! Sie ist diejenige, die auf Lilis Appetit und Schlaf aufpasst! Oooooh Orexin!“<br>

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</div>

„Mmm, hat mich jemand gerufen?“ gähnte ein winziges Protein mit nur einer kleinen Nachtmütze auf.<br>
„Ich bin’s, Globin!“<br>
„Mmm? Wer?“ Orexin bemerkte Poetin, die hinter Globin stand.<br>
„Hast du denn nichts besseres zu tun, als zu schlafen?“ fragte Globin.<br>
„Hier ist im Moment nicht viel zu tun. Ich warte schon seit Tagen auf Verstärkung. Und zwischendurch hab ich gedacht, kann ich ja ein bisschen döööösen ...“ gähnte sie wieder.
Ihre Nachtmütze fiel ihr über die Augen und sie nieste laut.<br>
„Gesundheit!“ bot Poetin ihr vergnügt an.<br>
„Mmm...“ Orexin kümmerte sich nicht um Poetin, die Globin in den Rücken piekste, damit sie    Aufmerksamkeit bekam. Globin drehte sich um und wollte gerade protestieren, als Orexin fragte:“ Weiß jemand, warum Lili alles in Zeitlupe macht?“<br>
„Sie ist blutarm ...“ antwortete Globin mit dem Rücken zu Orexin, während sie Poetin finster anschaute.<br>
 
„Das heißt, ihr Körper ist müde! Deshalb schläft sie so viel!“zwitscherte Poetin über Globins Schulter.<br>
Globin drehte sich, um Orexin wieder anzusehen.“Dies“ erklärte sie, „ist Poetin...“ und sie trat einen Schritt zurück, so dass Orexin sie sehen konnte. Orexin blickte auf Poetin, sagte aber nichts. Globin sprach weiter, „... und Poetin sucht nach dem Knochenmark, dass Lilis roten Blutzellen herstellt.“<br>
Poetin nickte ganz begeistert. „Und wir haben uns gedacht, dass du uns vielleicht sagen kannst, wo das Knochenmark ist, weil doch Gehirne so... na ja ... clever sind!“<br>
Globin kniff Poetin:“Was sie wirklich sagen wollte, ist, du kannst uns vielleicht helfen, das Knochenmark zu finden, denn du hast doch so viel Ahnung von Sachen ...“<br>
„Pfff...“ Orexin war verärgert und gähnte noch mal ein großes Gähnen. Sie setzte ihre Nachtmütze wieder richtig auf, legte ihre Hände auf die Hüften und schaute sich die beiden Proteine verschmitzt an. „Ich sag euch, wo Lilis Knochenmark ist, wenn ich euch erst was zeigen kann...“<br>
„Oooooooooooooooh neeiiiiiiin!!!“ flehten Globin und Poetin. „Jetzt ist keine Zeit zum Spielen, Orexin!!!“<br>
„Na gut! Ganz wie ihr wollt.“ Globin und Poetin schauten sich an. „Aber ich sag euch dann nicht, wo das Knochenmark ist ...“ Orexin zog ihre Nachtmütze weiter runter und legte sich für ein weiteres Nickerchen hin.<br>
„Lili zuliebe, tu was, Globin!!“ kreischte Poetin. „Was für ein Protein ist sie? Jemand muss ihr mal in den Hintern treten! Lili könnte wegen ihr sterben!“<br>
Globin marschierte hin und her, hielt sich den Kopf und murrte vor sich hin. „Okay! Orexin, du hast gewonnen! Zeig uns, was du willst, und dann versprichst du, dass du uns zeigst, wie wir zu Lilis Knochenmark kommen.“<br>
Zufrieden stand Orexin auf, hopste, hüpfte, drehte sich und wirbelte, und dann sagte sie mit einem Grinsen, dass Poetin ihr gerne weggemacht hätte: „Ihr werdet’s schon sehen ... Es wird euch gefallen, was ich euch zeigen werde. Und es ist auch nicht weit.“<br>

<br>
<br>

 
<p><b>Die drei Proteine schlängelten sich in die Irrwege von Lilis Gehirn.</b><br>
„Seid vorsichtig ...“ warnte Orexin.“Hier gibt’s viel Elektrizität und ihr wollt doch nicht durch einen Stromschlag getötet werden...“<br>

Sie führte Globin und Poetin zu dem Eingang eines schmalen Tunnels, wo sie am Ende ein helles Licht sehen konnten. „Dies ist Lilis Sehnerv. Kommt schon! Folgt mir!“<br>
„Warte!“ rief Globin, die Angst hatte, dass dies viel länger dauern würde, als sie gehofft hatte. „Wohin führst du uns?“<br>
„Zu Lilis Auge! Los, kommt! Ihr werdet staunen!“<br>
Die drei rannten den Weg runter zum Ende von Lilis Sehnerv, wo sie ein riesiges, rundes, hohles Volumen erreichten, dass in einem Netzwerk von ganz feinen Blutadern verpackt war.
„Toooooollllll!“ keuchten Globin und Poetin. „Zauberei ...“<br>
„Kommt mal her!“ sagte Orexin. „Ich möchte, dass ihr jemanden kennen lernt!“ Und sie schubste ihre beiden Freundinnen vor einen riesigen, runden Bildschirm. Der Bildschrim änderte sich dauernd. Er wurde größer, und dann kleiner. Und dann wieder größer. Es war wie in einem komischen Kino.<br>

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</div>

„Coooool!“ Poetin war begeistert. „Können wir einen Film sehen?“<br>
„Willkommen,“ schnaufte eine Stimme, die vom Bildschirm zu kommen schien.
„Wer redet denn da?“ fragte Poetin.<br>
„Kristallin...“<br>
„Krista wer?“<br>
„Kristallin...“<br>
Globin und Poetin gingen weiter nach vorne, um zu sehen, ob da was hinter dem Bildschirm war. „Nein, hier! Vor euch ...“ Globin zeigte auf den Bildschirm. „Ja, da!“<br>
„Vielleicht ist es ein Gespenst ...“ flüsterte Poetin.<br>
„Sei nicht dumm!“ zischte Globin.<br>
„Ich bin kein Gespenst. Ich bin durchsichtig. Das ist alles.“<br>
„Durchsichtig? Das ist alles?“ flüsterte Poetin zu Globin. „Ich will hier weg!“ Orexin fand das lustig. Die Stimme redete weiter.<br>
„Ich bin der Bildschirm, den ihr vor euch seht.“<br>
Poetin drehte sich zu Globin:“Wie kann sie der Bildschirm sein?“<br>
„Sei ruhig und hör zu!“ sagte Globin ärgerlich.<br>
„Was ihr da seht, ist kein Kinobildschirm, es ist eine Kristallinlinse. Ein Teil von Lilis Auge. Es ist wie ein Fenster.“<br>
„Normalerweise kann man durch ein Fenster durchsehen ...“ nuschelte Poetin.<br>
„Warte nur, bis du die Welt da draußen sehen kannst. Es ist genau das, was Lili im Moment sieht.“ Poetin und Globin traten nach vorne, um besser zu sehen.<br>
„Wow ...“<br>
„Und ob sie richtig sehen kann, nah oder fern, das hängt vom Bogen der Linse ab.“<br>
„Genau wie eine Fotolinse, “ fügte Poetin hinzu.<br>
„Eine was?“ fragte Globin.<br>
„Eine Fotolinse.“<br>
„Woher weißt du das?“<br>
 
„Das hab ich irgendwo gelesen.“<br>
„Wo?“<br>
„In einem Buch.“<br>
„Kannst du denn lesen?“<br>
„Hört ihr beiden nie auf, euch zu streiten?“ fragte Kristallin.<br>
„Das ist unglaublich!“ Poetin sprach weiter und beachtete Kristallin nicht. „Schaut mal! Wir sind in Lilis Schlafzimmer! Und schaut da! Da sind ihre Kommode und der Spiegel! Und da! Ihr Schrank! Und ihr Fenster! Oh! Schaut euch die Kirschbäume im Garten an! Sind die nicht toll?“<br>
„Ich hab euch ja gesagt, dass ihr das nicht verpassen wollt, oder?“ sagte Orexin.<br>
„Mann... Mir ist wieder schlecht ...“ Poetin sackte runter zum Fußboden.<br>
„Das ist ganz normal,“ sagte Kristallin. „Du musst dich nur dran gewöhnen.“<br>
Die drei Proteine bewunderten die Aussicht, als ein großes, haariges Monster mit riesigen Ohren und einen Mund voller scharfer Zähne auf sie zukam, bereit, sie zu schnappen. Globin und Orexin machten einen  Schritt zurück und fielen auf Poetin, die sich unter ihnen krümmte.
„Los, weg!“<br>
„Was war das?“<br>
„Runter von mir!“<br>
„Ha! Ha! Ha!“ lachte Kristallin. „Das ist Merlin! Lilis Katze!“<br>
Globin, Poetin und Orexin stellten sich wieder auf die Beine.<br>
„Oh...“ sagte Poetin. „Sie ist wohl auf der anderen Seite von Lilis Auge ...“<br>
„Du meine Güte! Ich hätte fast vergessen, warum wir hier sind!“ schrie Globin plötzlich. „Das war richtig lustig, Orexin. Danke! Wir kommen wieder! Versprochen! Aber jetzt musst du uns sagen, wie wir zu Lilis Knochenmark kommen. Bitte! Lili ist sehr krank ...“<br>
„Nur, wenn ihr dieses Rätsel löst...“ stichelte Orexin. Poetin und Globin sprangen sie an und waren bereit, sie zu erwürgen. „Schon gut, schon gut. Ich mach ja nur Spaß!“ lachte sie. „Okay... Dieses Knochenmark, das ihr sucht, nennt man das rote Knochenmark ...“ Globin und Poetin hörten aufmerksam zu, „... und das findet ihr in Lilis Becken.“<br>
 
„Los, Glob, wir müssen zu Lilis Becken!“ schrie Poetin.<br>
„Ich bin noch nicht fertig,“ und Orexin sprach weiter. „Ich wollte sagen, dass ihr rotes Knochenmark in Lilis Becken findet ... oder in ihren Rippen ...“<br>
„Ihren Rippen! Ihren Rippen! Komm schon, Glob!“<br>
„Ich bin immer noch nicht fertig ...“ Globin und Poetin gaben ihr Bestes, ganz ruhig zu sein. <br>
„Ich sagte... in Lilis Becken, ihren Rippen oder ihrem Brustknochen.“ Keiner sagte was. <br>„Worauf wartet ihr?“ frage Kristallin.<br>
„Oh, du bist fertig?“ fragte Poetin leicht erstaunt.<br>
Ein verzweifeltes Säufzen sickerte durch Lilis Linse.<br>
„An eurer Stelle würde ich zu Lilis Becken gehen. Da findet ihr das meiste rote Knochenmark,“ riet Orexin.<br>
„Oh nein...“ jaulte Globin, „das ist super weit weg!“<br>
„Stimmt. Aber wenn ihr Lilis Rückenmark folgt, seid ihr in null Komma nichts da!“<br>
Globin schnappte sich Poetin, „Tschüssie Orex und Kristall!“ Und sie rannten weg,<br>
„Hey!“ schrie Poetin und versuchte, mit Globin mitzukommen.<br>
„Was denn jetzt?“<br>
„Du hast gar nicht nach dem Weg gefragt!“<br>
„Keine Panik! Ich weiß, wo Lilis Rückenmark ist. Es ist nicht weit. Es ist da, wo ihr Gehirn angeschlossen ist. Wir müssen nur zurück zu ihrem Hypothalamus gehen.“<br>
„Was für’n Hippie?“<br>

<br>
<br>

<p><b>Globin und Poetin erreichten Lilis Rückenmark ganz schnell.</b><br>
„Willst du Spaß haben?“ fragte Globin begeistert. Poetin sah sie nur ausdruckslos an.<br>
„Was? Was ist los? Siehst du Lilis Rückenmark?“ Poetin nickte.<br>
„Schau hin, Es ist voller Kabel. Siehst du sie?“ Poetin nickte ein zweites Mal und blickte runter.<br>

<div class="blogimgleft">
<img src="/prolune/images/016_Lili_Die Reise_s.jpg" alt="[ Lili_Die Reise ]" width="200" height="168" border="0" />
</div>
 
„Das sind die Nervenfasern.“<br>
„Wir lassen uns doch wohl nicht an denen runter, oder, Glob?“ schluckte Poetin. „Die sind ganz schön steil...“<br>
„Ja, ganz genau! Wir können die Fasern als Seile benutzen! Das macht bestimmt viel Spaß! Eine wunderschöne Rutsche bis zu Lilis Becken. Komm schon!“<br>
„Ich mag’s nicht schnell ...“<br>
„Ha, jetzt kannst du dich dran gewöhnen!“ Globin ergriff einen Nerv und verschwand mit einem fröhlichen Kreischen. „Schnapp dir einen Nerv, Po! Du bist hier, um Lili zu retten!“<br>
Poetin machte die Augen zu, nahm sich einen Nerv und ließ sich runterrutschen, so wie Globin. Halbwegs runter fing es an, ihr zu gefallen und sie machte die Augen auf und quietschte vor Freude den Rest des Weges.<br>
„Vorsichtig!“ schrie Globin mit lauter Stimme. „Langsamer!“<br>
„Wie?“ quietschte Poetin.<br>


Aber es war schon zu spät. Poetin landete auf Globin und sie rollten sich um und brüllten vor Lachen.<br>
„Komm schon ... Es ist nicht mehr weit.“<br>
Die beiden Proteine erreichten Lilis Becken, wo sie sich durch den Knochen zwingen mussten, um ins Knochenmark zu gelangen.<br>

„Hey, ihr Knochen ist voller Löcher,“ sagte Poetin. „hast du Lust, verstecken zu spielen?“ <br>Globin schüttelte den Kopf. „Ach, bitte. Glob... Nur ein Spiel! Nur eins! Ein...“<br>
Globin lächelte nicht mehr. „Wir sind am Ziel angekommen. Ich bin so weit gekommen, wie ich kann.“<br>
„Wie meinst du das?“ fragte Poetin.<br>
„Dies ist jetzt dein Job. Deshalb hat Lili dich geschluckt.“<br>
„Oh... ich verstehe...“ Poetin zog ihre Füße entlang. „Bist du sicher, dass du nicht mit mir mitkommen wills, Glob?“<br>
Globin schüttelte den Kopf.<br>

<div class="blogimgright">
<img src="/prolune/images/028_Lili_Die Reise_s.jpg" alt="[ Lili_Die Reise ]" width="150" height="174" border="0" />
</div>

„Ich werde dich vermissen, das weißt du doch?“ Poetin wischte sich eine Träne ab.<br>
„Ich werde dich auch vermissen, Po...“ Die beiden Proteine umarmten sich herzlich.<br>
„Danke, Glob. Ohne dich hätte ich nicht hierher gefunden. Ich werde dich nie vergessen.“<br>
„Wir haben Spaß gehabt, nicht war? Sieh dir mal alle meinen blauen Flecken an!“ kicherte Globin.<br>
Poetin winkte zum Abschied und verschwand in Lilis Knochenmark. Kurz darauf hörte Globin, wie sie mit lauter Stimme schrie:“Hey! Steht auf, ihr faulen Zellen! Die Ferien sind vorbei!
Kein Ausschlafen mehr am Morgen! Es wird Zeit, dass ihr arbeitet! Ihr alle! Und du auch!“<br>
 
<br>
<br>

<p><b>Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaah….” </b> Lili gähnte und streckte sich faul auf ihrem Bett. Zum ersten Mal seit Tagen ging es ihr besser. Sie sah zum Fenster raus. Der Frühling war da. Das Tageslicht war sanft und die Blumen blühten schon im Garten unten. Merlin lag in einer sonnigen Ecke auf dem Gras. Die Vögel zwitscherten lustige Lieder. Neue Blätter wehten im morgendlichen Wind und eine Hummel flog vorbei. Irgendjemand hatte das Gartentor aufgelassen, und ... und ... was war das, was sie da auf der Mauer hüpfen sehen konnte? Lili rieb sich die Augen. Waren das etwa Globin und Poetin? Könnte das sein? Sie  stand auf aus dem Bett, um genauer zu schauen. Und lachte.</p>


<div class="blogimgcenter">
<img src="/prolune/images/018_Lili_Die Reise_s.jpg" alt="[ Lili_Die Reise ]" width="240" height="263" border="0" />
</div>


<center><p>DAS ENDE</p></center>
]]>
      
    </content>
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  <entry>
    <title>Nuit de la Science 2010: &quot;Extrêmes &amp; Limites&quot;</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://web.expasy.org/prolune/agenda/prolune000.shtml" />
    <modified>2010-03-23T14:43:03Z</modified>
    <issued>2010-03-23T15:33:05+01:00</issued>
    <id>tag:web.expasy.org,2010:/prolune//6.770</id>
    <created>2010-03-23T14:33:05Z</created>
    <summary type="text/plain">le weekend du 10 &amp; 11 juillet 2010</summary>
    <author>
      <name>Vivienne Baillie Gerritsen</name>
      
      <email>spotlight@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>agenda</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<p>La <a href="http://www.ville-ge.ch/mhs/nuit_science.php" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Nuit de la Science 2010</a> dont le thème cette année est "Extrêmes & Limites" se déroulera le weekend du 10 et 11 juillet au <a href="http://www.ville-ge.ch/mhs/adresse.php" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Musée d'Histoire des Sciences</a>. Nous y présenterons un stand!</p>]]>
      
    </content>
  </entry>
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    <title>Le Chromosome Walk s&apos;expose à Divonne-les-Bains</title>
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    <modified>2010-03-11T16:08:22Z</modified>
    <issued>2010-01-12T11:33:27+01:00</issued>
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    <created>2010-01-12T10:33:27Z</created>
    <summary type="text/plain">1er mai au 30 juin 2010</summary>
    <author>
      <name>Vivienne Baillie Gerritsen</name>
      
      <email>spotlight@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>agenda</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<p><a href="http://www.divonnelesbains.fr/3-510-Agenda-de-Divonne-Les-Bains.php?mois=5&annee=2010&" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Divonne-les-Bains</a> accueille notre exposition <a href="http://www.expasy.org/prolune/chromosomewalk/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Chromosome walk, au fil du génome humain</a> du 1er mai au 30 juin 2010 sur l'Esplanade du Lac. Le "Chromosome Walk" a été créé par l'ISB à l'occasion de son dixième anniversaire fêtée en 2008.</p>


]]>
      
    </content>
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    <title>Une exposition: Génome - Voyage au cœur du vivant</title>
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    <modified>2010-01-12T14:57:53Z</modified>
    <issued>2009-09-21T16:19:57+01:00</issued>
    <id>tag:web.expasy.org,2009:/prolune//6.752</id>
    <created>2009-09-21T14:19:57Z</created>
    <summary type="text/plain">du 13 octobre 2009 au 28 février 2010</summary>
    <author>
      <name>Vivienne Baillie Gerritsen</name>
      
      <email>spotlight@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>agenda</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<p>Une plongée au cœur du noyau de la cellule, voilà ce que propose <a href="http://www.unige.ch/450/expositions/genome.html"title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">«Génome»</a>, première exposition du genre à Genève. Pour s’immerger dans l’infiniment petit et vivre une expérience sensorielle et surprenante.

<p>Une exposition conçue par le scénographe genevois François Confino et pilotée par les scientifiques de l'UNIGE, avec la collaboration de l'Université de Lausanne, de l'EPFL et de l'Université de Neuchâtel.

<p>Sur <a href="http://www.facebook.com/pages/Geneva-Switzerland/Genome-voyage-au-coeur-du-vivant/122744818048?ref=ts"title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Facebook</a>

<p>| du 13 octobre 2009 au 10 janvier 2010 |
Ile Rousseau - Genève
Tous les jours sauf le lundi
Entrée libre ]]>
      
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>De l&apos;origine des flatulences</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://web.expasy.org/prolune/dossiers/prolune026.shtml" />
    <modified>2009-07-14T14:52:00Z</modified>
    <issued>2009-05-11T21:58:56+01:00</issued>
    <id>tag:web.expasy.org,2009:/prolune//6.737</id>
    <created>2009-05-11T19:58:56Z</created>
    <summary type="text/plain">Yaourts au bifidus, laits fermentés ou comprimés de lactase ont le vent en poupe. Aux uns on vante des vertus digestives, aux autres des bienfaits sur la santé en général. Effet de mode ? On pourrait le croire. Cependant de tels produits répondent à un réel besoin, celui d’améliorer le confort digestif et plus précisément de faciliter l’absorption du lactose – ce sucre majoritairement présent dans le lait. Avec les années, nous perdons en effet la capacité à le digérer et nous pouvons même y devenir parfois intolérants. Ce trouble alimentaire largement répandu dans le monde et connu sous le nom de ‘l’intolérance au lactose’ dépend d’une protéine spécifique : la lactase. [PDF]

</summary>
    <author>
      <name>Séverine Altairac</name>
      
      <email>prolune@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>dossiers</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<br>

<p><b>Yaourts au bifidus, laits fermentés ou comprimés de lactase ont le vent en poupe. Aux uns on vante des vertus digestives, aux autres des bienfaits sur la santé en général. Effet de mode ? On pourrait le croire. Cependant de tels produits répondent à un réel besoin, celui d’améliorer le confort digestif et plus précisément de faciliter l’absorption du lactose – ce sucre majoritairement présent dans le lait. Avec les années, nous perdons en effet la capacité à le digérer et nous pouvons même y devenir parfois intolérants. Ce trouble alimentaire largement répandu dans le monde et connu sous le nom de ‘l’intolérance au lactose’ dépend d’une protéine spécifique : la lactase. [<a href="http://www.expasy.org/prolune/pdf/prolune026_fr.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">PDF</a>] 
[<a href="http://www.expasy.org/prolune/pdf/prolune026_en.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">english</a>]</b></p>


 
<h3 class="subtitle">D’amour et de lait</h3> 

<div class="quoteleft">
«Charles Darwin aurait été intolérant au lactose.»
</div>

<p>Le propre des mammifères est d’allaiter sa progéniture. De la naissance jusqu’au sevrage, les petits se gorgent de lait et de son principal sucre : le lactose. Le lait humain est très sucré et contient 7% de lactose tandis que le lait de vache en renferme à peine 5%. Le lactose ne donne pas uniquement une saveur agréable au blanc breuvage ; il est aussi une véritable petite merveille de la nature. En effet une fois absorbé puis digéré, il fournit non seulement à l’organisme en pleine croissance une importante source d’énergie, mais il contribue aussi au développement de notre cerveau. 

<p>Pourtant, 70% de la population mondiale voit sa faculté à digérer le lactose progressivement réduire. Généralement ce changement passe inaperçu alors que pour certains, la consommation de produits laitiers prend des allures de cauchemars intestinaux. Douleurs abdominales, ballonnements, flatulences et diarrhées viennent alors hanter la digestion. C’est l’intolérance au lactose. Quels peuvent donc être les processus qui font d’un sucre aussi essentiel dans la petite enfance la cause d’un tel désordre alimentaire ?


<h3 class="subtitle">Le destin de la lactase</h3> 

<p>Le lactose est normalement digéré dans l’intestin grêle. Comment ? Les cellules qui tapissent la paroi intestinale portent à leur surface une enzyme, la lactase. Ainsi ancrée sur les cellules, la lactase est directement en contact avec les aliments. Et lorsqu’elle rencontre une molécule de lactose, elle le coupe en deux sucres plus petits – le glucose et le galactose. Le glucose est ‘brûlé’ pour produire de l’énergie tandis que le galactose devient un composant de certains lipides et protéines nécessaires, entre autres, au cerveau. 

<p>Or nous ne fabriquons pas la même quantité de lactase tout au long de notre vie. C’est à la naissance que nous en produisons le plus. Puis dès les premiers mois de vie, son taux commence à décliner pour se stabiliser à son plus faible niveau entre 3 et 5 ans – soit après le sevrage. Que nous continuons ou non à boire du lait, la chute de la lactase est inéluctable dès lors qu’elle est ordonnée et contrôlée au niveau génétique. Cette baisse de la lactase n’est absolument pas un trait propre aux humains ; nous la partageons avec les autres mammifères, du chat au chimpanzé en passant par la baleine et le lion. 

<p>Il y a cependant une exception dans la population humaine. En effet, la grande majorité des Européens du Nord conservent un taux élevé de lactase à l’âge adulte. La persistance de l’enzyme dans ces populations s’explique par des changements génétiques qui se sont faits au cours du temps et qui influencent la synthèse de la lactase. Etonnant ? Pas vraiment. Les chercheurs y voient là une simple adaptation à un régime enrichi en produits laitiers qui date d’environ 10'000 ans lorsque les premières fermes se sont développées dans cette région du globe.


<h3 class="subtitle">Du rôle des bactéries</h3> 

<div class="blogimgright" style="width:300px;">
<div style="background:#eee; padding:.5em; margin-left:5%; margin-right:5%;border:1px solid #ccc;">
<p style="text-align:center;"><strong>Les causes de l’intolérance au lactose</strong></p>
<p>Comme décrit ci-dessus, l’intolérance au lactose survient généralement suite à l’appauvrissement normal de l’intestin en lactase. Ce désordre alimentaire peut aussi être la conséquence d’une maladie ou d’une infection gastro-intestinale qui endommage la paroi de l’intestin grêle et provoque de cette manière une perte transitoire de lactase – les symptômes sont alors généralement passagers. Finalement, il existe une forme héréditaire de l’intolérance au lactose et extrêmement rare qui se manifeste dès la naissance – la lactase étant pour ainsi dire totalement absente.</p>
</div></div>

<p>Si la lactase déserte progressivement le tube digestif, que devient le lactose de notre verre de lait ? Il glisse jusque au fond de notre intestin grêle, en ressort presque intact, puis poursuit sa descente jusqu’au côlon. Là, nos hôtes les bactéries se chargent d’en venir à bout. Bon nombre d’entre elles contiennent justement de la lactase. Elles vont digérer le lactose mais pas tout à fait de la même manière que les cellules intestinales. Elles travaillent sans oxygène et transforment le lactose en gaz et petits acides gras. C’est le processus de fermentation. Finalement, ces molécules dérivées du sucre sont normalement absorbées par d’autres bactéries. Ces innombrables ouvrières exécutent leur tâche plus ou moins efficacement. Et si les gaz et les acides gras s’accumulent, les symptômes de l’intolérance au lactose peuvent se manifester. Les gaz semblent à l’origine des flatulences et des ballonnements tandis que le passage du lactose le long des intestins est lié à la libération d’eau provoquant la diarrhée. L’intensité des maux digestifs varie d’une personne à l’autre et dépend du sexe, de l’âge mais surtout de la sensibilité intestinale, de la vitesse du transit et de la quantité de lactose ingérée. 


<h3 class="subtitle">De l’origine des troubles de Darwin</h3> 

<div class="blogimgleft" style="width:212px;">
<img src="/prolune/images/prolune0509_1.jpg" height="320" width="212" />
<p><b>Fig.1</b> Portrait de Charles Darwin par George Richmond à la fin des années 1830.</p>
</div>  

<p>Le rôle de la flore intestinale dans la digestion du lactose explique l’explosion actuelle des produits laitiers traités à la lactase ou enrichis de bactéries, du genre <em>Bifidobacterium</em> ou <em>Lactobacillus</em> naturellement présentes dans les intestins. Malgré leur succès, les bienfaits des laits fermentés et des yaourts au bifidus, par exemple, restent cependant controversés. 

<p>Charles Darwin (1809-1882) n’a pas eu la chance de goûter à de tels aliments qui lui auraient sans doute rendu la vie bien plus confortable. Pendant plus de quarante ans, le père de la théorie de l’évolution a souffert de symptômes que les scientifiques pensent aujourd’hui être caractéristiques de l’intolérance au lactose. En dépit des nombreux médecins qui se sont succédés à son chevet, des régimes et des médicaments qui lui ont été conseillés, ainsi que de plusieurs séjours dans des centres de cure, aucun nom n’a pu être posé sur son mal-être. L’intolérance au lactose était encore méconnue, bien qu’Hippocrate en ait déjà décrit les maux il y a plus de 2000 ans.

<p>De nature fragile, la santé de Darwin commença à se dégrader sérieusement au retour de son voyage d’exploration à bord du Beagle en 1836. La consommation à nouveau régulière de produits laitiers expliquerait les troubles qui le dévastaient. Des crises de vomissements, des flatulences, des maux de têtes, des palpitations cardiaques, des douleurs articulaires et des tremblements le faisaient souffrir mais également une fatigue chronique et une dépression.

<div class="blogimgright" style="width:300px;">
<div style="background:#eee; padding:.5em; margin-left:5%; margin-right:5%;border:1px solid #ccc;">
<p style="text-align:center;"><strong>Extrait de <em>L’Origine des espèces</em> – Charles Darwin</strong></p>
<p>« Si au cours du temps et du fait des conditions changeantes de l’existence, les êtres vivants présentent des différences individuelles […], il serait très extraordinaire qu’il ne se soit jamais produit des variations utiles à la prospérité de chaque individu. […] Assurément les individus qui en sont l’objet auront de meilleures chances d’être préservés dans la lutte pour l’existence ; puis, en vertu du puissant principe de l’hérédité, ces individus tendront à laisser des descendants portant les mêmes caractéristiques qu’eux. J’ai donné le nom de "sélection naturelle" à ce principe de préservation.»</p>
</div></div>

<p>L’intérêt pour les causes de la mystérieuse maladie de Charles Darwin n’est pas nouveau. Au fil du 20e siècle, plus d’un scientifique s’est penché sur le Journal de santé que tenait le célèbre naturaliste et dans lequel il consignait toutes ses observations. Les uns ont suggéré une origine psychosomatique à ses troubles, les autres une maladie cardiaque, un ulcère intestinal ou encore des allergies.

<p>A parcourir la vie de Charles Darwin, on s’aperçoit que sa santé était délicate dès l’enfance. Qui plus est, plusieurs membres de sa famille étaient mal portants et ses propres enfants semblaient affectés du même mal. L’intolérance au lactose qui aurait tourmenté Darwin était-elle héréditaire ? Ce n’est pas exclu. Le rôle d’un facteur génétique n’est à ce jour pas encore clairement compris. Mais les scientifiques rendent compte d’un phénomène surprenant. Les adultes continuant à produire la lactase – résultat de changements génétiques observés en Europe du Nord – digèrent certes bien le lactose, mais sont aussi plus sensibles à une intolérance passagère en cas de stress ou lors d’une infection intestinale. Etait-ce le cas de Darwin ? Portait-il ces variations génétiques ? Seul un test ADN pourrait nous le révéler, encore faudrait-il parvenir à mettre la main sur un de ses cheveux ou un fragment de sa peau…


<h3 class="subtitle">Darwin malmené</h3> 

<div class="blogimgleft" style="width:240px;">
<img src="/prolune/images/prolune0509_2.jpg" height="320" width="240" />
<p><b>Fig.2</b> Caricature de Charles Darwin publiée le 22 mars 1871 dans The Hornet, un magazine satirique.</p>
</div>  

<p>Toute sa vie de chercheur, la santé chaotique de Charles Darwin entrava son travail et le contraignit souvent à garder le lit, loin des discussions parfois enflammées autour de sa théorie de l’évolution – publiée en 1859 dans L’Origine des espèces. Nombre de ses détracteurs pensaient à tort qu’il fuyait la critique. Confiné chez lui, il ne put participer au fameux débat de 1860 à Oxford qui opposa l’évêque Samuel Wilberforce au plus ardent défenseur de Darwin, Thomas Huxley. A la question « Descendez-vous du singe par votre grand-père ou votre grand-mère ? », Huxley aurait rétorqué « Je préfère descendre d'un singe plutôt que d'un homme instruit qui utilise sa culture et son éloquence au service du préjugé et du mensonge. ». L’idée d’organismes qui se transforment au cours du temps n’était pas nouvelle. Elle avait déjà germé dans les esprits de l’Antiquité puis du XVIIIe siècle, et le grand-père de Charles, Erasmus Darwin, en avait esquissé les premières lignes. Mais il a fallu attendre que les esprits mûrissent et que son petit fils Charles en propose un mécanisme pour que la théorie trouve des oreilles instruites et réceptives. Pourtant si la théorie de l’évolution est désormais reconnue des scientifiques, elle connaît toujours de nombreux opposants religieux tant elle soulève des questions essentielles sur l’origine de l’Homme.</p>

<h3 class="subtitle">En quête de répit</h3> 

<p>Si les critiques ne donnaient à Darwin que peu de répit, son état de santé s'améliora fortuitement suite à un régime appauvri en lait. Diminuer l'apport laitier dans l'alimentation pour alléger les symptômes peut sembler une évidence aujourd'hui mais ce ne l'était pas au XIXe siècle. L'intolérance au lactose est de nos jours bien connue des médecins, et on peut en soulager assez aisément les désagréments. Seulement voilà, traquer le lactose est devenue une tâche ardue. Ce sucre est omniprésent. Au-delà des produits laitiers, on le retrouve caché dans le pain, des médicaments, des boissons, des sauces ou certaines préparations de viande. Après l'impact de l'essor des fermes laitières, sommes-nous en passe de vivre un nouveau tournant évolutif? Les prochains millénaires le diront...</p>

<br><br>

<div class="blogfooter">
<dl>
<dt><strong>Pour en savoir plus</strong></dt>
<dd>1. <a href="http://www.sanslactose.com/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Communauté des intolérants au lactose</a></dd>
<dd>2. Charles Darwin sur <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">wikipedia</a></dd>
<dd>3. Lomer MC. et al, "Review article: lactose intolerance in clinical practice - myths and realities", Aliment Pharmacol Ther. 27(2):93-103 (2008) PMID: <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17956597?dopt=Abstract " title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">17956597</a></dd>
<dd>4. Campbell AK. and Matthews SB., "Darwin's illness revealed", Postgrad Med J. 81(954):248-51 (2005) PMID: <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15811889?dopt=Abstract " title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">15811889</a></dd>
</dl></div>

<div class="blogfooter">
<p><strong>Illustrations</strong></p>
<dd><ul>
<li>Image d'en-tête (Maternité, Mary Cassatt), Source: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cassatt_Mary_Maternite_1890.jpg
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">wikipedia</a></li>
<li>Fig.1, Source: <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Charles_Darwin_by_G._Richmond.jpg
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">wikipedia</a></li>
<li>Fig.2, Source: <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Darwin_ape.jpg
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">wikipedia</a></li>
</ul></dd>
</div>
]]>
      <![CDATA[<p><strong>Références vers <a href="http://www.uniprot.org
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">UniProtKB/Swiss-Prot</a></strong></p>
<ul class="lnk">
<li class="external">Lactase-phlorizin hydrolase (lactase), Homo sapiens (humain): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/P09848
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">P09848
</a></li>
</ul>]]>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>2nde édition de &quot;Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge&quot;</title>
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    <modified>2009-05-16T19:03:45Z</modified>
    <issued>2009-05-11T13:00:14+01:00</issued>
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    <created>2009-05-11T11:00:14Z</created>
    <summary type="text/plain">11 mai 2009</summary>
    <author>
      <name>Séverine Altairac</name>
      
      <email>prolune@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>agenda</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<p>Globine et Poïétine commencent une nouvelle vie! La seconde édition du conte scientifique <a href="http://www.expasy.org/prolune/creations/conte_2ed/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge</a>  est désormais disponible. Elle s'est enrichie d'illustrations et de dialogues pour donner encore davantage de pétillant à leurs aventures. Venez découvrir ou re-découvrir leurs péripéties dans le corps humain!


<p>Encouragée par le succès du conte, Vivienne Baillie Gerritsen, auteure de "Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge" a traduit le texte en anglais sous le titre <a href="http://www.expasy.org/prolune/creations/index.shtml" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Journey into a tiny world</a>, également disponible.</p>

]]>
      
    </content>
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    <title>Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge - 2nde éd.</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://web.expasy.org/prolune/creations/proluneconte_2ed.shtml" />
    <modified>2010-12-14T16:00:17Z</modified>
    <issued>2009-05-11T06:23:42+01:00</issued>
    <id>tag:web.expasy.org,2009:/prolune//6.735</id>
    <created>2009-05-11T04:23:42Z</created>
    <summary type="text/plain">Conte scientifique 
Un merveilleux voyage qui vous conduira jusqu&apos;au tréfonds du corps humain





« Globine et Poïétine doivent sauver la vie de la petite Lili. Mais le temps passe et la moelle rouge reste introuvable... Ce fabuleux voyage, parsemé de mille et une péripéties, t&apos;entraînera jusqu&apos;au tréfonds du corps humain. »

Texte et Illustrations: Sylvie Déthiollaz et Vivienne Baillie Gerritsen du groupe Swiss-Prot de l&apos;Institut Suisse de Bioinformatique.

Seconde édition, 2009

Pour commander un exemplaire du livre, veuillez vous adresser à prolune@isb-sib.ch sans oublier de nous indiquer vos coordonnées.
Prix: 11.50 CHF (7.60 euros)
Un aperçu du livre est disponible sur lulu.com où le livre est également en vente.





Lectures publiques:

A l&apos;occasion du téléthon, l&apos;école du Val d&apos;Arve à Carouge accueille le 4 décembre 2008 le conte interprété par la troupe des Polyssons.
En 2003, les conteurs Ariane Bourjault et Lionel Maitre incarnent une nouvelle fois les personnages de &quot;Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge&quot; à la Fondation Verdan.
Le conte a été présenté pour la première fois les 13 et 14 avril 2002 dans le cadre d&apos;une MiniU par les conteurs Ariane Bourjault et Lionel Maitre.








« Globin and Poietin set out to save Lily&apos;s life. But time is running short and they can&apos;t find the marrow... Here is the tale of their courage, fun and laughter on a journey that takes them deep into the tiniest of worlds. »

Traduction en anglais de &quot;Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge&quot; par Vivienne Baillie Gerritsen du groupe Swiss-Prot de l&apos;Institut Suisse de Bioinformatique.

Pour commander un exemplaire du livre, veuillez vous adresser à prolune@isb-sib.ch sans oublier de nous indiquer vos coordonnées.
Prix: 11.50 CHF (7.60 euros)
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Venez aussi découvrir la version pdf.

</summary>
    <author>
      <name>Séverine Altairac</name>
      
      <email>prolune@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>creations</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<p><b>Conte scientifique</b><br> 
Un merveilleux voyage qui vous conduira jusqu'au tréfonds du corps humain</p>

<p><em>« Globine et Poïétine doivent sauver la vie de la petite Lili. Mais le temps passe et la moelle rouge reste introuvable... Ce fabuleux voyage, parsemé de mille et une péripéties, t'entraînera jusqu'au tréfonds du corps humain. »</em></p>



<p><strong>Texte et Illustrations</strong>: Sylvie Déthiollaz et Vivienne Baillie Gerritsen du groupe Swiss-Prot de l'Institut Suisse de Bioinformatique.<br>
Seconde édition, 2009. <a href="http://www.expasy.org/prolune/creations/conte/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Première édition, 2003</a></p>

<div class="blogimgleft">
<img src="/prolune/images/couverture_livre_2ed.jpg" alt="[ Globine et Poïétine ]" width="220" height="222" border="0" />
</div>

<p><strong>Pour commander un exemplaire du livre signé par l'une des auteures</strong>, veuillez vous adresser à <a href="mailto:prolune@isb-sib.ch">prolune@isb-sib.ch</a> sans oublier de nous indiquer vos coordonnées.<br>
Prix: 15.00 CHF (10.00 euros)<br>
Un aperçu du livre est disponible sur <a href="http://www.lulu.com/content/paperback-book/globine-et-po%C3%AF%C3%A9tine-sur-la-piste-de-la-moelle-rouge/6405088" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">lulu.com</a> où le livre est également en vente.
<br>
<b>Version <a href="http://www.lulu.com/items/volume_66/6405000/6405088/7/print/6405088.pdf" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">pdf</a>.</b></p>
</p>

<p>Le conte a été traduit en anglais sous le titre de <b>"Journey in a tiny world"</b> par Vivienne Baillie Gerritsen du groupe Swiss-Prot de l'Institut Suisse de Bioinformatique.
<br>
Pour commander un exemplaire du livre signé par l'une des auteures, veuillez vous adresser à <a href="mailto:prolune@isb-sib.ch">prolune@isb-sib.ch</a> sans oublier de nous indiquer vos coordonnées.<br>
Prix: 15.00 CHF (10.00 euros)<br>
Un aperçu du livre est disponible sur <a href="http://www.lulu.com/content/paperback-book/journey-into-a-tiny-world/7512794" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">lulu.com</a> où le livre est également en vente.<br>
<b>Version <a href="http://www.lulu.com/items/volume_66/7512000/7512794/1/print/7512794.pdf" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">pdf</a>.</b></p>

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<p><strong>Lili va avoir dix ans.</strong> Mais cette année, la perspective de fêter son anniversaire ne la réjouit pas, car elle ne va pas bien. Pas bien du tout. Assise sur un petit muret, elle regarde ses amis jouer dans le préau de l’école. « Si ça continue comme ça, soupire-t-elle, Nicolas va réussir à battre mon record de vitesse en roller et les prouesses de Magalie à la barre fixe surpasseront bientôt les miennes. » En effet, voilà plusieurs semaines que Lili se sent très fatiguée. Mais depuis quelques jours c’est encore pire. Elle a vraiment perdu toute énergie et même sa bonne humeur s’est envolée. Lorsqu’elle se lève de son lit ou de sa chaise, la tête lui tourne et à chaque effort, son cœur s’emballe et se met à battre la chamade.


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<p>« Viens jouer Lili ! », lui lancent ses copains. Mais Lili ne peut pas. Ses jambes semblent faites de gomme. Elle a l’impression que son corps la trahit, qu’il pèse aussi lourd que… tiens, que le Mont Blanc… qu’elle arrive tout juste à apercevoir entre les toits.

<p>Tous ses sports préférés lui échappent. Et ce n’est guère plus brillant du côté de ses résultats scolaires. Ses notes sont en chute libre. Lili n’arrive plus à se concentrer. Un vrai cauchemar !

<p>Ce jour-là, lorsqu’elle rentre chez elle, Lili s’écroule sur une chaise et se met à pleurer. « Je suis si fatiguée que je n’ai plus goût à rien », se plaint-elle. La maman de Lili regarde sa fille. Ses joues sont toutes blanches, même ses taches de rousseur ont disparu. Et voilà qu’elle commence en plus à perdre l’appétit. « Nous irons voir le médecin cet après-midi, lui dit-elle. Tu commences à m’inquiéter. Ça dure depuis trop longtemps maintenant. »


<br><br><br>
<p><strong>Dans la salle d’attente, Lili est amorphe.</strong> Ses couettes, d’habitude si enjouées, semblent traîner par terre comme des limaces. Son attitude fait rire un petit garçon qui la taquine en l’imitant. Sa maman fronce les sourcils et lui glisse quelques mots sévères à l’oreille. Le garçon se remet à jouer avec sa petite voiture rouge, la mine un peu déconfite et lance de temps à autre des regards interrogateurs vers Lili. En temps normal, Lili lui aurait fait une horrible grimace, tout en lui jetant un regard noir. Mais là, sa riposte se résume à un petit froncement du nez. 


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</div>


<p>« Lili ? » Ça y est. C’est son tour. Lili se hisse sur ses jambes molles et se traîne dans la salle de consultation. « Alors ça ne va pas Lili ? lui demande le Docteur Bistorino en observant son extrême pâleur. Pendant que je t’ausculte, tu vas me raconter ce qui t’arrive. » En temps normal, il aurait été difficile d’arrêter le flot de paroles de Lili, mais là c’est à peine si quelques mots s’échappent de sa bouche. Le médecin a l’air soucieux. « Nous allons devoir faire une prise de sang pour des analyses, dit-il en s’adressant par-dessus ses lunettes à la maman de Lili, vous reviendrez demain pour les résultats. » A ces mots, Lili devient encore plus pâle, imaginant la grosse aiguille s’enfoncer dans son bras. Mais le médecin, devinant son angoisse, la rassure : « Tu verras, tu ne sentiras rien. Mon assistante est une vraie magicienne. » 

<p>Le lendemain, les résultats sont là. <br>
« Lili fait de l’anémie », annonce le médecin. Lili devient toute pâle. « Faire de l’anémie signifie que tu ne fabriques pas suffisamment de globules rouges. » Lili se tourne vers sa mère et se met à pleurer. « Ne pleure pas Lili. On va te guérir. Tes reins sont juste un peu paresseux en ce moment. <br>
— Qu’est-ce que ça a à voir avec mon sang ? renifle Lili. <br>
— Eh bien ce sont tes reins qui aident à fabriquer ton sang. <br>
— Les globules rouges ? interroge Lili en séchant ses larmes. <br>
— Oui. Tu vois, Lili, normalement ton sang est rempli de globules rouges. Et ce sont ces globules qui attrapent l’oxygène dans l’air que tu respires. L’oxygène est comme le bois que tu mets dans le feu : ça l’alimente. <br>
— Et c’est pour ça qu’on respire plus fort quand on court ? s’intéresse Lili, curieuse comme à son habitude. <br>
— Oui… C’est un peu ça. Tu as besoin de plus d’oxygène parce que ton corps travaille plus. <br>
— Mmm… ponctue Lili en se mouchant bruyamment. <br>
— Une fois que tes globules rouges ont attrapé l’oxygène, il faut ensuite l’envoyer à différentes parties de ton corps. De la tête à tes pieds. Et…<br>
— … et mes vaisseaux sanguins sont comme des autoroutes qui conduisent l’oxygène partout dans mon corps ! <br>
— Oui précisément ! s’exclame le Docteur Bistorino ravi que Lili ait compris. C’est de cette manière que l’oxygène est livré dans ton cerveau, tes muscles, ton cœur et même tes reins. <br>
— Mais… qu’est-ce qu’il fait avec tout cet oxygène mon corps ? <br>
— Comme je te l’ai dit Lili, pour nous, l’oxygène c’est comme la bûche que l’on met sur le feu. Il l’alimente. <br>
— Mais… la nourriture nous alimente aussi, observe Lili. <br>
— Oui, nous avons aussi besoin de manger. Nous avons besoin de nourriture et d’oxygène. » Lili semble satisfaite par l’explication du médecin. « Alors tu vois, si tu n’as pas suffisamment de globules rouges dans ton sang, l’oxygène que tu respires ne trouvera pas son chemin dans ton corps, et tout finira par ralentir… » 


<br><br><br>
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<img src="/prolune/images/conte_lit.jpg" height="280" width="240" />
</div>

<p><strong>Voilà deux jours que Lili est au fond de son lit.</strong> Elle ne se sent toujours pas mieux et rien ne parvient à lui arracher un sourire – ni ses amis, ni leurs cadeaux, ni même les ronronnements de Merlin, son gros matou qui ne quitte plus son lit. Elle entre et sort d’un sommeil qui n’en finit pas, peuplé de rêves où se mélangent son désir de guérir et les explications données par le Docteur Bistorino… 

<p>Lili voudrait guérir vite ! Battre Susie à l’élastique, attacher Léon au poteau du panier de basket et rigoler avec ses copines. Mais au lieu de cela, elle est au fond de son lit. Elle regarde fixement sa table de chevet sur laquelle se trouve le médicament qui attend les visites du docteur. « On ne peut pas prendre ce médicament par la bouche, lui a-t-il dit. Comme c’est une protéine, elle serait digérée dans l’estomac comme un aliment normal et ne servirait plus à rien. » Mais Lili a tellement envie de guérir qu’une idée saugrenue lui vient. Si elle avalait quand même son médicament, peut-être guérirait-elle tout de même un petit peu plus vite ? 

<p>Tout est calme dans la maison. Brusquement, Lili se redresse dans son lit, attrape le médicament et l’avale d’un coup… 


<br><br><br>
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<img src="/prolune/images/conte_estomac.jpg" height="280" width="186" />
</div>

<p><strong>La chute de Poïétine lui semble interminable.</strong> La voilà qui glisse le long d’un tube gluant, un peu mou, où il fait noir comme au fond d’un puits. Les parois de ce drôle de toboggan bougent, se contractent, cherchant à la propulser toujours plus loin. Au bout d’un moment, le tube s’élargit et Poïétine atterrit lourdement sur une sorte de replat. Un peu sonnée, elle reste sans bouger quelques secondes et observe les lieux. On dirait une sorte d’immense caverne très humide. Il y fait chaud et… beurk… ça ne sent pas très bon. « Mais où ai-je atterri ? pense Poïétine. Ce n’est pas du tout comme on me l’avait décrit. Alors quoi, non seulement le confort est zéro, mais en plus l’arrêt n’est manifestement pas le bon ! Bon, ben, ‘suis pas là pour rêvasser moi. J’ai du boulot. » Poïétine se relève péniblement, en frottant ses bosses. Mais soudain, le sol glissant se dérobe sous elle et en deux temps trois mouvements la voilà à nouveau par terre. <br>
« C’est une vraie patinoire ici ! s’exclame-t-elle furieuse. <br>
— Qui va là ? retentit une grosse voix tonitruante. <br>
— Qui va là ? Qui va là ? » répond l’écho.

<p>Puis le silence. Poïétine, surprise, n’ose bien sûr ni répondre, ni bouger et reste figée, retenant son souffle. Soudain, elle entend un son régulier. « Tchac… tchac… tchac… » Poïetine s’avance prudemment en direction du bruit qui résonne de plus en plus fort. Et là, au détour d’une bosse, apparaît de dos un imposant personnage. « Tiens, voilà quelqu’un qui pourra certainement me renseigner » pense-t-elle en s’avançant d’un pas enjoué. Mais voilà qu’elle ralentit, horrifiée par la scène qui se déroule devant elle. Une grosse protéine, toute en sueur, s’affaire autour de ce qui ressemble fort à une table de boucher. Sur celle-ci, Poïetine reconnaît Albumine ! Elle est attachée à la table ! Lili a mangé un œuf à la coque au petit déjeuner ; c’est dans le blanc de l’œuf qu’habite Albumine ! La protéine boucher tient dans sa main un hachoir qu’elle laisse tomber régulièrement sur la table, tranchant en menus morceaux la pauvre protéine ! 


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<img src="/prolune/images/conte_pepsine_dos.jpg" height="189" width="260" />
</div>


<p>Maîtrisant à grand-peine sa peur, Poïétine prend une voix aussi douce et agréable que possible pour formuler un tout petit « Bonjour... » En guise de réponse, seul un grognement émane de la bouche du boucher qui n’interrompt pas pour autant sa macabre activité. Prenant ceci pour une invitation à poursuivre, Poïetine se racle la gorge : <br>
« S’il vous plaît, pourriez-vous me dire où nous sommes ? <br>
— Mmhrrr… » grogne à nouveau le boucher à la mine patibulaire. <br>
S’ensuit un long silence. Poïétine reste plantée là, ne sachant trop si elle ferait mieux de déguerpir, tandis que le boucher continue son hachage méthodique. Finalement, Poïétine décide d’insister une dernière fois : « Hum. Je suis en mission commandée savez-vous… une mission assez importante d’ailleurs… En fait la vie de Lili en dépend… » 


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<img src="/prolune/images/conte_pepsine.jpg" height="223" width="240" />
</div>


<p>A ces mots, le boucher stoppe net son travail et se tourne vers Poïétine, son hachoir toujours à la main. Celle-ci réalise alors qu’il n’y a qu’elle, le boucher et la pauvre protéine dépecée sur la table. Elle sent une angoisse terrible la submerger et commence à reculer, soudain consciente du danger qui plane sur elle. 

<p>« Cher Monsieur, je vois que vous avez énormément de travail, je vais donc vous lais… » A cet instant, le boucher brandit très haut son hachoir prêt à le laisser tomber sur Poïétine. Celle-ci se met alors à courir dans tous les sens sans savoir où fuir, car cet affreux boucher bloque la seule issue et remonter dans le toboggan lui paraît clairement impossible. « Me cacher, je dois me cacher à tout prix ! » pense-t-elle. VLAN ! Le premier coup de hachoir tombe à quelques millimètres de Poïétine. « Visiblement, ses intentions n’ont rien d’amical ! » A peine cette réflexion faite que le deuxième coup de hachoir s’abat, puis le troisième et le quatrième. A chaque fois Poïétine les évite de justesse mais elle sent bien que l’étau se resserre et qu’elle ne pourra bientôt plus lui échapper. Le hachoir se soulève une nouvelle fois. Poïétine – acculée dans un coin – ne peut plus esquiver le coup fatal. Sa fin est proche. Elle ferme les yeux, attendant le coup de grâce… Mais soudain, quelque chose l’agrippe et la soulève au moment même où la lame va s’abattre sur elle. Poïétine ne comprend pas ce qui lui arrive. Elle traverse quelque chose d’indéfinissable et se retrouve dans une sorte de tunnel assez étroit en face d’un grand sourire : <br>
« Salut ! Moi c’est Globine ! » 


<br><br><br>
<p><strong>Devant elle se tient une protéine aux formes très arrondies.</strong><br>
« Eh bien on peut dire que tu es arrivée au bon moment ! Merci, je te dois une fière chandelle. Sans toi, à l’heure qu’il est, je serais réduite en bouillie… Mais qui était ce fou furieux ? s’enquiert Poïétine tout en se débarrassant de quelques résidus gluants. <br>


<div class="blogimgright" style="width:205px;">
<img src="/prolune/images/conte_globine_face.jpg" height="250" width="205" />
</div>


— Oh lui ? C’était Pepsine, répond Globine. C’est son boulot. Il passe sa journée à découper des bouts de nourriture. <br>
— Pourquoi ? <br>
— Il fait partie de ce qu’on appelle la digestion. Personne ne peut vivre sans lui. Lorsque les aliments arrivent dans l’estomac de Lili, c’est lui qui les hache en tout petits morceaux…<br>
— … comme pauvre Albumine…<br>
— Oui… comme Albumine… Ensuite ces petits morceaux sont envoyés vers les différentes parties du corps. <br>
— Pourquoi ? <br>
— Ils sont un peu comme des briques… » Poïétine ne comprend pas. Globine continue. « Tu vois, les petits morceaux aident à remplacer des parties du corps qui ont besoin d’être renouvelées, ou à construire de nouvelles parties. <br>
— Ah… Je vois… » Poïétine ne voit pas vraiment mais elle a d’autres chats à fouetter. Elle est encore un peu sous le choc après avoir failli être hachée menue. <br>
Globine décide de ne pas poursuivre et regarde Poïétine : « T’as vraiment eu de la chance que je passe par là. Mais t’es qui, toi ? <br>
— Je suis l’agent Poïétine. On m’a envoyée ici en mission… spéciale. » Il en faut plus pour impressionner Globine. Poïétine continue. « Je dois aller dans la moelle osseuse pour aider Lili à produire plus de globules rouges parce qu’elle n’en a pas assez. <br>
— Eh bien c’est pas trop tôt ! s’exclame Globine. Ça fait un moment que je t’attends ! Je suis ABSOLUMENT crevée ! J’ai trois fois plus de boulot qu’avant !! <br>
— Ah bon, et pourquoi ? <br>
— Tu ne me reconnais donc pas ? » répond Globine un peu vexée. Poïétine secoue la tête. « Je suis une hémoglobine. » Elle fait une pirouette devant Poïétine qui fait semblant d’être impressionnée. « Normalement, je me trouve à l’intérieur des globules rouges et c’est moi qui attrape l’oxygène dans les poumons et le distribue partout dans le corps, ajoute-t-elle fière comme un paon. Regarde ! poursuit Globine qui se tourne pour montrer son sac à dos plein d’oxygène. <br>


<div class="blogimgleft" style="width:202px;">
<img src="/prolune/images/conte_globine_dos.jpg" height="250" width="202" />
</div>


— Ouaahhhhh ! s’exclame Poïétine.
Tu en portes quatre ! C’est pas trop lourd ? <br>
— Non ! C’est léger comme l’air ! » rit Globine qui enchaîne une deuxième pirouette. Puis elle se penche vers Poïétine et lui dit sur un ton grave. « Mais t’es pas sortie de l’auberge, ma pauvre, parce que la moelle osseuse c’est pas du tout par ici. Il va falloir faire un long voyage. Oups, mais je parle, je parle, j’ai pas que ça à faire moi, faut que j’te laisse. Bon, eh bien bonne chance Poïétine ! <br>
— Eh ? Attends ! <br>
— Pourquoi ? <br>
— Tu peux pas me laisser comme ça ! <br>
— Pourquoi pas ? <br>
— Tu dois m’aider à trouver la moelle osseuse !! » s’écrie Poïétine… qui rajoute un tout petit « s’il te plaît…<br>
— Désolée ma p’tite dame, mais faudra que tu te débrouilles toute seule, mon devoir m’appelle, déclame Globine d’un air important. <br>
— Mais tu veux aider Lili. Oui ou non ? s’impatiente Poïétine. <br>
— Bien sûr que oui. Quelle question ! <br>
— Alors réfléchis deux minutes. Ton devoir est de fournir de l’oxygène. Si tu m’aides à trouver la moelle osseuse, alors je pourrai fabriquer plus de globules rouges et toi, tu pourras livrer plus d’oxygène… » Globine écoute attentivement. « Ce qui fera de toi une héroïne… renchérit malicieusement Poïétine. <br>
— Mmm, ma foi, c’est pas bête… Et tout le monde parlera de moi… Je serai invitée partout… répond Globine songeuse. Et je distribuerai des autographes… Et on parlera de moi à la télé… puis à la radio… Et je donnerai des interviews pour des magazines et des quotidiens… Et quelqu’un va bien songer à écrire ma biographie… Et…<br>
— … et si on ne se dépêche pas, Lili pourrait tomber sérieusement malade, interrompt Poïétine. <br>
— Top là, c’est parti ! Il n’y a plus de temps à perdre ! En route pour la moelle mon amie !!! » <br>
Et voilà Globine qui s’élance dans le vaisseau sanguin entraînant à sa suite Poïétine par la main. 


<br><br><br>
<p><strong>« C’est quoi ce bruit que l’on entend au loin Globine ?</strong> demande Poïétine. Il me donne la chair de poule. <br>
— Oh ça, c’est le cœur de Lili. Il marche comme une pompe et propulse le sang dans les artères et les vaisseaux sanguins. C’est grâce à lui qu’on est arrivé ici Poïétine ! Cool comme transport non ? » <br>
Poïtéine ne répond pas. Elle écoute le battement rythmique. « C’est terrifiant… » lâche-t-elle. Elle se met à trembler. <br>
« Non, c’est réconfortant, rétorque Globine. Moi, je me sens en sécurité tant que j’entends ce battement. Sans lui, il se passerait plus grand-chose par ici… Ce serait comme mort… » Globine s’assoit pour admirer la vue et écouter le bruit du sang remplir le cœur de Lili. <br>
« T’es vraiment certaine de connaître le chemin pour aller dans la moelle osseuse, Globine ? demande soudain Poïétine qui commence à douter de l’assurance de Globine. <br>
— Heu, à vrai dire, pas tout à fait, répond Globine. <br>
— Pas tout à fait ou pas du tout ? s’enquiert Poïétine. <br>
— Eh bien, je connais les os de Lili… répond Globine, mais…<br>
— Mais quoi ?! s’exclame Poïétine d’un ton brusque. <br>
— Mais… Je suis déjà passée tout près de la moelle épinière… mais j’crois pas que ce soit la même chose. » Poïétine perd son sang froid et trépigne de rage. « Tu sais, je suis encore jeune et je n’ai pas tout vu, s’excuse Globine un peu gênée. J’ai encore beaucoup à découvrir. Et le corps est un endroit vaste. Très vaste… Mais t’inquiète... » <br>
Poïétine se laisse tomber par terre et se met à bouder. <br>
« Tu sais quoi ? dit Globine après un court silence. <br>
— Quoi ? <br>
— On va aller voir ma copine Insuline du pancréas. C’est aussi une grande voyageuse. Je suis sûre qu’elle saura. »


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<p>Au moment même où Globine et Poïétine arrivent à la hauteur d’un organe en forme de virgule, une protéine saute à pieds joints dans le sang, les éclaboussant copieusement. <br>
« Beurk ! s’écrie Poïétine dégoûtée, en essuyant quelques gouttes qui ont giclé sur elle. <br>
— Eh ben bravo Insuline ! Félicitations ! Nous voilà dans un bel état maintenant ! Tu parles d’un accueil ! rouspète Globine. <br>
— Oh salut Globine, je ne vous avais pas vues. » répond Insuline faisant preuve d’une totale mauvaise foi. Elle étouffe un petit rire, pas mécontente de sa farce. <br>
« Mouais, bon, ça ira pour cette fois, grogne Globine en s’essuyant. <br>
— Oh ! Il faut bien que je m’amuse un peu. C’est pas drôle en ce moment tu sais. On manque d’oxygène par ici. Regarde mon usine, elle tourne de plus en plus mal. Je suis vraiment inquiète. Alors je me distrais comme je peux. <br>
— Eh bien justement, nous sommes là pour ça. Tiens, prends déjà cette bulle d’oxygène. Je peux pas t’en donner plus car il faut que je répartisse au mieux ma cargaison, rétorque Globine en détachant une bulle d’oxygène de son dos. Et regarde qui je t’amène… » ajoute-t-elle fièrement. Globine montre Poïétine du doigt, certaine qu’Insuline la reconnaîtra. Insuline ne réagit pas. « Poïétine… Insuline… Tu sais qui est Poïétine tout de même, non ? » Insuline secoue la tête. « Poïétine a justement été envoyée pour résoudre notre grave problème. » Insuline lève les sourcils mais reste muette. « Poïétine doit se rendre dans la moelle osseuse. Je lui ai tout de suite proposé de l’emmener, tu penses bien, mais je voulais que tu me confirmes la direction, ment effrontément Globine. <br>
— Quel culot, murmure Poïétine. Elle manque pas d’air ! <br>
— Elle s’appelle Insuline ! IN-SU-LINE… ! répète lentement Insuline, en faisant une révérence. Je suis la molécule qui récupère le sucre qui se trouve dans le sang. Je suis donc ES-SEN-TIELLE ! » déclame Insuline fièrement. <br>
Poïétine commence à perdre patience. Ces présentations lui semblent interminables. <br>
Globine essaie de calmer Poïétine : « Poïétine… souffle Globine. Sois patiente ! Elle est pompeuse mais elle nous dira où trouver la moelle osseuse… » Globine se tourne vers Insuline et lui livre un de ses plus beaux sourires. <br>
« Et une fois que Lili a avalé le sucre, poursuit Insuline, il va directement de l’estomac dans le sang. Et mon rôle est d’ouvrir des portes qui laisseront passer le sucre dans le foie, les muscles et tous les tissus où se trouve la graisse…<br>
— On doit vraiment écouter tout ça ? » grommelle Poïétine qui bâille d’ennui. <br>
Globine lui fait signe que oui : « Attends un peu… Elle parle toujours autant… » chuchote-t-elle. Insuline s’impatiente. Poïétine soupire. <br>
« Le sucre, continue Insuline, sera par la suite brûlé pour fournir l’énergie dont le corps a besoin… ou… ajoute-t-elle de manière théâtrale, il sera stocké en attendant d’être utilisé plus tard. Déjà entendu parler du diabète ? renifle-t-elle. <br>
— Non. Non, je n’ai jamais entendu parler du diabète. Et je ne suis pas sûre de vouloir en entendre parler non plus, répond Poïétine hâtivement en tirant Globine par le bras. Il faut vraiment y aller maintenant…<br>
— Bon, poursuit Insuline tout en ignorant Poïétine à nouveau, eh bien… le diabète est une maladie qui se produit lorsqu’il y a trop de sucre dans le sang. <br>
— Pourquoi ? Ça t’arrive de perdre les clefs des portes ? » ironise Poïétine. <br>
Insuline ignore le commentaire, fait une pause, nettoie un de ses ongles puis clame : « Bon. C’est quelle moelle osseuse que vous cherchez ? De la moelle osseuse il y en a dans tous les os, dit-elle d’un ton dédaigneux. Et de toute façon, depuis ici c’est très difficile d’en expliquer le chemin. Je vous accompagnerais bien, mais ce n’est pas du tout sur ma route, ajoute-t-elle froidement. Vous feriez bien de commencer par remonter vers le cœur ; lui, il pourra certainement vous expédier au bon endroit. <br>
— Ok. Alors allons-y. Nous n’avons plus de temps à perdre. Salut ! conclut sèchement Poïétine tirant à nouveau Globine par le bras, exaspérée. <br>
— Attends Poïétine, c’est pas dans ce sens ! s’écrie Globine. Cette fois nous devons prendre une veine. Seules les veines ramènent le sang vers le cœur. Si nous prenons une artère nous allons nous épuiser à nager à contre-courant ! <br>
— C’est un vrai labyrinthe, s’exclame Poïétine. Comment fais-tu pour t’y retrouver ? <br>
— Question d’habitude, se vante Globine qui roule à nouveau des mécaniques. Oh et puis zut, cette fois on va prendre le bus, ajoute-t-elle oubliant brusquement ses allures de gros dur. Il n’y en a pas beaucoup en ce moment, mais ça vaut le coup d’attendre un peu. » Et Globine emmène Poïétine vers un arrêt de globules rouges. « Faut pas en vouloir à Insuline, dit Globine. Tu sais, en ce moment tout le monde est un peu sur les nerfs. »

<p>Poïétine bricole avec quelque chose de gluant qu’elle vient de trouver sur sa jambe. Elle le roule en une toute petite boule et l’envoie d’une chiquenaude sur Globine. Globine lui file une tape amicale. Les deux protéines s’assoient en attendant le prochain globule. Au bout de quelques longues minutes, un globule s’arrête près des deux protéines qui grimpent et s’installent dans le creux de son dos. <br>
« Tiens-toi bien Poïétine ! Prochain arrêt : le cœur ! »


<br><br><br>
<p><strong>Plus les deux copines s’approchent du cœur,</strong> plus les battements deviennent assourdissants. « Attention Poïétine, on arrive ! » crie Globine. Ah ça oui, Poïétine sent bien qu’elles arrivent. Elle a l’impression d’être à l’intérieur d’une cloche ! Elle tremble de partout. Les battements du cœur sont maintenant presque insupportables. 


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<p>« Dis, tu n’aurais pas des boules quiès ? hurle Poïétine à Globine. On s’entend même plus penser ici. On se croir… » Mais le spectacle grandiose qui apparaît soudain devant elle l’interrompt, la laissant bouche bée. « C’est magnifique… s’émerveille Poïétine dans un murmure bien sûr totalement inaudible pour sa voisine. On dirait une cathédrale. » Elle en a même oublié le vacarme infernal qui règne à cet endroit. Elles descendent du globule rouge. Au-dessus d’elles s’élève en effet une sorte d’immense dôme agité de battements réguliers. De longs piliers s’élancent un peu partout et des cordages, qui se rassemblent vers le sommet du dôme, donnent à l’endroit un caractère majestueux, grandiose. 

<p>« Qui est là ?! » hurlent deux voix à l’unisson – une voix haute et une voix basse, ce qui forme un duo plutôt étrange. Poïétine et Globine aperçoivent deux protéines qui glissent le long d’une colonne pour les rejoindre. Une longue et une courte. L’une d’elles – la plus élancée des deux – atterrit sur le pied de Globine qui hurle de douleur. <br>
« Aïe ! Mais tu peux pas faire un peu attention Myosine ?! C’est pas croyable ça ! rouspète-t-elle. <br>
— Tu les connais ? demande Poïétine étonnée. <br>
— Bien sûr, répond Globine qui s’est assise et masse son pied. Elle, continue Globine en montrant du doigt la protéine élancée, c’est Myosine. Et Actine est sa cousine. » <br>
Poïétine se tait un moment, visiblement sous le charme de la jolie petite protéine toute ronde. <br>
« On ne se quitte jamais ! s’exclament Actine et Myosine en chœur. <br>
— Jamais ? » répète Poiétine. <br>


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Actine et Myosine hochent vigoureusement la tête. <br>
« Elles travaillent ensemble, explique Globine. Actine et Myosine vivent toutes les deux dans le coeur de Lili. Elles appartiennent au muscle qui le fait battre, et qui propulse le sang dans les artères. <br>
— Oh… dit Poïétine apparemment déçue. <br>
— Ça va pas ? T’as l’air triste tout d’un coup, lui demande Globine. <br>
— … C’est rien… » Poïétine s’assoit et se met à faire des petites boules avec quelque chose de gluant. <br>
« Globine ? s’enquiert Myosine. <br>
— Mmm ? répond Globine distraite, un peu inquiète pour Poïétine. <br>
— T’aurais pas une bulle d’oxygène ? <br>
— Ouaip ! s’exclame Globine. <br>
— Oh chic alors ! Regarde comme le cœur de Lili bat avec peine. » En effet, chaque battement semble un vrai supplice. « Le sang va bientôt faire du surplace si ça continue ! <br>


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— Oh, tu exagères toujours Myosine. Ce que tu es pessimiste ! lui lance Globine. Tu veux donc nous démoraliser ? <br>
— Non, pas du tout. Mais t’as pas remarqué que les globules rouges arrivent partout avec du retard ? Vous avez dû attendre combien de temps pour un globule rouge hein ? Il était à l’heure ? riposte Myosine. <br>
— Bien sûr… rétorque Globine avec une mauvaise foi évidente en lui tendant une bulle d’oxygène. Pas vrai Poïétine ? Hein dis Poïétine ? répète Globine en se tournant vers sa compagne silencieuse. On n’a pas attendu longtemps, hein dis ? » Poïétine ne sait quoi répondre. Il lui semble qu’elles ont dû attendre des heures avant qu’un globule rouge n’arrive. « En fait, Poïétine et moi avons même pu prendre un globule avant l’heure, n’est-ce pas ? » poursuit Globine en refilant de l’oxygène à Myosine. <br>
Figée d’incrédulité par la mauvaise foi de Globine, Poïétine ne pipe mot et se tourne vers Myosine : « Myosine…<br>
— Ouais ? <br>
— … nous sommes à la recherche d’une moelle osseuse qui produit des globules rouges. Sais-tu où nous pourrions trouver ça ? » <br>
Ni Myosine, ni Actine n’en ont la moindre idée, mais elles leur proposent de prendre l’aorte, puis l’artère carotide qui les mènera jusqu’au cerveau. Là, certainement, on pourra les renseigner. « S’il y en a un qui sait tout, c’est bien le cerveau ! » s’exclament en cœur les deux inséparables. <br>

<p>« Passez par là. » Myosine indique un passage qui ressemble aux battants d’une porte. Mais avant qu’elles n’aient le temps de réagir, une vague de globules rouges plus importante que les autres arrive à toute vitesse. Myosine et Actine ont la présence d’esprit de s’accrocher aux colonnes alors que Globine et Poïétine sont violemment emportées par le flot rugissant. Dans ce vacarme, elles distinguent à peine la voix de Myosine qui hurle « Laissez-vous porter par la vague ! »


<br><br><br>
<p><strong>Elles réussissent avec peine à s’agripper à un globule rouge,</strong> s’assoient dessus tant bien que mal, puis se laissent à nouveau porter par le courant. <br>
« Alors ? lance Globine. <br>
— Alors quoi ? demande Poïétine. <br>
— Ben que penses-tu de ce moyen de transport ? Plutôt confortable non ? <br>
— Je suppose que oui… euh… j’ai un peu le mal de globule…<br>
— Faut juste que tu t’y habitues. » Globine s’étire et se détend. « Confortable aussi… rajoute-t-elle en bâillant. Un petit somme ? Hein ? » <br>
Poïétine, toujours pâle, hoche la tête docilement. <br>
« Attention Globine ! hurle Poïétine. <br>
— Quoi ?! » <br>

<p>Leur globule approche à vive allure d’un embranchement en forme de Y d’où part un petit vaisseau secondaire. BAMMM !!! Et avant que les deux copines n’aient le temps de comprendre ce qui leur arrive, leur embarcation percute de plein fouet l’embranchement. Globine réussit à se cramponner au globule, tandis que Poïétine est éjectée sur la gauche. Happée par un tourbillon, elle disparaît quelques instants avant de réapparaître un peu plus loin dans le petit vaisseau, emportée par le courant. Globine – toujours sur le globule – s’est quant à elle engagée dans le vaisseau principal. Paniquée, elle se met à courir en arrière – sautant de globule en globule – pour retourner là où Poïétine a disparu. Essoufflée, elle arrive au niveau de l’embranchement où règne un fort courant. Au prix d’un effort surprotéine, elle réussit à se hisser de l’autre côté et se laisse emporter à son tour dans le petit vaisseau. 

<p>Un bruit – témoignant d’une grande effervescence – se fait entendre au loin. « Oh… pense Globine, … ça ne me dit rien qui vaille. » Elle entend ensuite la voix de Poïétine : « Par ici ! Je suis là ! » Puis elle l’aperçoit dans une lumière aveuglante. 

<p>« C’est bien ce que je pensais, il y a des travaux en cours par ici. » dit Globine tout en rejoignant Poïétine. Cette dernière est assise sur quelque chose d’un peu mou et rose. Sous ses pieds s’ouvre une sorte de crevasse et autour d’elle s’élèvent ce qui ressemble à des milliers d’arbres qui se balancent dans une petite brise. <br>
« Regarde comme c’est beau Globine, s’exclame Poïétine émerveillée. <br>
— Ouaip… Y a une brise froide aussi… Mais vaudrait mieux pas traîner ici, rétorque Globine. <br>
— Ah? Pourqu… » Poïétine est interrompue par une voix menaçante qui se fait entendre derrière elles. <br>
« Bougez-vous d’là vous deux ! Ce n’est pas une aire de repos ici ! C’est un chantier. On est en pleins travaux. <br>
— Qui… ? chuchote Poïétine effrayée. <br>
— Tais-toi et cours ! siffle Globine. Y a pas de temps pour des questions ! » Poïétine, figée de peur, reste immobile. Un géant, de trois fois leur taille, fond sur elles à grands pas. « Bouge-toi Poétine ! s’époumone Globine. C’est Collagène ! Et il a très très très mauvais caractère celui-là. <br>
—	Mais pourquoi ? demande Poïétine. On le gêne ? <br>


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— Ben plutôt… T’as pas encore compris ? Nous sommes au bord d’une plaie ! » Poïétine bondit sur ses pieds. Dégoûtée. « C’est pour ça qu’il y a cette lumière. On est à l’extérieur !! <br>
— Ouah… Cool…<br>
— Ouais cool peut-être… mais c’est dangereux… explique Globine. <br>
— Et ces pylônes là, c’est quoi ? s’informe Poïétine, ignorant toujours les mises en garde de Globine. <br>
— C’est pas des pylônes… c’est des poils. Et ça… » Globine caresse le coussin tout souple sur lequel elles sont assises. « … c’est la peau. <br>
— Oooooh… C’est doux… J’aimerais bien être faite de peau moi aussi, soupire Poïétine. <br>
— C’est doux parce que c’est la peau de Lili. Toutes les peaux ne sont pas douces comme la sienne. <br>
— Oh ? <br>
— Non. <br>
— Qui a une peau moins douce alors ? <br>
— Un éléphant par exemple. Ou même la maman de Lili. Plus tu vieillis, moins ta peau est douce. Et ne mentionnons pas les rides…<br>
— Les rides ? <br>
— Ouais. Les rides. C’est comme des tranchées qui sillonnent la peau. Ne te perds jamais dans une ride Poïétine, tu n’en sortiras jamais. <br>
— Je vois… » Poïétine ne voit rien du tout. «  Et Collagène alors ? Qu’est-ce qu’il fait ici ? <br>
— Eh bien c’est grâce à Collagène que la peau de Lili est forte et résistante. Lorsqu’un trou se forme dans sa peau…<br>
— Un trou ? Pourquoi ferait-elle un trou dans sa peau ? <br>
— Elle ne le fait pas exprès ! Mais lorsqu’elle tombe de son vélo et s’écorche le genou par exemple, il se forme une blessure qu’il faut vite réparer. <br>
— Pourquoi ? » <br>
Globine lève les yeux au ciel : « Si la blessure n’est pas réparée, trop de sang en coulera. <br>
— Ah… Alors la peau de Lili est là pour éviter que le sang sorte ? <br>
— Pas seulement… La peau évite de laisser entrer des petites bêtes, comme les bactéries qui adorent infecter le sang. Et des bactéries, il y en a des milliers qui vivent sur la peau ! <br>
— Beurck ! <br>
— Tant qu’elles restent à l’extérieur ce n’est pas grave, mais si elles pénètrent dans le corps, Lili peut tomber très malade. C’est pour ça qu’il faut fermer le trou aussi rapidement que possible. <br>
— Je vois… » Poïétine lève la tête. «  Je vois aussi Collagène… » Le géant est arrivé à leur hauteur. <br>
« Allez oust, du balai vous deux ! A moins que vous ne vouliez vous retrouver figées sur place ! tonne Collagène d’une voix bourrue. <br>
— Oh non ! Par la grâce d’une protéine ! Non ! » hurle Globine brusquement horrifiée. Elle se lève aussitôt et tire précipitamment Poïétine par le bras. « Allons-nous en vite Poïétine ou alors nous serons prises dans une croûte ! <br>
— Je sais que ce n’est peut-être pas le bon moment de demander… chuchote Poïétine. <br>
— Demander quoi !!! s’impatiente d’un ton brusque Globine. <br>
— Demander à Collagène le chemin qui nous amènerait au cerveau de Lili… » <br>
Globine se tourne vers Collagène : « Aide-nous Collagène ! S’il te plaît ! » Collagène soulève les deux protéines et les propulse puissamment dans un autre vaisseau sanguin. 

<p>« Ouf ! On a eu chaud ! Il s’en est fallu de peu pour que nous nous soyons retrouvées prisonnières ! souffle Globine en s’essuyant le front. <br>
— Comment ça ? Je ne comprends pas, demande Poïétine. <br>
— Y a-t-il seulement quelque chose que tu comprennes Poïétine ? gémit Globine. Est-ce qu’on t’a appris quelque chose dans ta vie? <br>
— Oui. Mais pas ce qu’on t’a appris. C’est tout, rétorque Poïétine vexée. <br>
— C’est vrai ce que tu viens de dire… dit pensivement Globine. Et bien vois-tu, lorsqu’il y a une blessure dans la peau, non seulement faut-il que la peau guérisse mais il faut aussi que le sang coagule rapidement sinon Lili en perdrait beaucoup trop. <br>
— Et ça veut dire quoi cogule ? <br>
— Pas ‘cogule’ bécasse… ‘coagule’… C’est quand le sang devient dur et forme une sorte de bouchon. De cette manière, le sang ne peut plus sortir par la blessure. <br>
— Et comment est-ce que le sang… ca… gole… ? <br>
— La coagulation, c’est comme un immense filet qui se forme dans le sang, et qui attrape tous les globules rouges. <br>
— Et il sort d’où ce filet ? <br>
— Oh, c’est Fibrine qui tisse les filets. Et si nous étions restées là-bas, nous aussi nous aurions été prises dans les mailles. <br>
— Et nous n’aurions jamais réussi à nous en échapper ! <br>
— Non. Jamais. » Globine, devenue soudainement silencieuse, laisse passer quelques instants. « Ça donne la chair de poule, non ? <br>
— Poulpe ? répète Poïétine. <br>
— Oh, t’occupes, poursuit Globine irritée. <br>
— Dis-donc, quelle aventure… Tu crois qu’on y arrivera Globine ? s’inquiète Poïétine qui commence à perdre confiance. <br>
— Je sais pas, répond Globine un peu défaite. Nous n’avons même pas eu le temps de demander à Collagène le chemin de la moelle osseuse. <br>
— Alors nous allons où maintenant ? murmure Poïétine. <br>
— Si nous continuons dans cette direction, dit Globine, … nous devrions bientôt arriver dans le cerveau de Lili. Là-bas, on devrait pouvoir nous renseigner. C’est tout de même le meilleur centre d’information. » <br>
Poïétine acquiesce et les deux protéines reprennent leur chemin en direction du cerveau, pensives et silencieuses. 


<br><br><br>
<p><strong>Quelques instants plus tard, elles entendent un coup de sifflet strident.</strong> Elles se retournent mais n’ont pas le temps de s’écarter et sont bousculées par un escadron de protéines visiblement à la poursuite d’un individu qui ressemble un peu à un oursin. 


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<p>« C’était quoi ça !? hurle Poïétine plaquée contre la paroi du vaisseau sanguin, encore sous le choc. <br>
— Des Immunoglobulines. » lui répond Globine sur le ton de quelqu’un qui en a déjà vu d’autres. Elle plaque sa main contre la bouche de Poïétine. « Et n’essaie même pas de le prononcer ce mot-là… » Poiétine secoue la tête. « Elles pourchassent la petite boule avec les pics, poursuit Globine. <br>
— Pourquoi ? <br>
— Parce qu’elles sont chargées de défendre le corps contre les virus et les bactéries. <br>
— Ces bêtes qui entrent dans le corps de Lili lorsqu’elle est blessée ? <br>
— Oui… Mais il y en a qui entrent par d’autres moyens. Le nez par exemple. Cette petite boule punk qui vient de passer est le virus de la grippe. Rien de bien grave… Mais il vaut mieux qu’elles le rattrapent, il ne manquerait plus que Lili tombe malade. <br>
— C’est fou, je ne savais pas qu’il y avait autant de protéines différentes ! remarque Poïétine. <br>
— Oh, mais tu n’as encore rien vu. Il y en a des milliers et des milliers et des milliers ! <br>
— Des milliers ? <br>
— Ouaip… Des milliers… Chez Lili, sa mère, toutes les personnes qu’elle connaît…<br>
— Tout le monde alors ? Est-ce que tout le monde a des milliers de protéines ? <br>
— Oui. Mais il y en a aussi dans les animaux, dans les plantes, rajoute Globine. Et elles ne se ressemblent pas. Elles ont des tailles et des formes différentes et elles font un tas de trucs différents aussi. Nous formons une très très grande famille, tu sais…, ponctue fièrement Globine. <br>
— Quoi ? On est tous cousins alors ? crie Poïétine, terrifiée. <br>
— Euh… Pas vraiment cousins… Mais nous sommes toutes faites à partir de la même chose. <br>
— Chose ? <br>
— Oui. Chose. <br>
— Quel genre de chose ? s’obstine Poïétine qui veut une meilleure explication. <br>
— Tu veux vraiment savoir ? <br>
— Oui. Il est dans mon bon droit de savoir, non ? <br>
— Moi, j’ai de la peine à croire que tu es arrivée jusqu’ici avec le peu que tu sais…<br>
— Tu ne m’as toujours pas dit de quoi nous sommes faites, reprend Poïétine ignorant la remarque désobligeante de Globine. <br>
— Tu ne veux pas le savoir. Crois-moi Poïétine. <br>
— Si. J’attends…<br>
— OK. D’acides aminés. <br>
— Quoi ? <br>
— Je te l’ai dit. <br>
— Tu m’as dit quoi ? <br>
— Que tu ne voulais pas le savoir. <br>
— Que je ne voulais pas savoir quoi ? <br>
— Arrête ton cirque ! C’est fou ce que tu es têtue ! trépigne Globine irritée. <br>
— OK. D’accord. Nous sommes faites d’acides imanés. <br>
— On dit ‘acides aminés’. <br>
— C’est ce que j’ai dit. D’acides aimés. Et je ne vais pas te demander ce que c’est… mais je veux savoir où toutes ces protéines sont fabriquées…<br>
— Dans les cellules de Lili. <br>
—	C’est quoi une cellule ? » <br>


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<img src="/prolune/images/conte_cellule.jpg" height="136" width="219" />
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Démoralisée, Globine empoigne Poïétine par le bras : « Eh bien, t’as pas été très bien formée pour ta mission, hein ? Tu parles d’un agent. C’est pas vraiment 007 !! Viens Poïétine, remontons sur un globule, ensuite je t’explique. » Une fois installées, Globine continue. « OK. Alors tu vois, tous les organes de Lili – comme son cœur, ses reins, son foie etc. – sont faits de cellules. Les cellules sont un peu au corps ce que les briques sont à une maison. Même le sang contient des cellules. Tu vois ce globule rouge sur lequel on est assises, eh bien c’est aussi une cellule. » Poïétine écoute attentivement. « Dans chaque cellule, il y a des machines qui permettent de fabriquer des protéines. <br>
— Mais comment est-ce que les machines savent quelles protéines elles doivent fabriquer ? interrompt Poïétine. <br>
— J’y arrive, dit Globine essayant de garder son calme. Chaque machine suit des recettes qui sont écrites dans une sorte de grand livre qu’on appelle l’ADN. <br>
— ADN ? <br>
— Oui… l’ADN… T’as déjà entendu parler de l’ADN… » Poïétine secoue la tête. « Bon. On va prendre un exemple concret. Toi, t’es une protéine. Oui ? » Poïétine hoche la tête. « Et tu es fabriquée dans les reins de Lili. Jusque là, tu me suis ? » Poïétine hoche à nouveau la tête. « Le problème est que chez Lili, ses reins sont abîmés et ne te produisent plus assez. C’est pour ça qu’elle t’a avalée. » Poïétine semble contrariée. « Tu étais dans le médicament que Lili a avalé. Tu te souviens ? <br>
— Ah oui ! Elle devait me prendre en tant que médicament puisqu’elle n’arrive pas à me fabriquer pour le moment ! <br>
— Oui ! <br>
— Maintenant je comprends… Je savais que je devais atteindre la moelle osseuse. Je savais que je devais aider Lili à fabriquer des globules rouges. Mais je ne savais pas exactement comment m’y prendre…<br>
— Ben, elle n’en a pas assez en ce moment…<br>
— Pourquoi penses-tu qu’ils m’aient envoyée ? interrompt Poïétine. <br>
— Le seul hic, c’est que les globules rouges ne vivent pas très longtemps. Il faut alors les remplacer. <br>
— Ah… voilà pourquoi… » Poïétine commence à comprendre non seulement la véritable raison de sa mission mais aussi le sens de son existence. <br>
« Oui. Ta mission est de trouver…<br>
— … les cellules souches dans la moelle osseuse de Lili… interrompt Poïétine, … qui se multiplient pour devenir des globules rouges du sang. <br>
— Précisément. Pfuii… J’pensais que tu ne comprendrais jamais… Chez Lili, ces cellules souches sont un peu comme endormies. Et ton rôle à toi Poïétine, c’est de les réveiller. <br>
— Oui, oui, bien sûr… » s’exclame Poïétine d’un air entendu.


<br><br><br>
<p><strong>« Qu’est-ce que c’est tranquille par ici,</strong> remarque Poïétine. Où sommes-nous ? <br>
— Nous arrivons à proximité de l’hypothalamus… chuchote Globine. <br>
— L’hippo quoi ? <br>
— L’hypothalamus. C’est une partie du cerveau de Lili. <br>
— Pourquoi c’est tellement silencieux ici ? <br>
— Elle doit être en train de dormir. L’hypothalamus est une partie très importante du cerveau. <br>
— Pas étonnant avec un nom comme ça…<br>
— C’est la partie du cerveau qui lui dit quand elle est fatiguée, ou quand elle a faim. Il peut même lui dire quand elle est heureuse ou triste. <br>
— Eh ben, pour un truc si important ça paie pas de mine, remarque Poïétine. On dirait un chou-fleur ! <br>
— Tiens ! Voilà justement Orexine ! C’est une des protéines qui s’occupent du sommeil et de l’appétit de Lili. Oooho, Orexine ! » Globine fait de grands signes pour attirer son attention. <br>


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Une minuscule protéine coiffée d’un bonnet de nuit se relève en bâillant : « Ouais ? C’est à quel sujet ? répond-elle, à moitié endormie. <br>
— C’est moi Globine. T’as pas autre chose à faire que de dormir ? Ça fait mauvaise impression devant les visiteurs. <br>
— Les visiteurs, quels visiteurs ? Et puis d’abord, c’est pas ma faute. J’attends des renforts. Il se passe plus grand-chose par ici. En attendant, j’ai pensé faire un petit soooooooooooooooomme… » bâille-t-elle. Son bonnet de nuit glisse devant ses yeux et elle éternue bruyamment. <br>
« Santé ! offre Poïétine sur un ton enjoué. <br>
— Mmm… » Orexine ignore Poïétine qui pousse Globine pour attirer son attention. Globine se tourne pour la gronder lorsqu’ Orexine demande : « Est-ce que quelqu’un sait pourquoi Lili tourne au ralenti ? <br>
— Elle est anémique… répond Globine le dos tourné vers Orexine et en lançant un regard noir à Poïétine. <br>
— Ça veut dire que son corps est fatigué ! C’est pour ça qu’elle dort tellement ! » intervient Poïétine par-dessus les épaules de Globine. <br>
Globine se tourne à nouveau vers Orexine : « Ceci, annonce-t-elle, est Poïétine… » Puis elle fait un pas de côté pour révéler Poïétine. Orexine jette un regard nonchalant par-dessus l’épaule de Globine « … et elle cherche la moelle osseuse qui produit les globules rouges. » <br>
Poïétine hoche la tête vigoureusement : « Oui. Et vous qui vous vantez de toujours tout savoir dans le cerveau, vous n’auriez pas une idée de l’endroit où on pourrait trouver ça ? » <br>
Globine pince Poïétine : « Ce qu’elle voulait vraiment dire est qu’elle pensait que tu pourrais nous aider à trouver la moelle osseuse puisque tu sais beaucoup de choses sur beaucoup de choses…<br>
— Pfff, bien sûr que je le sais, répond Orexine d’un ton hautain. Pour qui me prends-tu ? » Puis elle laisse échapper un large bâillement, ajuste son bonnet et regarde les deux protéines droit dans les yeux avec un air malicieux. « Mais je vous le dirai seulement si vous me laissez vous montrer quelque chose. <br>
— Oooooooooooooooooh noooooooooooooooooooon ! Nous n’avons pas le temps, vraiment, répondent de concert Globine et Poïétine. Il faut nous le dire tout de suite. <br>
— Non, répond catégoriquement Orexine en croisant les bras et en secouant énergiquement la tête les sachant à sa merci. C’est à prendre ou à laisser. » Et elle se réinstalle à l’horizontal, en tirant son bonnet de nuit plus bas. <br>
Globine et Poïétine sont furieuses. <br>
« Non, mais j’en reviens pas ! tempête Poïétine. C’est quoi cette protéine ? Je vais lui flanquer une baffe moi si elle continue ! » <br>
Globine, aussi hors d’elle, fait les cent pas en se tenant la tête et en murmurant : « C’est pas possible, elle m’aura tout fait. Quelle honte ! Ça doit être sa fonction qui lui monte à la tête. Elle a besoin de contrôler tout le monde … Bon d’accord, tu as gagné ! finit-elle par lancer à l’attention d’Orexine. Montre-nous ce que tu veux et ensuite promets-nous de nous diriger dans la bonne direction. » <br>
Satisfaite, Orexine saute sur ses pieds et son visage s’illumine d’un large sourire. « Vous verrez, vous ne le regretterez pas ! C’est magique ce que je vais vous montrer là ! leur dit-elle tout excitée. Et c’est pas très loin. » 


<br><br><br>
<p><strong>Les trois protéines s’engagent dans les méandres du cerveau.</strong> « Faites attention à ne pas vous faire électrocuter, il y a de l’électricité qui passe par ici. » Orexine les amène à l’entrée d’un tunnel étroit au bout duquel on aperçoit une lumière. « Voici le nerf optique, en le suivant nous pourrons atteindre l’œil. Allons-y, je vais vous montrer quelque chose d’étonnant. » 

<p>Une fois dans l’œil, Globine et Poïetine ont le souffle coupé. « Ouahou ! C’est géant cet endroit ! » Elles se trouvent dans une cavité énorme, toute ronde. « Venez voir par là ! » crie Orexine, excitée. « Je voudrais vous présenter quelqu’un ! » Orexine les amène tout près d’une sorte d’écran rond qui change constamment de taille. Devenant tantôt grand, tantôt petit. On se croirait dans une étrange salle de cinéma. 


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<p>« Coooooool…. » Poïétine n’en revient pas. « On peut voir un film ? <br>
— Je vous souhaite la bienvenue, dit une voix douce et aérienne qui semble sortir de l’écran. <br>
— Mais qui parle ? s’enquiert Poïétine tout étonnée. <br>
— Cristalline. <br>
— Cristaqui ? <br>
— Cristalline… » <br>
Globine et Poïétine se regardent éberluées, n’y comprenant rien. Elles s’avancent vers l’écran pour voir s’il y a quelque chose derrière. <br>
« C’est peut-être un fantôme, dit Globine peu rassurée. <br>
— Arrête Globine, tu me fiches la trouille ! répond Poïétine qui commence à trembler comme une feuille. <br>
— Mais non, je ne suis pas un fantôme. Je suis transparente. C’est tout. <br>
— Transparente ? C’est tout ? chuchote Poïétine à Globine. Au secours ! Je m’en vais ! » Orexine les regarde, amusée. <br>
« C’est moi qui forme l’écran qui est devant vous, poursuit la voix. <br>
— Comment peut-elle être l’écran ? interroge Poïétine en se tournant vers Globine. <br>
— Tais-toi et écoute-la, veux-tu Poïétine ? dit Globine. <br>
— Ce n’est pas un écran de cinéma que vous voyez mais ce qu’on appelle le cristallin. C’est une partie de l’œil de Lili. C’est une sorte de vitre. <br>
— D’habitude on peut voir à travers une vitre… grommelle Poïétine. <br>
— Ce que vous voyez derrière, c’est le monde extérieur, c’est ce que regarde Lili en ce moment. <br>
Globine et Poïétine s’avancent encore pour mieux voir : « Ouaah ! <br>
— Et selon la courbure que prend le cristallin, Lili peut voir net tout près ou bien très loin. <br>
— Comme la lentille d’un appareil photo, remarque Poïétine. <br>
— Et comment tu sais ça, toi ? <br>
— Je l’ai lu. <br>
— Où ? <br>
— Dans un livre. <br>
— Tu sais lire ? <br>
— Vous ne vous arrêtez donc jamais vous deux ? demande Cristalline. <br>
— C’est vraiment incroyable ! s’émerveille Poïétine ignorant Cristalline. Regardez ! On est dans la chambre de Lili ! Et regardez là ! C’est sa commode avec le grand miroir ! Et là ! Sa penderie ! Et la fenêtre ! Avec le lilas blanc tout en fleurs. C’est pas beau ? <br>
— Je vous l’avais bien dit, ajoute Orexine qui n’est pas peu fière. <br>
— Ouf… Je me sens pas très bien à nouveau… lâche Poïétine en s’asseyant par terre. <br>
— C’est normal, observe Cristalline. Il faut s’habituer. »

<p>Alors qu’elles sont toutes les trois en train d’admirer la vue, un énorme monstre poilu, pourvu de grandes oreilles et de grandes dents, surgit brusquement, semblant prêt à bondir sur elles !! « Au secours ! Sauvez-vous ! » crient-elles en cœur. Globine et Orexine reculent de quelques pas et tombent sur Poïétine qui se débat : <br>
« Levez-vous ! hurle Poïétine. <br>
— Ha ! Ha ! Ha ! rit Cristalline. N’ayez pas peur ! C’est Merlin ! Le chat de Lili ! » <br>
Globine, Poïétine et Orexine se relèvent. <br>
« Oh… observe Poïétine. Alors ça se passe de l’autre côté de son œil…<br>
— Oh ! avec tout ça, j’avais presque oublié pourquoi nous sommes ici ! s’exclame Globine à peine remise de ses émotions. C’était vraiment super Orexine ! On reviendra ! C’est promis ! Mais maintenant il faut que tu tiennes ta promesse. Il faut nous dire où trouver la moelle osseuse de Lili. S’il te plaît… Elle est très malade… » <br>
Orexine prend un air espiègle : « Seulement si vous arrivez à résoudre cette énigme. » <br>
Poïétine et Globine se ruent sur Orexine, prêtes à l’égorger. <br>
« Ok, ok, c’était juste pour rire les amies ! les rassure-t-elle en pouffant de rire devant leur mine déconfite. Bon, le genre de moelle que vous cherchez s’appelle la moelle rouge… » Globine et Poïétine écoutent attentivement « … et vous la trouverez dans l’os du bassin. <br>
— Allez ! Vite Glob ! Direction "os du bassin" ! hurle Poïétine. <br>
— Je n’ai pas fini, poursuit Orexine. Je disais que vous en trouverez dans l’os du bassin… ou dans ses côtes…<br>
— Ses côtes ! Ses côtes ! Viens Glob ! <br>
— Je n’ai toujours pas fini… » souffle Orexine. Globine et Poïétine essaient de garder leur calme. « Je disais… Dans l’os du bassin de Lili, ou dans ses côtes, ou dans le sternum. » <br>
Personne ne pipe mot. <br>
« Vous attendez quoi ? dit Cristalline. <br>
— Oh ! T’as fini ? » lance Poïétine, un peu surprise. <br>
On entend un soupir incrédule s’échapper du cristallin de Lili : « Si j’étais vous, je me rendrais à l’os du bassin… C’est là que vous trouverez le plus de moelle rouge, avise Orexine. <br>
— Oh non ! gémit Globine. C’est aussi le plus éloigné d’ici. <br>
— Oui, mais si vous suivez la colonne vertébrale, vous y êtes en deux coups de cuillère à pot ! » <br>
A peine a-t-elle prononcé ces mots que Globine agrippe Poïétine par le bras et la traîne en direction de la moelle épinière, tout en saluant Orexine et Cristalline : « A bientôt Orex et Cristal ! Et merci ! <br>
— Eh, Globine ! lance Poïétine. <br>
— Quoi maintenant ? <br>
— T’as même pas demandé le chemin ! <br>
— T’en fais pas ! J’sais où ça se trouve ! C’est attaché au cerveau de Lili ! lui répond Globine. C’est pas loin ! Il faut juste repasser près de l’hypothalamus. <br>
— L’hypo quoi ? » 


<br><br><br>
<p><strong>Arrivées à l’entrée de la moelle épinière,</strong> Globine s’exclame : « Maintenant, on va jouer à Tarzan ! Tu vas voir c’est rigolo. » Poïétine pâlit. « Quoi ? Qu’est-ce qu’il y a ? Tu vois la moelle épinière de Lili ? » Poïétine hoche la tête. « Regarde. C’est plein de cordes. Tu vois ? » Poïétine hoche la tête une nouvelle fois et observe le précipice devant elle. « Ce que tu vois là, ce sont des fibres nerveuses. <br>


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</div>


— Ce que je vois moi c’est un trou qui n’en finit pas. On ne va tout de même pas passer par là ? C’est vachement raid…<br>
— Mais on va utiliser les fibres comme des lianes ! Ce sera super ! Tu verras ! On n’aura qu’à se laisser glisser à l’intérieur de la colonne vertébrale jusqu’au bassin de Lili ! Génial, non !? <br>
— J’aime pas la vitesse…<br>
— Eh bien voilà une occasion pour t’y habituer ! Justement ! C’est parti ! » Globine attrape une des fibres et disparaît en hurlant de joie. « Aller un peu de nerf Poïétine ! On doit sauver Lili ! » <br>
Poïétine ferme les yeux, agrippe une des fibres et se laisse glisser. A la moitié du chemin, elle commence à apprécier l’expérience, ouvre les yeux et pousse un long cri de Tarzan. <br>
« Attention ! lance Globine depuis en bas. Freine ! <br>
— Comment ? » hurle Poïétine. <br>
Mais c’est déjà trop tard. Poïétine tombe sur Globine et les deux complices se roulent par terre, hilares. « Allez. Ce n’est plus très loin maintenant. »

<br>
<p>Une fois dans le bassin, elles entreprennent de se faufiler dans l’os pour accéder à la moelle osseuse. <br>
« C’est plein de trous par ici, remarque Poïétine. Parfait pour jouer à cache-cache ! Une petite partie Globine hein, qu’est-ce que tu en dis ? » Globine secoue la tête. « Ben quoi ? Juste une partie ? Juste une ? Une… ? <br>
— On est arrivée, Po. » Globine a perdu son sourire. « C’est ici que nos chemins se séparent. <br>
— Comment ça ? demande Poïétine. <br>
— C’est à toi de jouer maintenant. C’est pour ça que Lili t’a avalée. » Il y a de la tristesse dans sa voix. <br>
— Oh… Je vois… Oui… » Poïétine est soudain très émue et dessine quelque chose par terre du bout de son pied. « Tu veux pas venir avec moi Glob ? » <br>
Globine secoue la tête. <br>


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</div>


« Je crois bien que tu vas me manquer, tu sais, renifle Poïétine en laissant échapper une larme. <br>
— Tu me manqueras aussi Po, tu sais. » Les deux protéines tombent dans les bras l’une de l’autre. <br>
« Merci Glob, sans toi je n’y serais jamais arrivée. Je ne t’oublierai jamais. <br>
— Oh mais on a bien rigolé. D’ailleurs j’ai quelques bleus qui peuvent en témoigner ! » lui répond Globine en riant.

<br>
<p>Sur ce, Poïétine fait un petit signe de la main à Globine, puis entre dans la moelle en criant d’une grosse voix aux cellules souches : <br>
« Oh hé, debout là d’dans ! Finies les vacances, les grasses matinées, va falloir vous mettre au boulot les filles, et sérieusement!!»


<br><br><br>
<p><strong>« Ouhaaaaaa », Lili ouvre les yeux</strong> et bâille en s’étirant de tout son long. Pour la première fois depuis quelques jours, elle se sent de bonne humeur. Elle regarde par la fenêtre. C’est le printemps. La lumière est plus douce et les fleurs commencent à s’ouvrir un peu partout dans le jardin. Merlin se prélasse sur le gazon. Les oiseaux chantent. De nouvelles feuilles tanguent dans la brise du matin et un bourdon passe son chemin. Quelqu’un a laissé le portail ouvert, et… et… Que voit-elle courir sur la balustrade du balcon ? Lili se frotte les yeux. Elle croit apercevoir Globine et Poïétine. Elle sort du lit pour mieux voir. Puis elle sourit. </p>

<center><p>FIN</p></center>


<center>
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</center>
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    <title>Le Chromosome Walk s&apos;expose à Neuchâtel</title>
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    <modified>2009-09-28T09:17:43Z</modified>
    <issued>2009-04-08T14:46:16+01:00</issued>
    <id>tag:web.expasy.org,2009:/prolune//6.730</id>
    <created>2009-04-08T12:46:16Z</created>
    <summary type="text/plain">17 mai - 18 octobre 2009</summary>
    <author>
      <name>Séverine Altairac</name>
      
      <email>prolune@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>agenda</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<p>Le Jardin botanique de l'Université et de la ville de Neuchâtel accueille - jusqu'au 18 octobre 2009 - et dans un cadre de verdure magnifique l'exposition <a href="http://www.expasy.org/prolune/chromosomewalk/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Chromosome walk, au fil du génome humain</a>, créée par l'ISB à l'occasion de son dixième anniversaire.</p>

<p>Plus d'informations sur le site du <a href="http://www2.unine.ch/jardin/page25342.html
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">Jardin botanique de Neuchâtel</a>.</p>

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    <title>Globine et Poïétine participent au Téléthon</title>
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    <created>2009-01-20T10:09:25Z</created>
    <summary type="text/plain">4 décembre 2008</summary>
    <author>
      <name>Séverine Altairac</name>
      
      <email>prolune@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>agenda</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<p>A l'occasion du Téléthon, l'école du Val d'Arve à Carouge accueille le conte <a href="http://www.expasy.org/prolune/creations/prolune_conte.shtml" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">"Globine et Poïétine sur la piste de la moelle rouge"</a>. En association avec l'EPFL et le groupe Swiss-Prot de l'ISB, trois comédiennes de la troupe "Les polyssons" donneront vie aux personnages hauts en couleur du conte scientifique... devant 200 paires d'oreilles enfantines!</p>

<p>En savoir plus sur le projet et... son succès: <a href="http://egalite.epfl.ch/webdav/site/egalite/shared/Il%20%C3%A9tait%20une%20fois.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">Bureau de l'égalité des chances de l'EPFL</a></p>

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    <title>Du secret des tiques</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://web.expasy.org/prolune/dossiers/prolune025.shtml" />
    <modified>2009-04-28T14:20:18Z</modified>
    <issued>2008-12-16T17:49:08+01:00</issued>
    <id>tag:web.expasy.org,2008:/prolune//6.712</id>
    <created>2008-12-16T16:49:08Z</created>
    <summary type="text/plain">Répugnantes et porteuses de pathogènes, les tiques sont bien souvent la hantise des amoureux de la forêt. L’hiver offre cependant une trêve dans la chasse à ces petites bêtes au ventre goulu. Alors que nous, nous nous réfugions sous une couette moelleuse ou nous pressons autour d’un thé fumant, les tiques recherchent la chaleur en s’enfouissant dans les profondeurs du sol. La douceur printanière les invite quelques mois plus tard à reconquérir les hauteurs du sous-bois. Là, avides de sang, elles guettent patiemment un promeneur auquel s’agripper. Et une fois solidement amarrées dans sa peau, elles y déversent un arsenal de molécules et de protéines afin de satisfaire leur appétit vorace. [PDF] [english]</summary>
    <author>
      <name>Séverine Altairac</name>
      
      <email>prolune@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>dossiers</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<div class="cp" style="width:auto;"><p><center>&copy; Jarmo Holopainen
</center></p></div>
<br>

<p><b>Répugnantes et porteuses de pathogènes, les tiques sont bien souvent la hantise des amoureux de la forêt. L’hiver offre cependant une trêve dans la chasse à ces petites bêtes au ventre goulu. Alors que nous, nous nous réfugions sous une couette moelleuse ou nous pressons autour d’un thé fumant, les tiques recherchent la chaleur en s’enfouissant dans les profondeurs du sol. La douceur printanière les invite quelques mois plus tard à reconquérir les hauteurs du sous-bois. Là, avides de sang, elles guettent patiemment un promeneur auquel s’agripper. Et une fois solidement amarrées dans sa peau, elles y déversent un arsenal de molécules et de protéines afin de satisfaire leur appétit vorace. [<a href="http://www.expasy.org/prolune/pdf/prolune025_fr.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">PDF</a>] [<a href="http://www.expasy.org/prolune/pdf/prolune025_en.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">english</a>]</b></p>



<h3 class="subtitle">Promenons-nous dans les bois…</h3> 

<div class="quoteleft">
«Les tiques ne sont pas des insectes. Elles sont apparentées aux araignées.»
</div>


<p>Les tiques ne sont pas des insectes. Munies de huit pattes, elles appartiennent à la même famille que les araignées – les arachnides – dont, fait amusant, on recherche tout aussi peu la compagnie. Alors que les araignées investissent des habitats très variés, les tiques élisent domicile dans les forêts. En Suisse, on peut les trouver toute l’année, bien qu’exceptionnellement en hiver, et dans tout le pays jusqu’à 1500 mètres d’altitude. Contrairement aux idées reçues, les tiques ne tombent pas des arbres ! Elles affectionnent tout particulièrement la lisière des forêts et les sous-bois où elles se hissent sur les herbes hautes et les buissons. Et du haut de leur demeure, elles attendent passivement qu’un oiseau, un hérisson, un chevreuil, un chien ou bien un être humain les frôlent fortuitement pour s’y agripper et s’y repaître de leur sang.



<h3 class="subtitle">… tant qu’la tique n’y est pas</h3> 

<div class="blogimgright" style="width:330px;">
<img src="/prolune/images/prolune1208_1.jpg" height="299" width="330" />
<div class="cp"> &copy; Autorités de la Confédération suisse, 2007</p>
</div>
<p><b>Fig.1</b> Tique <em>Ixodes ricinus</em>. La croissance de la tique se déroule en trois étapes successives : la larve puis la nymphe et finalement l’adulte.</p>
</div>  

<p>Cet instant délectable pour les tiques peut l’être infiniment moins pour son hôte de passage. C’est en effet au moment de leur repas qu’elles risquent de nous transmettre des bactéries et des virus pouvant menacer notre santé. Parmi les 800 espèces de tiques vivant sur Terre, <em>Ixodes ricinus</em> est celle qui inquiète en Europe. Pourquoi ? Elle véhicule deux pathogènes particulièrement redoutés : la bactérie <em>Borrelia burgdorferi</em> et un virus du genre Flavivirus.

<p>Au premier on doit la borréliose de Lyme. 2’000 à 3’000 personnes sont infectées chaque année en Suisse par la bactérie. La maladie commence par une inflammation cutanée autour de la piqûre accompagnée de symptômes grippaux puis atteint les articulations, le système nerveux et plus rarement le cœur. Quant au second, il est responsable de l’encéphalite à tiques qui se manifeste initialement par des signes grippaux et qui peut entrainer une inflammation des méninges ou d’une autre partie du cerveau. En Suisse, les rares tiques porteuses de ce virus se concentrent principalement dans les cantons du nord du pays, d’où un nombre de cas d’encéphalites réduit par rapport à la borréliose de Lyme – environ 250 par an. 

<p>Si la maladie de Lyme peut être enrayée par des antibiotiques, on peut échapper à l’encéphalite à tiques en se faisant vacciner. Mieux vaut prévoir que guérir. L’Office fédéral de la santé publique abonde dans se sens et recommande la vaccination pendant l’hiver à tout promeneur, cueilleur de champignons, sportif, forestier ou bûcheron vivant dans les cantons exposés, afin qu’il soit protégé dès le début de la saison des tiques – soit en avril. 



<h3 class="subtitle">Un parasite bien discret</h3> 

<p>Aussi efficace soit-il, le vaccin contre l’encéphalite à tiques n’empêche pas la tique de s’accrocher et de cracher autres virus et bactéries dans son hôte. Et plus longtemps elle restera accrochée, plus grand deviendra le risque de transmission. Comment s’en protéger ? C’est là que le bât blesse. A ce jour aucun vaccin anti-tique n’existe bien que des chercheurs se soient engouffrés dans la brèche depuis quelques années déjà. La meilleure protection reste de n’offrir aux tiques aucune chance de s’agripper. Comment? Au retour d’une excursion en forêt, inspecter les vêtements et les différentes parties du corps est faire acte de prudence. Petite et légère, la tique se faufile sous les vêtements et aime se loger là où la peau est la plus douce et la plus fine – comme dans les replis de l’aine ou du cou et dans le creux des genoux. Ici à l’abri des regards indiscrets la tique s’installe et plante ses ‘crocs’ dans la chair. Elle reste ainsi dissimulée jusqu’à plus faim ni soif. 

<p>Si elle ne boit pas de sang, la tique ne peut poursuivre et achever sa croissance (fig.1). C’est un parasite qui, comme tous les parasites, se sert à volonté et selon ses besoins. Précisément, la tique recherche un hôte à chaque étape de sa croissance. Plus elle grandit, plus son repas se prolonge. Elle peut aspirer le sang de son hôte ainsi de deux à dix jours. Une fois repue et métamorphosée en petite sphère – son poids peut augmenter jusqu’au centuple ! – elle se laisse choir sur le sol. Tranquillement elle va digérer son festin puis muer ou, s’il s’agit s’une femelle, pondre des milliers d’œufs (fig.2). 

<div class="blogimgcenter" style="width:600px;">
<img src="/prolune/images/prolune1208_2.jpg" height="328" width="600" />
<p><b>Fig.2</b> Cycle de vie des tiques. L’exemple des durées de repas de sang indiquées concerne la tique <em>Ixodes ricinus</em>.</p>
</div>  



<h3 class="subtitle">L’art de paraître invisible</h3> 

<p>Si une tique échappe à notre vigilance, elle achèvera son repas et se détachera aussi discrètement qu’elle s’est installée. La cohabitation avec le parasite peut en effet passer totalement inaperçue. Etonnant ! Contrairement à des piqûres d’insectes, la morsure d’une tique ne déclenche aucune inflammation ou démangeaison de la peau. Et c’est pourtant bien en nous grattant que l’on peut espérer déloger le visiteur indésirable. Notre système immunitaire ne semble pourtant pas détecter sa présence, comme si la tique paraissait invisible. Pourquoi ne réagit-il pas et ne chasse-t-il pas cette opportuniste ?
La réponse se trouve dans la salive du parasite. Pour aspirer le sang, la tique doit perforer la peau de son hôte et y introduire une sorte de tube hérissé d'épines – c’est le rostre (fig.3). Par cet organe s’écoule un cocktail chimique aux effets singulièrement puissants. Il se compose d’au moins trois cents molécules. Parmi elles, on peut compter des analgésiques qui éteignent la douleur au moment de la morsure, des anticoagulants qui fluidifient le sang et, encore plus surprenant, des protéines anti-inflammatoires qui désamorcent la réaction immunitaire. 

<div class="blogimgleft" style="width:250px;">
<img src="/prolune/images/prolune1208_3.jpg" height="332" width="250" />
<div class="cp"> &copy; Autorités de la Confédération suisse, 2007</p>
</div>
<p><b>Fig.3</b> "Bouche" de la tique <em>Ixodes ricinus</em>. Le sang est aspiré par le rostre, un tube hérissé d’épines. Il est entouré d’une paire de couteaux qui dilacèrent la peau au moment de l’ancrage de la tique. </p>
</div>  

<p>Des chercheurs ont récemment découvert une nouvelle famille de protéines qu’ils ont nommées les évasines et qui semblent justement interférer avec le système immunitaire. Comment ? Suite à la morsure de la tique, les cellules de la peau émettent un signal d’alerte sous la forme de petites protéines appelées les chimiokines. Ces dernières ‘appellent’ et attirent sur le site assiégé les cellules immunitaires dont la mission sera de débarrasser l’organisme de l’intrus. Les évasines inoculées par la tique vont tout simplement intercepter ce signal d’alarme. Précisément, elles se fixent sur les chimiokines et les neutralisent. Désormais ‘muselées’, les chimiokines ne pourront plus être reconnues par les cellules de défense de l’organisme. Par conséquent, l’initiation de la réaction immunitaire échoue.

<p>Les évasines ne désarment pas seulement le système immunitaire mais également les chercheurs. Elles ne ressemblent en effet à aucune autre protéine connue à ce jour bien que d’autres protéines aux vertus anti-inflammatoires fabriquées par des virus et des parasites aient été décrites. Les scientifiques ont néanmoins pu établir que les évasines sont de petite taille et qu’elles reconnaissent certaines chimiokines de manière très spécifique. Elles ont également la particularité de porter à leur surface de nombreuses molécules de sucres. Loin d’être un simple ornement, ces sucres trompent la garde du système immunitaire. Plus exactement l’enveloppe sucrée dissimule certaines régions des protéines, qui normalement trahissent la présence d’un intrus dans l’organisme et alertent le système immunitaire. Finalement, les évasines seraient doublement anti-inflammatoires : non seulement elles bloquent la réaction immunitaire de l’hôte mais de surcroît elles le duperaient. 



<h3 class="subtitle">Détourner les évasines </h3> 

<p>Tempérer la réaction immunitaire intéresse vivement la recherche médicale. De nombreuses maladies inflammatoires affectant les voies respiratoires ou la peau – telles que l’asthme ou des allergies – ainsi que des pathologies auto-immunes comme l’arthrite sont associées à un emballement du système immunitaire. Des substances qui pourraient atténuer la réaction immunitaire et par conséquent calmer l’inflammation font ainsi l’objet de nombreuses études. Il y a quelques années, la tique avait livré une première protéine anti-inflammatoire qui avait enflammé l’espoir des chercheurs sans toutefois tenir ses promesses. La découverte des évasines pourrait à nouveau inspirer les scientifiques pour la création d’un nouvel agent anti-inflammatoire à la fois puissant et bien toléré par notre organisme. 



<h3 class="subtitle">La muse de la science</h3> 

<div class="quoteright">
«Les tiques ont côtoyé les dinosaures!»
</div>

<p>La Nature est une source d’inspiration intarissable. Les tiques ne sont pas les premiers parasites buveurs de sang chez qui l’on découvre des substances extrêmement efficaces et que la médecine envie. Il faut dire que ces animaux ont disposé de plusieurs millions d’années – les tiques sont apparues bien avant les dinosaures ! – pour affiner leurs atouts chimiques et parvenir à leurs fins. Aux côtés des anti-inflammatoires très convoités, les buveurs de sang ont élaboré de puissants anticoagulants. La sangsue, le premier parasite à avoir servi la médecine, est utilisée aujourd’hui en microchirurgie pour éviter la formation de caillots ainsi que pour drainer le sang. Certaines protéines anticoagulantes provenant d’un autre parasite sont à l’étude pour le traitement d’accidents cardiaques ou vasculaires cérébraux. Il s’agit de la chauve-souris vampire dont les propriétés singulières de sa salive ont été soupçonnées dans les années 1930... Est-ce par fascination du célèbre Conte Dracula dont l’histoire – écrite à la fin du 19ème siècle – avait déjà inspiré plus d’un cinéaste et nourri les fantasmes de milliers de lecteurs ? Mais que notre imaginaire se raisonne. Il paraît que les chauves-souris vampires ne s’en prennent qu’au bétail et non aux êtres humains. Et… si les tiques avaient les dents plus longues… ?</p>

<div class="blogfooter">
<dl>
<dt><strong>Pour en savoir plus</strong></dt>
<dd>1. L'encéphalite à tiques: <a href="http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01069/index.html?lang=fr " title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Office fédéral de la santé publique</a></dd>
<dd>2. La borréliose de Lyme: <a href="http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01017/index.html?lang=fr" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Office fédéral de la santé publique</a></dd>
<dd>3. Informations sur les tiques: <a href="http://www.unine.ch/tiques/tiques.html" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Université de Neuchâtel</a> et <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Tique" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Wikipedia</a></dd>
</dl></div>

<div class="blogfooter">
<p><strong>Illustrations</strong></p>
<dd><ul>
<li>Fig.1, Source: <a href="http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01069/index.html?lang=fr
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Office fédéral de la santé publique</a></li>
<li>Fig.2, Adaptation: <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Image-Life_cycle_of_ticks_family_ixodidaeFr.jpg
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Wikipedia</a></li>
<li>Fig.3, Source: <a href="http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01069/index.html?lang=fr
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Office fédéral de la santé publique</a></li>
</ul></dd>
</div>
]]>
      <![CDATA[<p><strong>Références vers <a href="http://www.uniprot.org
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">UniProtKB/Swiss-Prot</a></strong></p>
<ul class="lnk">
<li class="external">Evasin-1, Rhipicephalus sanguineus (tique): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/P0C8E7
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">P0C8E7
</a></li>
<li class="external">Evasin-3, Rhipicephalus sanguineus (tique): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/P0C8E8
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">P0C8E8
</a></li>
<li class="external">Evasin-4, Rhipicephalus sanguineus (tique): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/P0C8E9
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">P0C8E9
</a></li>
</ul>]]>
    </content>
  </entry>
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    <title>Exposition Chromosome Walk à Lausanne</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://web.expasy.org/prolune/agenda/prolune000.shtml" />
    <modified>2008-11-03T10:56:29Z</modified>
    <issued>2008-05-23T10:09:28+01:00</issued>
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    <created>2008-05-23T08:09:28Z</created>
    <summary type="text/plain">6-19 octobre 2008</summary>
    <author>
      <name>David Roessli</name>
      <url>http://www.cybmed.com/</url>
      <email>david.roessli@cybmed.com</email>
    </author>
    <dc:subject>agenda</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<p>A l’occasion de ses 10 ans, l’Institut suisse de bioinformatique vous propose <a href="/prolune/chromosomewalk/" title="Plus d'information sur cette manifestation">une balade le long du génome humain</a>. Du 1er au 30 septembre 2008, 23 chromosomes vous raconteront le monde minuscule des gènes et des protéines ainsi que celui toujours grandissant de la bioinformatique. Et pour attiser la curiosité des plus petits, un jeu de piste les fera courir d’un chromosome à l’autre en leur faisant palper ainsi, du bout de leurs pieds, la complexité d’un univers invisible à nos yeux.</p>]]>
      
    </content>
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    <title>Exposition Chromosome walk à Genève</title>
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    <modified>2008-12-16T16:48:36Z</modified>
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    <created>2008-04-21T08:38:28Z</created>
    <summary type="text/plain">1er-30 septembre 2008</summary>
    <author>
      <name>Séverine Altairac</name>
      
      <email>prolune@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>agenda</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<p>A l’occasion de ses 10 ans, l’Institut suisse de bioinformatique vous propose <a href="/prolune/chromosomewalk/" title="Plus d'information sur cette manifestation">une balade le long du génome humain</a>. Du 1er au 30 septembre 2008, 24 chromosomes semés dans un champ vous raconteront le monde minuscule des gènes et des protéines ainsi que celui toujours grandissant de la bioinformatique. Et pour attiser la curiosité des plus petits, un jeu de piste les fera courir d’un chromosome à l’autre en leur faisant palper ainsi du bout de leurs pieds, la complexité d’un univers invisible à nos yeux.</p>]]>
      
    </content>
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    <title>Le temps</title>
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    <modified>2008-06-13T08:38:32Z</modified>
    <issued>2008-04-20T10:37:53+01:00</issued>
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    <created>2008-04-20T08:37:53Z</created>
    <summary type="text/plain">5-6 juillet 2008</summary>
    <author>
      <name>David Roessli</name>
      <url>http://www.cybmed.com/</url>
      <email>david.roessli@cybmed.com</email>
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    <dc:subject>agenda</dc:subject>
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      <![CDATA[<a href="http://www.ville-ge.ch/culture/nuit/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Nuit de la Science 2008</a><br>

<p>La vie de notre corps est rythmée par le renouvellement de nos cellules. Et la vie des cellules suit la cadence donnée par les protéines. Molécules ouvrières, les protéines naissent, agissent puis disparaissent. Certaines sont pour ainsi dire immortelles tandis que d’autres ne vivent que l’espace d’un instant. Sur ce stand, les chercheurs de l’ISB proposent au public de palper les particularités de quelques protéines et leur relation avec le temps qui passe. Venez découvrir!</p>


]]>
      
    </content>
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  <entry>
    <title>Une horloge dans la peau</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://web.expasy.org/prolune/dossiers/prolune024.shtml" />
    <modified>2009-01-06T14:31:46Z</modified>
    <issued>2008-03-30T21:52:41+01:00</issued>
    <id>tag:web.expasy.org,2008:/prolune//6.692</id>
    <created>2008-03-30T19:52:41Z</created>
    <summary type="text/plain">Depuis près de trente ans, le geste est le même. Au printemps, nous avançons nos cadrans d’une heure puis nous les retardons d’autant à l’automne. Instaurée pour réduire les besoins en éclairage, l’heure d’été est aujourd’hui controversée pour diverses raisons. En particulier, ce léger décalage horaire n’est pas anodin pour notre organisme. Plusieurs jours lui sont souvent nécessaires pour s’adapter au nouveau rythme. Pourquoi ? Les activités de notre organisme telles que dormir ou manger suivent la cadence d’une horloge interne, celle de notre horloge biologique, dont les rouages complexes obéissent à de nombreuses protéines. [PDF] [english]</summary>
    <author>
      <name>Séverine Altairac</name>
      
      <email>prolune@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>dossiers</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<div class="cp" style="width:auto;"><p><center>&copy; Gerrit Gerritsen <br><a href="http://timeandtubes.blogspot.com
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">http://timeandtubes.blogspot.com</a>
</center></p></div>
<br>

<p><b>Depuis près de trente ans, le geste est le même. Au printemps, nous avançons nos cadrans d’une heure puis nous les retardons d’autant à l’automne. Instaurée pour réduire les besoins en éclairage, l’heure d’été est aujourd’hui controversée pour diverses raisons. En particulier, ce léger décalage horaire n’est pas anodin pour notre organisme. Plusieurs jours lui sont souvent nécessaires pour s’adapter au nouveau rythme. Pourquoi ? Les activités de notre organisme telles que dormir ou manger suivent la cadence d’une horloge interne, celle de notre horloge biologique, dont les rouages complexes obéissent à de nombreuses protéines. [<a href="http://www.expasy.org/prolune/pdf/prolune024_fr.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">PDF</a>] [<a href="http://www.expasy.org/prolune/pdf/prolune024_en.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">english</a>]</b></p> 


<h3 class="subtitle">L’heure d’été</h3> 

<div class="quoteleft">
«Nos cycles d'activités et de sommeil obéissent à la rotation terrestre.»
</div>

<p>L’heure d’été fut mise en vigueur en Suisse en 1981. L’idée remonte cependant à bien longtemps. Célèbre pour son invention du paratonnerre, l’Américain Benjamin Franklin (1706-1790) expose en 1784 la possibilité d’économiser de l’énergie en décalant les horaires par rapport au soleil. Le concept fait son chemin et prend corps au début du XXème siècle en Allemagne pour s’étendre dans l’Union Européenne au début des années 1980. Dans une exigence d’unifier les horaires européens, la Suisse fut contrainte d’adopter l’heure d’été malgré une votation contre en 1978. Depuis 1996 le passage à l’heure d’été s’opère, désormais en Europe, le dernier dimanche de mars et le retour à l’heure d’hiver le dernier dimanche d’octobre.

<p>Une heure de plus ou de moins pourrait passer inaperçue dans le déroulement de nos journées. C’est ce que l’on a cru pendant longtemps. Pourtant les enfants et les personnes âgées y sont généralement sensibles et souffrent souvent de troubles du sommeil dans la période qui suit le changement d’heure. Dans l’objectif d’évaluer de tels effets sur l’organisme, l’Union Européenne vient de lancer un vaste projet d’étude. D’ores et déjà, les chercheurs ont conclu que le passage à l’heure d’été est plus délicat que le retour à celle d’hiver et qu’il perturbe particulièrement le rythme de vie des "couches-tard". Ces derniers tardent encore davantage à se glisser dans leurs draps l’été alors que leurs obligations sociales et professionnelles les contraignent à se lever toujours à la même heure.


<h3 class="subtitle">"Tic…tac", fait notre organisme</h3> 

<p>Notre journée suit en effet une cadence rigoureuse. Au point du jour, nous nous levons et nous nous préparons. Puis nous vaquons à nos diverses occupations agréablement ponctuées par des repas réguliers. En fin de journée, la tombée de la nuit nous pousse doucement dans notre lit où nous succombons au sommeil. Le lendemain matin, une nouvelle journée s’éveille. Entre temps il s’est écoulé exactement vingt-quatre heures. Ce n’est pas un hasard. Vingt-quatre heures est le temps nécessaire à la Terre pour effectuer un tour complet sur elle-même. C’est l’alternance du jour et de la nuit, conséquence de la rotation terrestre, qui synchronise nos rythmes d’activités et de sommeil. 

<div class="quoteright">
«Toutes nos cellules battent la mesure.»
</div>

<p>La succession de périodes lumineuses et obscures a incontestablement exercé un rôle dans l’évolution des formes de vie, du plus simple organisme à l’être humain. La survie des espèces est pour le moins indissociable de leur environnement. Les plantes génèrent leur énergie à la lumière du jour tandis que les animaux adaptent leur quête de nourriture selon son accessibilité dans la journée. On pensait, il y a plusieurs siècles, que ces comportements circadiens – du latin circa diem, environ un jour – étaient soumis à une force électromagnétique externe. L’hypothèse d’une dynamique interne émerge, bien plus tard, suite à une observation de l’astronome français Jean-Jacques d’Ortous de Mairan en 1729. Les feuilles de son mimosa, cultivé dans sa cave et de la sorte privé de lumière, se plient et se déplient journellement. Il en tire la conclusion que les êtres vivants, tout au moins les plantes, ont une horloge interne indépendante du soleil et fonctionnant sur environ vingt-quatre heures. 

<p>Qu’en est-il des êtres humains ? Possèdent-ils eux aussi un "tic-tac" interne ? Quelques personnes se sont prêtées à des expériences dites "hors du temps". L’un d’entre eux, le spéléologue Michel Siffre, a passé quelques semaines puis quelques mois dans une grotte à l’obscurité et en l’absence de tout indice temporel et sonore. Grâce aux informations transmises aux scientifiques – prises des repas, périodes de sommeil – il a été observé un phénomène spectaculaire : le rythme éveil/sommeil des personnes isolées se décale progressivement par rapport au cycle jour/nuit. Et pour cause, notre métronome intérieur bat spontanément la mesure non pas en 24 heures comme on se l’imaginait, mais entre 24,2 et 25,5 heures. Cette différence d’apparence insignifiante signifie par exemple qu’un rythme de 24 heures et 30 minutes transformerait, en trois semaines seulement, l’activité diurne d’un individu en une activité nocturne !


<h3 class="subtitle">Des hauts et des bas</h3> 

<div class="blogimgright" style="width:440px;">
<img src="/prolune/images/prolune0308_1.jpg" height="360" width="440" />
<p><b>Fig.1</b> Fluctuations de quelques-unes de nos activités biologiques au cours de la journée.</p>
</div>  

<p>En 24 heures, notre organisme accomplit de nombreuses tâches qui échappent à notre volonté. Il contrôle notre température, stimule la sensation de faim, digère. La fonction de l’horloge interne, aussi appelée horloge biologique, est précisément de coordonner les grands processus physiologiques avec les différents moments de la journée. La température corporelle, la libération d’hormones, le sommeil, le métabolisme, l’activité cardiovasculaire et le transit intestinal subissent en effet tous des fluctuations au cours de la journée (fig.1). 
 
<p>A titre d’exemple, la température du corps atteint son minimum – proche de 36°C – justement lorsque nous dormons, durant la nuit. Et, avis aux amateurs de la sieste, elle diminue aussi en début d’après-midi, bien que dans une moindre mesure, ce qui expliquerait en partie l’engourdissement "physique et cérébral" ressenti à ce moment de la journée. 

<p>Plus surprenantes encore sont les oscillations du niveau sanguin de certaines hormones. C’est le cas de la mélatonine et de l’hormone de croissance. La mélatonine est souvent dénommée l’hormone du sommeil car sa sécrétion accompagne le repos nocturne. Synthétisée par une petite structure cérébrale – la glande pinéale – elle est libérée dans la circulation sanguine dès que la lumière décline, et en disparaît au lever du jour lorsque l’organisme se "remet en route". L’hormone de croissance, elle, joue un rôle indispensable dans la croissance des os et des muscles de nos enfants, et assure une fonction essentiellement réparatrice chez l’adulte. Etonnamment, cette protéine est secrétée uniquement en début de nuit lors du sommeil profond. 


<h3 class="subtitle">Une symphonie d’horloges</h3> 

<div class="blogimgleft" style="width:300px;">
<img src="/prolune/images/prolune0308_2.jpg" height="518" width="300" />
<p><b>Fig.2</b> Les noyaux suprachiasmatiques sont le chef d’orchestre de l’horloge biologique.</p>
</div>  

<p>Comment fonctionne notre horloge biologique pour être aussi précise ? Les chercheurs ont découvert à ce jour qu’il n’existait pas une horloge unique mais une foultitude de montres qui trottaient dans notre corps. En réalité l’horloge biologique réside au cœur-même de chacune de nos cellules. Toutes battent la mesure. Mais tout comme les musiciens évitent la cacophonie en suivant la baguette du chef d’orchestre, les cellules se calent sur le tempo imposé par deux minuscules structures cérébrales. Ce sont les noyaux suprachiasmatiques (NSC), situés à la base de l’hypothalamus et au-dessus du croisement des deux nerfs optiques – zone baptisée chiasma optique, qui est à l’origine du nom des noyaux (fig.2). 

<p>L’horloge centrale que sont les NSC conserve jour après jour une remarquable régularité. Aucune horloge n’étant parfaite, les NSC doivent être ré-ajustés quotidiennement afin de maintenir leur niveau de haute précision. Comment ? Les neurones qui les composent re-synchronisent leur activité grâce à la rétine qui les informe continuellement de la luminosité ambiante. Ainsi notre horloge biologique tourne en 24 heures et non en 25 heures comme le dicterait son rythme spontané.



<h3 class="subtitle">24 heures dans la vie d’une cellule</h3> 

<p>Quels mécanismes moléculaires animent l’horloge biologique ? La réponse est loin d’être simple. Ses rouages sont faits de protéines dont les interactions sont complexes. Les premières protéines identifiées furent mises au jour chez la mouche au début des années 1970. A la fin des années 1990, les protéines analogues chez l’être humain furent isolées dans les neurones des noyaux suprachiasmatiques. Bien que les mécanismes élucidés révèlent des différences sensibles entre les espèces, l’horloge fonctionne chez tous grâce à une boucle de rétrocontrôle négatif. Ce processus à la dénomination barbare est très fréquent et permet de réguler finement les activités cellulaires. Son fonctionnement de base est le suivant : certaines protéines contrôlent leur activité en freinant leur propre synthèse.

<p>La boucle commence dans le noyau de la cellule par l’action de la protéine clock (fig.3). Cette dernière a une fonction d’interrupteur. En remaniant la structure de l’ADN et plus précisément en modifiant les histones – protéines associées à l’ADN – elle autorise la lecture de certains gènes impliqués dans les rythmes biologiques. Cependant elle n’agit pas seule mais en se liant à une autre protéine, bmal1, qu’elle modifie également. Ensemble, les deux protéines "activent" divers gènes dont ceux renfermant la recette de fabrication de deux familles de protéines clés : les protéines per (per1, per2 et per3) et les protéines cry (cry1 et cry2). 

<p>Une fois synthétisées hors du noyau, per et cry s’assemblent grâce à leurs domaines PAS qui les rapprochent à la manière d’une bande velcro. Stabilisé par leur union, le couple per/cry revient là où leur production a commencé, c'est-à-dire dans le noyau. Leur fonction est d’interagir avec clock et son partenaire dont ils neutralisent l’activité. La conséquence immédiate est l’inhibition de la lecture des gènes de per et cry. Ainsi se crée la boucle de rétrocontrôle négatif : les protéines per et cry viennent s’opposer à leur propre synthèse. Aussi, progressivement et comme toute autre protéine, les complexes per/cry se dégradent à la différence qu’ils ne seront pas remplacés. A terme, leur taux devient si faible qu’ils ne bloquent plus clock et bmal1. Incidemment l’inhibition de la fabrication de per et cry est levée et leur production reprend. Une nouvelle boucle démarre. Depuis le début du processus, il s’est écoulé environ 24 heures. C’est ce qui en fait sa caractéristique, une particularité d’autant plus surprenante que généralement la durée des boucles de ce genre est de l’ordre de la minute voire de la milliseconde.

<div class="blogimgcenter" style="width:520px;">
<img src="/prolune/images/prolune0308_3.jpg" height="251" width="520" />
<p><b>Fig.3</b> Mécanisme moléculaire de l’horloge biologique. Pour voir une animation du mécanisme, cliquer <a href="http://lecerveau.mcgill.ca/flash/i/i_11/i_11_m/i_11_m_hor/i_11_m_hor.html " title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">ici</a>.</p>
</div>  

<h3 class="subtitle">Décalages horaires</h3> 

<p>La "pulsation" des protéines à l’intérieur des noyaux suprachiasmatiques met au pas tout l’organisme. Comment cette horloge centrale synchronise-t-elle toutes les autres horloges situées dans les organes périphériques ? Relativement peu d’informations sont décrites à ce sujet. On sait toutefois que la synchronisation peut s’effectuer rapidement lorsqu’elle emprunte la voie nerveuse, ou bien plus lentement si elle engage des hormones. Cela suffit-il à expliquer par exemple les effets du décalage horaire ? En partie, oui. L’horloge centrale étant entraînée par la lumière, elle va s’adapter rapidement aux indices lumineux du nouveau fuseau horaire. Cependant les signaux qu’elle transmet aux horloges périphériques les atteignent avec un délai plus ou moins long. Le déphasage qui en résulte serait à la source des caractéristiques troubles du sommeil et digestifs. Quelques jours plus tard, toutes les horloges se sont resynchronisées et les symptômes envolés. 

<p>Les troubles du sommeil liés à l’horloge biologique ne sont pas l’exclusivité des vols intercontinentaux. Des dysfonctionnements moléculaires très rares de l’horloge interne peuvent malheureusement bouleverser le rythme du sommeil au point de le décaler par rapport au cycle jour/nuit, ce qui n’est pas sans conséquence d’un point de vue social. Une mutation dans le gène de per2 cause le "familial advanced sleep-phase syndrome" – le syndrome familial du sommeil avancé. Les personnes qui en souffrent tombent de sommeil aux alentours de 19h et sont sur pied en pleine nuit vers 4h. Une autre mutation affectant le gène de per3 prédispose à une maladie aux symptômes opposés, le delayed sleep phase syndrome – syndrome du sommeil retardé. Les patients sont dans l’incapacité de se lever à une heure conventionnelle : ils ne trouvent le sommeil qu’entre 6h et 12h. 

<p>La compréhension des mécanismes de l’horloge interne intéresse un autre champ de la médecine au cœur de la société actuelle : le délicat traitement des cancers. Une des nombreuses difficultés réside dans le choix du moment de l’administration des agents anti-cancéreux. En effet, leur efficacité et leur toxicité envers les cellules saines varient au cours de la journée. Certains sont plus efficaces le matin, d’autres mieux tolérés le soir. Or la malignité des cellules affecte l’horloge biologique. A titre d’illustration, il a été observé pour certains cancers que les cellules ne proliféraient pas au même moment de la journée que les cellules saines. Etant donné que beaucoup de chimiothérapies visent l’interruption de la prolifération cellulaire, ce genre de résultats peut contribuer à déterminer le moment où le médicament serait le plus efficace mais aussi le moins néfaste pour le reste de l’organisme.

<p>La liste des processus influencés par l’état de l’horloge biologique est longue. On peut encore retenir nos capacités mnésiques, notre santé mentale – la maniaco-dépression est parfois associée à une mutation dans la protéine clock – ainsi que notre moral qui fluctue sous la menace des dépressions saisonnières. Et le vieillissement ? Notre horloge biologique rythme notre vie au quotidien. Imaginons que nous pouvons la faire tourner plus ou moins vite. Cela aurait-il un impact sur notre longévité ? Des chercheurs ont déjà essayé de "contracter le temps" en faisant croire à de petits lémuriens qu’une année durait cinq et non douze mois. Observation spectaculaire, les animaux ont vieilli prématurément ! L’inverse serait-il possible ? Peut-être. Retarder le vieillissement en ralentissant le tempo de l’horloge biologique serait-il alors un des secrets de jouvence dont l’humanité n’a jamais cessé de rêver ?</p>


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<dl>
<dt><strong>Pour en savoir plus</strong></dt>
<dd>1. Présentation très complète de l’horloge biologique: <a href="http://lecerveau.mcgill.ca/flash/d/d_11/d_11_m/d_11_m_hor/d_11_m_hor.html " title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Le cerveau à tous les niveaux</a></dd>
<dd>2. Autre dossier complet: <a href="http://savoirs.essonne.fr/dossiers/la-vie/medecine-sante/article/type/0/intro/cette-horloge-qui-rythme-l-organisme/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">La banque des savoirs</a></dd>
<dd>3. Etude européenne sur les effets physiologiques du changement d’heure: <a href="http://www.euclock.org" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Euroclock</a></dd>
</dl></div>

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<p><strong>Illustrations</strong></p>
<dd><ul>
<li>Image d'en-tête, Source: Gerrit Gerritsen, <a href="http://timeandtubes.blogspot.com
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">http://timeandtubes.blogspot.com</a></li>
<li>Fig.1, Source: <a href="http://lecerveau.mcgill.ca/flash/i/i_11/i_11_p/i_11_p_hor/i_11_p_hor.html
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Le cerveau à tous les niveaux</a></li>
<li>Fig.2, Source: <a href="http://lecerveau.mcgill.ca/flash/d/d_11/d_11_cr/d_11_cr_hor/d_11_cr_hor.html
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Le cerveau à tous les niveaux</a></li>
</ul></dd>
</div>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Références vers <a href="http://www.uniprot.org
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">UniProtKB/Swiss-Prot</a></strong></p>
<ul class="lnk">
<li class="external">Clock, Homo sapiens (humain): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/O15516
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">O15516
</a></li>
<li class="external">Cryptochrome-1 (cry1), Homo sapiens (humain): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/Q16526
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Q16526
</a></li>
<li class="external">Cryptochrome-2 (cry2), Homo sapiens (humain): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/Q49AN0
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Q49AN0
</a></li>
<li class="external">Period circadian protein homolog 1 (per1), Homo sapiens (humain): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/O15534
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">O15534
</a></li>
<li class="external">Period circadian protein homolog 2 (per2), Homo sapiens (humain): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/O15055
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">O15055
</a></li>
<li class="external">Period circadian protein homolog 3 (per3), Homo sapiens (humain): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/P56645
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">P56645
</a></li>
</ul>]]>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>À  la lueur d&apos;une protéine</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://web.expasy.org/prolune/dossiers/prolune023.shtml" />
    <modified>2009-01-07T12:18:08Z</modified>
    <issued>2007-12-18T13:44:40+01:00</issued>
    <id>tag:web.expasy.org,2007:/prolune//6.691</id>
    <created>2007-12-18T12:44:40Z</created>
    <summary type="text/plain">Les soirées de décembre sont les plus lumineuses de l’année. Les décorations de Noël éclairent les places et les avenues, les vitrines étincellent de doré et d’argent et les arbres scintillent de guirlandes. Aux portes de la ville, la Nature, elle, n’a point besoin d’artifices pour briller. Selon les saisons et les espèces animales ou végétales, elle éblouit par ses couleurs douces ou flamboyantes. Plus fascinant encore, elle sait produire de la lumière. A l’origine de ce qu’on appelle la luminescence des êtres vivants se trouvent des protéines. L’une d’entre elles est devenue un outil expérimental incontournable des chercheurs : la GFP pour &quot;Green Fluorescent Protein&quot; – la protéine fluorescente verte. [PDF] [english]</summary>
    <author>
      <name>Séverine Altairac</name>
      
      <email>prolune@isb-sib.ch</email>
    </author>
    <dc:subject>dossiers</dc:subject>
    <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://web.expasy.org/prolune/">
      <![CDATA[<div class="cp" style="width:auto;"><p><center>Phantatomix molecular graphics</center></p>
</div>
<br>

<p><b>Les soirées de décembre sont les plus lumineuses de l’année. Les décorations de Noël éclairent les places et les avenues, les vitrines étincellent de doré et d’argent et les arbres scintillent de guirlandes. Aux portes de la ville, la Nature, elle, n’a point besoin d’artifices pour briller. Selon les saisons et les espèces animales ou végétales, elle éblouit par ses couleurs douces ou flamboyantes. Plus fascinant encore, elle sait produire de la lumière. A l’origine de ce qu’on appelle la luminescence des êtres vivants se trouvent des protéines. L’une d’entre elles est devenue un outil expérimental incontournable des chercheurs : la GFP pour "Green Fluorescent Protein" – la protéine fluorescente verte. [<a href="http://www.expasy.org/prolune/pdf/prolune023_fr.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">PDF</a>] [<a href="http://www.expasy.org/prolune/pdf/prolune023_en.pdf
" title="Ouvrir dans une nouvelle fenêtre"target="_blank">english</a>]</b></p>


<h3 class="subtitle">Dans le clair-obscur marin</h3> 

<div class="quoteleft">
«Une carrière éblouissante pour une protéine découverte par hasard.»
</div>

<p>Maints êtres vivants émettent de la lumière. La luciole et son abdomen vert brillant sont bien connus de nos jardins. Plus largement divers insectes, vers de terre, bactéries et champignons se partagent cette étonnante faculté. Cependant, c’est dans les ténèbres des fonds marins qu’il faut s’enfoncer pour observer l’étendue de la diversité des espèces luminescentes. Plus de 700 organismes ont été recensés et beaucoup encore demeurent inconnus car ils vivent à des profondeurs à ce jour non explorées. Parmi eux le phytoplancton, des crevettes, des calmars, des méduses, des coraux et des poissons possèdent des organes lumineux ou co-habitent avec des bactéries luminescentes. Alors que les espèces terrestres émettent des couleurs variées – bleue, verte, jaune ou rouge –, les espèces marines s’illuminent généralement de bleu ou de vert, ondes lumineuses qui se propagent le mieux dans l’eau.

<p>La capacité qu’ont les êtres vivants à produire et à diffuser de la lumière est nommée bioluminescence. Et pourquoi donc briller ? Dans l’ombre des océans ou de la nuit, émettre de la lumière représente un atout et les animaux luminescents se révèlent très imaginatifs quant à son utilisation. Un des rôles de la bioluminescence, somme toute évident bien que peu fréquent, est l’éclairage. Un exemple éloquent est le cas de certaines lucioles nocturnes qui illuminent la feuille sur laquelle elles vont atterrir. Toujours chez les lucioles, l’émission lumineuse se transforme en un langage de communication lors des parades sexuelles, au cours desquelles mâles et femelles s’adonnent à de véritables conversations. C’est toutefois dans l’attraction des proies et dans la protection contre les prédateurs que la bioluminescence reste le plus employé. Les méduses lancent des "éclairs" afin de repousser un poisson mal intentionné. Les poissons lanternes mâles, armés d’une sorte de petite ampoule se balançant au-dessus de leur tête, attirent les prédateurs pour les éloigner des femelles laissées dans l’obscurité. D’autres poissons dont la silhouette sombre se découpe sous la surface de l’eau se dissimulent en éclairant leur face ventrale, dans le but de se fondre dans la lumière du jour.</p>

<h3 class="subtitle">Un coup du hasard</h3> 

<p>La bioluminescence est évoquée pour la première fois par Aristote (384-322 av. JC) qui l’observe sur des poissons morts recouverts de bactéries luminescentes. Il la qualifie alors de lumière froide après avoir constaté qu’elle ne dégageait pas de chaleur. Au début de notre ère, Pline l’Ancien poursuit le travail d’observation initié par Aristote et s’attache à décrire plusieurs organismes luminescents. Ce n’est qu’à la fin du XVIIème siècle – après plus de mille ans ! – que certains savants s’intéressent à la compréhension de ce phénomène et la preuve est faite que l’oxygène est indispensable à la production lumineuse un siècle plus tard. Enfin, Raphaël Dubois découvre en 1887 qu’une réaction chimique est à l’origine de la bioluminescence : l’oxydation d’un composé baptisée luciférine par un catalyseur nommé luciférase s’accompagne d’une émission lumineuse.</p>

<div class="blogimgright" style="width:200px;">
<img src="/prolune/images/prolune1207_1.jpg" height="249" width="200" />
<p><div class="cp"> Avec l’aimable autorisation d’Emily Damstra, <a href="http://www.emilydamstra.com/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">www.emilydamstra.com</a> </p></div>
<p><b>Fig.1</b> Dessin de la méduse <em>Aequorea victoria</em>. La GFP se localise à la base circulaire de son ombrelle, d’où s’élancent les tentacules.</p>
</div>  

<p>La caractérisation des deux facteurs se révèle difficile et fait un bond en avant au début des années 1960. A cette époque, le jeune japonais Osamu Shimomura entreprend d’identifier la luciférase et la luciférine chez l’Aequorea victoria, une méduse luminescente qui vit dans le Nord-Ouest du Pacifique, le long de la côte (Fig.1). D’un diamètre de cinq à dix centimètres, l’Aequorea victoria porte aussi le nom de "crystal jelly" – gelée de cristal – du fait de sa transparence. La petite méduse émet des rayons verts à la base de son ombrelle, probablement suite à une stimulation mécanique telle qu’un contact ou des mouvements de l’eau. Ainsi, la méduse ne laisse apparaître d’elle qu’un fin cercle lumineux, visible la nuit avec surtout un peu de chance.

<p>De ces méduses O. Shimomura extrait une protéine – qui renferme à la fois la luciférase et la luciférine – à laquelle il donne le nom d’aequorine. Mais étrangement, l’aequorine isolée n’émet pas de lumière verte mais une lumière bleue. Pourquoi ? Parce que les extraits cellulaires renferment une autre protéine qui est, elle, responsable de l’émission verte. C’est la green fluorescent protein, la GFP.

<p>Deux protéines lumineuses, l’une bleue et l’autre verte. Pourtant l’Aequorea victoria ne s’irradie que de vert. Pourquoi ? O. Shimomura le comprendra bien plus tard. Il démontrera alors que l’activité de la GFP est d’absorber la lumière bleue émise par l’aequorine et de la transformer en lumière verte. Quel est l’avantage pour la méduse ? Une des explications avancées est que la longueur d’onde "verte" constituerait un signal répulsif plus puissant vis à vis des prédateurs. </p>

<h3 class="subtitle">Du feuillet au tonneau</h3> 

<p>Cependant le mystère flottant autour de la GFP à l’époque de sa découverte éveille peu d’intérêt et la protéine sombre dans l’oubli jusqu’en 1992, date à laquelle son gène fut décrypté. S’ensuit la résolution de sa structure en 1996 qui met au jour une nouvelle structure fascinante en forme de tonneau. Comment une protéine acquiert-elle pareille structure ?

<p>Toute protéine se compose d’une succession d’acides aminés – nommée séquence – comme un collier se compose d’un enchaînement de perles. Cette chaîne d’acides aminés se replie progressivement sur elle-même pour donner à la protéine sa forme spécifique. Comment ?

<p>Dans un premier temps, certains acides aminés situés proches dans la séquence s’attirent mutuellement. Un peu à la manière de deux aimants, ils se rapprochent et établissent entre eux des contacts ou plus précisément des liaisons faibles – les liaisons hydrogène. Ces liens locaux entre acides aminés génèrent essentiellement deux motifs structuraux : l’hélice &#945; et le feuillet &#946;. Dans l’hélice &#945;, l’attraction des acides aminés enroule la chaîne protéique comme dans un ressort. Dans le feuillet &#946;, plusieurs petites portions de la séquence – appelés brins – s’assemblent les unes à côté des autres et donnent à ce motif des allures d’accordéon (Fig.2).

<p>Finalement, les deux types de structures locales s’assemblent dans l’espace pour modeler la forme globale de la protéine, autrement dit sa structure tridimensionnelle.

<p>Dans le cas de la GFP, la forme "tonneau" repose sur l’existence d’un feuillet &#946; à onze brins. Tel une feuille de papier que l’on courbe pour obtenir un tube, le feuillet de la GFP se referme sur lui-même dans un baril presque parfait, obturé à ses extrémités par des boucles d’acides aminés (Fig.2).</p>

<center>
<div class="blogimgcenter" style="width:497px;">
<img src="/prolune/images/prolune1207_2.jpg" height="477" width="497" />
<p><b>Fig.2</b> Structures. <b>En haut</b>, Représentation schématique de l’hélice &#945; et du feuillet &#946;. <b>En bas, A</b>, Mise à plat de l’enchaînement des motifs locaux dans la GFP : les hélices &#945; sont représentées par des cylindres et le feuillet &#946; par l’ensemble des flèches. <b>B</b>, Structure tridimensionnelle de la GFP. Elle est le résultat du repliement dans l’espace des hélices &#945; et du feuillet &#946;.</p>
</div>  
</center>
<br>


<h3 class="subtitle">Un cœur fluorescent</h3> 

<p>La structure "tonneau" joue-t-elle un rôle dans la fluorescence de la GFP ? Oui. La forme compacte de la protéine tient à l’abri, de tout dommage chimique, une hélice &#945; qui renferme la source lumineuse. L’élément responsable de l’activité fluorescente est ce que l’on appelle un chromophore. Il est constitué d’une séquence de trois acides aminés, sérine - tyrosine – glycine. Pour devenir fonctionnel, le chromophore doit subir une modification spécifique catalysée par la GFP elle-même et avec l’unique aide de l’oxygène.

<p>Une fois le chromophore fonctionnel, la protéine est capable de diffuser de la lumière mais elle doit avant tout en absorber. C’est le principe de la fluorescence. Précisons que la lumière du soleil se décompose en six couleurs visibles pour l’œil humain – violet, bleu, vert, jaune, orange et rouge – et en deux couleurs imperceptibles – l’ultraviolet et l’infrarouge. La lumière absorbée par la GFP est l’ultraviolet et le bleu. L’énergie ainsi capturée sous forme lumineuse déstabilise la protéine qui ne demande qu’à revenir à son état initial. Pour y parvenir, elle libère un grain de lumière (ou photon) de couleur verte.</p>

<h3 class="subtitle">Une carrière éblouissante</h3> 

<p>La GFP a cela d’extraordinaire qu’elle acquiert sa propriété fluorescente d’elle-même. Aucune enzyme ne lui est nécessaire, juste un peu d’oxygène. C’est ce qui émoustilla tant les biologistes. Il suffit d’introduire le gène de la GFP dans une cellule pour observer ensuite la fluorescence verte de la protéine sous un éclairage bleu. Non seulement la protéine n’est pas toxique pour la cellule mais, de surcroît, l’observation de sa fluorescence ne compromet pas sa survie. C’est ce qui a fait de la GFP un outil expérimental de choix dans l’étude des processus biologiques dans des cellules ou des organismes vivants.</p>


<div class="blogimgleft" style="width:300px;">
<img src="/prolune/images/prolune1207_3.jpg" height="188" width="300" />
<p><b>Fig.3</b> Localisation de la protéine "engrailed" chez la mouche <em>Drosophila melanogaster</em>. Le gène de la GFP a été modifié de telle sorte que la GFP s’exprime au même moment et au même endroit que la protéine engrailed. La fluorescence verte indique donc, par voie de conséquence, que la protéine engrailed se situe normalement dans la partie postérieure des ailes et dans certains segments ventraux.</p>
</div>  

<p>Des cellules fluorescentes, à quoi cela sert-il ? A les rendre visibles et à découvrir leur devenir. Par exemple, insérer la GFP dans des cellules cancéreuses permet ensuite d’étudier la progression des tumeurs chez un animal de laboratoire. De même, "étiqueter" des neurones avec la GFP chez de jeunes souriceaux révèlera leur migration et leur évolution dans le cerveau, indices du développement cérébral.

<p>La GFP est également employée afin de visualiser quelque chose de plus petit encore qu’une cellule : les protéines. Différentes techniques ont été mises au point pour l’étude de leur fonction. Une première de ces méthodes vise à déceler où et quand dans un organisme une protéine d’intérêt est fabriquée – dans le cerveau, les membres inférieurs ou le système digestif par exemple (Fig.3). Puis, pour répondre à des questions plus précises sur le rôle de la protéine dans la cellule, une deuxième méthode peut être mise en œuvre, celle de la "protéine fusion". En pratique, le gène de la GFP est "accolé" au gène de la protéine d’intérêt comme une caravane à une voiture. Les cellules fabriquent alors une "protéine fusion" dans laquelle les deux protéines sont liées, sans que cela altère la protéine d’intérêt. Grâce à la fluorescence de la GFP, la protéine devient observable. C’est comme si on y avait accroché une ampoule. Le recours à ce procédé donne accès à une foule d’informations sur la protéine. Lesquelles ? Observer dans la cellule vivante à quel moment et dans quel compartiment la protéine est synthétisée, si elle se déplace, si elle est sécrétée hors de la cellule ou si elle interagit avec d’autres protéines (Fig.4).</p>

<div class="blogimgright" style="width:188px;">
<img src="/prolune/images/prolune1207_4.jpg" height="188" width="188" />
<p><b>Fig.4</b> Visualisation de la tubuline fusionnée à la GFP, dans une cellule de souris. La tubuline est une protéine participant à l’architecture cellulaire. La fluorescence verte montre des fibres de tubuline qui traversent la cellule de part en part. La zone sombre situe le noyau renfermant l’ADN.</p>
</div>  

<p>Par ailleurs, la technique de la "protéine fusion" peut se révéler utile pour s’assurer qu’une protéine particulière a été correctement introduite dans un organisme. La fluorescence de la GFP, qui apparaît lorsque l’organisme est éclairé avec de la lumière bleue, certifie ainsi la présence de la protéine en question. Cette technique a été testée, entre autres, chez le tabac pour vérifier l’insertion d’un gène qui rendrait la plante résistante à un herbicide. 
 
<p>La fluorescence de la GFP s’avère en revanche très sensible aux conditions expérimentales et notamment aux variations de l’acidité dans la cellule. Ce qui aurait pu être le talon d’Achille de la GFP est finalement devenu une nouvelle manière d’utiliser la protéine. Les variations d’intensité de la fluorescence de la GFP normale ou de GFP modifiées permettent d’observer dans la cellule les fluctuations de l’infiniment petit comme l’évolution de l’acidité, justement, ou les changements de concentrations du calcium par exemple.

<p>L’outil révolutionnaire de la GFP a attisé l’imaginaire des biologistes. Est-il envisageable de visualiser plusieurs phénomènes simultanément ? Peut-on dans ce but fabriquer des GFP de couleurs différentes? Oui. L’inspiration fut trouvée chez les coraux et les anémones de mer qui expriment des protéines fluorescentes "FP" semblables à la GFP mais qui brillent en bleu, jaune et orange-rouge. Et aujourd’hui grâce aux GFP modifiées, les chercheurs ont, entre leurs mains, des outils prodigieux qui reproduisent toutes les couleurs de l’arc-en-ciel.

<p>Une multitude d’autres GFP mutées existent. Certaines résistent mieux à la chaleur tandis que d’autres changent de couleur au cours du temps. Parmi elles, une GFP modifiée a récemment dévoilé sa surprenante propriété : elle clignote et ce de moins en moins vite avec l’augmentation de la température. Le thermomètre moléculaire est né et avec lui un outil de contrôle thermique pour les expériences les plus délicates. 

<p>La GFP n’a pas seulement fait rêver les biologistes. La beauté de sa structure a inspiré le sculpteur suisse Julian Voss-Andreae qui a créé une oeuvre imposante en acier. Les animaux GFP ont interpellé l’Américain Eduardo Kac qui se proclame "artiste transgénique". Née en 2000, Alba est la première lapine possédant la GFP. Exposé à la lumière bleue, elle s’illumine de vert. En créant Alba, Eduardo Kac a souhaité étayer un débat sur les rapports entre science et art, et s’interroger sur l’éthique des biotechnologies. D’autres en revanche ont moins d’états d’âmes en imaginant des plantes ornementales fluorescentes ou même des sapins de Noël aux branches clignotantes. Outil expérimental ou gadget, la GFP n’a pas fini de nous éclairer !!</p>



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<dl>
<dt><strong>Pour en savoir plus</strong></dt>
<dd>1. La GFP: <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Prot%C3%A9ine_fluorescente_verte" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Wikipedia </a></dd>
<dd>2. La bioluminescence: <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Bioluminescence" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Wikipedia</a></dd>
<dd>3. Site de <a href="http://www.ekac.org/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Eduardo Kac</a></dd>
<dd>4. Site de <a href="http://www.julianvossandreae.com/" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Julian Voss-Andreae</a></dd>
<dd>5. Article sur la GFP (en anglais), Protein Spotlight, <a href="http://www.expasy.org/spotlight/back_issues/sptlt011.shtml" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">"The greenest of us all"</a></dd>
<dd>6. Article sur le Bio-Art (en anglais), Protein Spotlight, <a href="http://www.expasy.org/spotlight/back_issues/sptlt053.shtml" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">"Bio-Art"</a></dd>
</dl></div>

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<p><strong>Illustrations</strong></p>
<dd><ul>
<li>Fig.2 A, D’après Ormö M. et al., "Crystal structure of the Aequorea victoria green fluorescent protein" Science 273:1392-1395(1996) PMID: <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?Db=pubmed&Cmd=ShowDetailView&TermToSearch=8703075&ordinalpos=5&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">8703075</a></li>
<li>Fig.2 B, Source: PDB ID: 1EMA, M., Ormo, A.B., Cubitt, K., Kallio, L.A., Gross, R.Y., Tsien, S.J., Remington, Crystal structure of the Aequorea victoria green fluorescent protein. <em>Science</em> <b>273</b> pp. 1392 (1996)</li>
<li>Fig.3, Source: Ansgar Klebes, Berlin, <a href="http://genetik.fu-berlin.de/institut/flychip_06.html
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">Freie Universität</a></li>
<li>Fig.4, Source: Dr. Ray Truant, <a href="http://www.science.mcmaster.ca/biochem/faculty/truant/movie.htm
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">http://www.science.mcmaster.ca/biochem/faculty/truant/movie.htm</a></li>
</ul></dd>
</div>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Références vers <a href="http://www.uniprot.org
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">UniProtKB/Swiss-Prot</a></strong></p>
<ul class="lnk">
<li class="external">Green fluorescent protein, Aequorea victoria (méduse): <a href="http://www.uniprot.org/uniprot/P42212 
" title="Ouvrir ce site dans une nouvelle fenêtre" target="_blank">P42212 
</a></li>
</ul>]]>
    </content>
  </entry>

</feed>
